Boxen

Deontay Wilder: Tyson Fury hat Kissen als Fäuste

Deontay Wilder und Tyson Fury (Foto: Ryan Hafey/Premier Boxing Champions)

Nur noch wenige Wochen, bis sich Deontay Wilder und Tyson Fury zum zweiten Mal gegenüberstehen werden. In Los Angeles kommt es am 22. Februar zum Rückkampf der ungeschlagenen Boxer. Beide hatten einen Knockout versprochen, das kam für Wilder sehr überraschend.

„Ich habe keine Ahnung, was er tun will. Er ist verrückt. Wenn er daran glaubt, dann muss ich es ernstnehmen. Aber es ist was Anderes, das auch im Ring umzusetzen. Ich bin der härteste Puncher in der Geschichte des Boxens“, so Wilder auf einer Pressekonferenz. „Tyson hat Kopfkissen als Fäuste. Er hat die Technik, aber man kann eben nicht alles haben.“

Fury hatte den ersten Kampf weitestgehend bestimmt, wurde aber zwei Mal zu Boden geschlagen und rettete sich gerade so über die Distanz. Der Engländer kündigte an, Wilder in der zweiten Runde zu stoppen. Das nahm Wilder wohlwollend auf.

„Es würde meiner Taktik entgegenkommen. Wenn er aggressiv nach vorne geht, bekomme ich mehr Gelegenheiten, meinen Treffer zu landen“, so Wilder weiter. Fury unterbrach den Amerikaner sofort: „Ich werde ihm sicherlich nicht mein Kinn entgegentrecken und ihn darum bitten, mich K.o. zu schlagen. Aber ich muss ihn zurückdrängen, ich muss ihn in den Rückwärtsgang zwingen.“

„Ich stehe mit vollem Herzen hinter meiner Prognose“, fuhr Fury fort. „Ich habe im ersten Kampf meine Skills genutzt und es hat nicht funktioniert. Ich habe damit nicht gewonnen und gewinnen ist für mich alles. Wir sind gigantische Schwergewichte und ich hatte 20 Knockouts in 29 Siegen. Ich habe die Power, um Leute auszuknocken. Wenn man jemanden mit Power unterschätzt, wird man scheitern. Er hat die größere Knockout-Power in einem einzelnen Schlag, aber keiner kann mit meinem Kampfgeist und Herz mithalten. Ich werde ihm meinen eisernen Willen aufzwingen.“

Fury führte zudem aus, dass er keine Angst habe, sich einen offenen Schlagabtausch mit Wilder zu liefern, war sich jedoch bewusst, dass jede unaufmerksame Sekunde das Ende bedeuten könne.

Ich habe keine Angst, Auge in Auge mit dem größten Puncher des Schwergewichts in den Ring zu steigen“, so Fury. „Es ist aber egal, ob man elfeinhalb Runden gegen ihn gewinnt, denn er hat auch in den letzten 30 Sekunden noch genug Zeit, jeden Boxer K.o. zu schlagen.“

Diese Aussage unterstützte Wilder: „Ich wurde mit Power gesegnet. Es ist sein Job, ihr aus dem Weg zu gehen. 36 Minuten lang.“