Boxen

Erkan Teper verklagt Bund Deutscher Berufsboxer

Der ehemalige EBU-Europameister im Schwergewicht, Erkan Teper, der des Dopings verdächtig wird (GNP1 berichtete), reichte eine Zivilklage gegen den Bund Deutscher Berufsboxer (BDB) ein. Ebenfalls klagt der Ahlener gegen die Europäische Box-Union (EBU). Die von Tepers Boxstall "Z!-Promotion" geforderte Schadensersatzsummen belaufen sich auf eine Million Euro für den BDB und eine halbe Million Euro für die EBU.

Diese Klagen stuften den BDB ab. Der deutsche Verband ist somit nur noch ein vorübergehendes Mitglied der Europäischen Box-Union. Vorher war der Bund Deutscher Berufsboxer vollwertiges Mitglied.

Der Status ändert zunächst einmal wenig für die Boxer, die weiterhin um die angesehenen Europameistergürtel in den jeweiligen Gewichtsklassen boxen können. Eine Entscheidung über den weiteren Verbleib des BDB in der EBU wird bei der nächsten Hauptversammlung des Europäischen Verbands besprochen.

Der 33-jährige Erkan Teper wurde nach seinen Titelkämpfen am 13. Juni 2014 und am 17. Juli 2015 positiv auf verbotene Substanzen getestet. Deshalb wurde er seitens des BDB für ein halbes Jahr gesperrt. Seitens der EBU sogar für zwei volle Jahre.

„Z!-Promotion behauptet, die Mengenangaben seien nicht bestimmt worden“, erklärte BDB-Präsident Thomas Pütz. Auf die Öffnung der B-Probe konnten sich die zwei Parteien bisher nicht einigen. Deshalb wird auf zwei Schreiben gewartet: Einmal das von Tepers Anwalt sowie das der Nationalen Anti Doping Agentur. Allerdings muss erwähnt werden, dass beide Verbände nicht den Anti-Doping-Regeln der Welt Anti Doping Agentur (WADA), die der Dachverband der NADA ist, unterliegen.

Deshalb gilt für Erst- wie Wiederholungs-Täter nur eine Höchststrafe von einem Jahr Sperre. Zudem stellte BDB-Präsident Thomas Pütz klar, dass er Teper nicht decken wollte. „Ich habe den Sportler, den Promoter und die NADA informiert“, versicherte er abschließend und äußerte sich auch zur EBU.

„Ja und? Im Prinzip ändert sich nichts, wir haben in den letzten zwei, drei Jahren vielleicht dreimal mit der EBU zusammengearbeitet. Ich habe kein Problem mit der EBU, lasse mich von denen aber auch nicht wie eine Sau durchs Dorf treiben.“