Boxen

Eddie Hearn will Vereinigungskampf gegen Joshua: Dritter Fury-Kampf gegen Wilder unnötig

Deontay Wilder und Tyson Fury (Foto: Ryan Hafey/Premier Boxing Champions)

In der Nacht zum Sonntag konnte sich Tyson Fury im Rückkampf gegen Deontay Wilder deutlich durchsetzen und dem Amerikaner nicht nur den WBC-Gürtel abnehmen, sondern auch die erste Niederlage verpassen. Zwar wurde im Vertrag der beiden Schwergewichte ein dritter Kampf vereinbart, nach dem deutlichen Ausgang ist dieses jedoch nicht mehr nötig. Das denkt zumindest Eddie Hearn, der Promoter von Anthony Joshua.

Der Geschäftsführer von Matchroom Boxing, für das der dreifache Weltmeister Anthony Joshua an den Start geht, hatte am Sonntag wenige Minuten nach dem Ende des Rückkampfs zwischen Fury und Wilder auf Twitter geschrieben, dass ein dritter Kampf unnötig sei. Stattdessen solle man im Sommer lieber direkt auf eine Vereinigung der vier Schwergewichtstitel hinarbeiten, um einen unangefochtenen Weltmeister aller vier großen Verbände zu küren.

Zuvor hatte Hearn in einem weiteren Tweet die „unglaubliche Leistung von Fury“ gelobt und seinen Hut vor dessen Trainern SugarHill Steward und Andy Lee und deren erstklassiger Strategie gezogen. Anschließend teilte der Matchroom-Chef eine Grafik von DAZN, die Joshua und Fury gegenüberstellte.

Tyson Fury hatte sich in der Nacht zum Sonntag klar gegen Deontay Wilder durchgesetzt. Mit einem Treffer ans Ohr öffnete er früh eine Platzwunde, Vermutungen über ein gerissenes Trommelfell wurden bisher nicht von offizieller Seite bestätigt. Wilder hatte zusehends Probleme mit den Attacken des Engländers, ging zwei Mal auf die Bretter, bevor er in der siebten Runde in der Ringecke gestellt und mit Schlägen eingedeckt wurde, bevor seine Ecke das Handtuch warf.

Hearn wittert nun die große Chance auf ein rein englisches WM-Duell zwischen Olympiasieger und WBA-, WBO- und IBF-Weltmeister Anthony Joshua und dem WBC- und linearen Weltmeister Tyson Fury. Für Joshua steht zuvor jedoch noch die Pflichtverteidigung gegen Kubrat Pulev an und Dillian Whyte, Interims-Weltmeister der WBC, forderte bereits sein Recht auf einen Titelkampf ein.

In der Vergangenheit hatte Anthony Joshua noch einen Bogen um einen Vereinigungskampf gegen den WBC-Weltmeister Deontay Wilder gemacht. Immer wieder gerieten die Verhandlungen ins Stocken oder platzten komplett. Nun könnte es in einem Duell gegen Fury zu einem Vereinigungskampf kommen.