Boxen

Emanuel Steward verstorben

Klitschko-Trainer erliegt Krebsleiden mit 68 Jahren. (Foto: Reyboxing/Creative Commons)

Nachdem mit Jeffrey Blatnick erst am Mittwoch eine große Persönlichkeit des Kampfsports verstorben ist (GnP berichtete), folgte am Donnerstag ein weiterer legendärer Name: Box-Trainer Emanuel Steward erlag im Alter von 68 Jahren, in einem Krankenhaus in Detroit, einem langjährigen Krebsleiden.

„Egal in welchem Beruf – es ist keine Selbstverständlichkeit, mit einer Legende zusammenzuarbeiten. Nun, ich durfte dieses Privileg fast zehn Jahre lang genießen“, äußerte sich Wladimir Klitschko gegenüber US-Medien zum Tod seines langjährigen Trainers.

Steward gilt als einer der ganz großen Trainer im Box-Sport, betreute unter anderem Thomas Hearns, Lennox Lewis, Oscar de la Hoya und Wladimir Klitschko, den er vor acht Jahren zurück auf Erfolgskurz bringen konnte. Charakteristisch war vor allem seine ruhige, besonnene und stets freundliche Art – konträr zu vielen Charakteren im Box-Geschäft.

Steward begann seine Trainerlaufbahn nach einer eigenen aktiven Box-Karriere im Jahr 1971 und gewann mit seinen Schützlingen seitdem unzählige Weltmeistertitel.

Zuletzt arbeitete Steward zudem vermehrt als Analyst und Kommentator für den US-Bezahlsender HBO und wurde auch in dieser Rolle von Fans und Experten durchweg gelobt.

Steward kämpfte jedoch seit Jahren mit einem schweren Krebsleiden. Seinen letzten Kampf hat der legendäre Coach nun leider verloren.

Klitschkos neuer Trainer wird der Amerikaner Jonathon Banks.