Boxen

Deontay Wilder über Fury: „Performance gegen einen Sandsack war okay“

Deontay Wilder und Tyson Fury (Foto: Showtime)

Im Dezember trafen Deontay Wilder und Tyson Fury aufeinander, 2020 soll der Rückkampf der beiden Schwergewichte kommen. In der Zwischenzeit halten sich die beiden mit weiteren Kämpfen im Gespräch. Zuletzt war es Fury, der sein ESPN-Debüt gegen Tom Schwarz gab. Keine herausstechende Leistung, sagte Deontay Wilder dem Portal The Athletic.

„Es war eine coole Performance“, sagte Wilder. „Aber er hatte keinen richtigen Gegner. Ich glaube, Schwarz hat vielleicht vier Mal geschlagen. Er war ein Sandsack. Fury hat getan, was er tun musste. Sie bewerben ihn, erzählen seine Geschichte immer und immer wieder und nennen ihn den linearen Champion. Das baut ihn auf. Aber die Performance war nur OK.“

Fury hatte am vergangenen Samstag einen schnellen Sieg über das Hallenser Schwergewicht Tom Schwarz gefeiert und den Deutschen kurz vor Ende der zweiten Runde mit Schlägen an den Seilen gestoppt. Fury und Wilder trafen im vergangenen Dezember aufeinander und trennten sich kontrovers unentschieden. Der Rückkampf soll im kommenden Jahr stattfinden, so beide bis dahin weiter siegen.

WBC-Weltmeister Wilder ist auf jeden Fall zufrieden über die Theatralik, mit der Fury dem Boxen Aufmerksamkeit verschafft. Der Engländer betrat die Arena am vergangenen Samstag im Stile einer Szene aus den Rocky-Filmen zu den Klängen von James Browns „Living in America“ mit Hut und Robe im Stil der amerikanischen Fahne. Nach Jahren reden wie Leute wieder über Schwergewichts-Boxer, das weiß Wilder zu schätzen.

„Es gab eine Zeit, in der keiner wusste, dass ich Schwergewichtsweltmeister war und ich bin Amerikaner. Es war schwer, sich mit anderen Sportarten zu vergleichen, auch wenn ich jeden Gegner ausgeknockt habe. Ich habe mich voll und ganz darauf konzentriert, das zu ändern. Jetzt redet jeder darüber. Jeder will die großen Fights sehen. Ich freue mich sehr darüber.“

Das Schwergewichtsboxen erlebte in den vergangenen Monaten eine kleine Renaissance mit der Rückkehr von Tyson Fury und den Kämpfen von Anthony Joshua und Deontay Wilder. Die Konkurrenzsituation der drei Hünen führte zu mehr Kämpfen und dazu, dass sich jeder im bestmöglichen Licht präsentieren wolle.

„Ich habe den Standard sehr hoch angesetzt. Das hat alles zwischen Anthony, Fury und mir begonnen. Sie wollten mich einfach einholen. Wir wissen alle, dass ich das spektakulärste Schwergewicht im Boxen bin, Punkt. Ich wusste, dass es schwer wird, mit mir mitzuhalten.“

Nicht nur das Spektakulärste, auch das Beste, davon ist der „Bronze Bomber“ überzeugt: „Ich bin bereit für meinen nächsten Kampf und ich bin bereit, der unangefochtene Schwergewichts-Weltmeister zu werden. Es wird nur einen Champion geben. Ein Gesicht, einen Namen. Und der wird Deontay Wilder lauten.“