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Deontay Wilder krönt sich zum Schwergewichtsweltmeister

Der Amerikaner Deontay Wilder konnte sich in der Nacht auf Sonntag im MGM Grand Hotel in Las Vegas zum neuen WBC-Weltmeister im Schwergewicht krönen, indem er Bermane Stiverne einstimmig nach Punkten bezwang.

Anders als gedacht, gelang es der amerikanischen Schwergewichtshoffnung Deontay Wilder (31-0, 32 K.o.) nach 12 vollen Runden klar nach Punkten zu siegen und damit einen WM-Gürtel in der Königsklasse wieder in die Vereinigten Staaten zu bringen - zum letzten Mal schaffte das 2007 Shannon Briggs.

Von Beginn an gelang es dem Amerikaner, den Weltmeister Bername Stiverne (24-2, 21 K.o.) mit der Führhand zu kontrollieren und auf Distanz zu halten. Zwar versuchte es Stiverne im Vorwärtsgang, doch dabei schlug er einfach zu wenig. Ende der zweiten Runde landete Wilder einige harte Treffer, indem sich der Kanadier mit klammern noch rettete und dabei seinen Gegner mit runter warf.

Erst ab der dritten Runde machte der aus Haiti stammende Kanadier mehr Druck und landete einige gute Treffer zum Körper, auch im vierten und fünften Durchgang hatte Stiverne einige gute Schläge ins Ziel gebracht. Wilder, der zum ersten Mal über vier Runden boxte, kam in Runde sechs nach einigen Treffern kurz in Bedrängnis, doch er erholte sich gut davon.

In der siebten Runde brachte der 29-jährige Amerikaner eine harte Schlaghand ins Ziel, der Weltmeister wirkte daraufhin angeschlagen, doch Wilder gelang es nicht, den Sack zuzumachen. Gut ausgeruht kam Stiverne in der achten Runde zurück. In den letzten Runden versuchte der Weltmeister mit einem vorzeitigen Ende noch seinen Gürtel zu retten, doch Wilder unterband die meisten Angriffe und erarbeitete sich im Rückwärtsgang mit 118-109, 119-108 und 120-107 einen klaren Punktsieg.

„Ich bin sehr glücklich, den Gürtel wieder in die USA zurückzugeben“, so Wilder nach dem Kampf. „Ich habe alle Fragen beantwortet. Ich wusste, dass ich zwölf Runden gehen und etwas einstecken kann. Er hat sehr zähe Nehmerfähigkeiten. Ich hätte mir keinen besseren Gegner wünschen können. Ich dachte, dass ich ihn in vier Runden ausknocken würde, ich habe aber mich für 12-15 Runden vorbereitet. Ich will das Schwergewicht wieder spannender machen!“

Auch äußerte sich der enttäuschte Bername Stiverne: „Es war nicht meine beste Form. Ich habe mich nicht vollkommen fit gefühlt. Ich konnte den Ring nicht abschneiden und meinen Kopf nicht bewegen, was ich normalerweise mache. Glückwunsch an ihn, ich habe aber nicht gemacht, was ich kann. Das war nicht ich“.

Im zweiten Hauptkampf des Abends konnte der WBC-Weltmeister im Superbantamgewicht, Leo Santa Cruz (29-0, 17 K.o.), seinen Titel gegen Jesus Ruiz (33-6, 22 K.o.) durch T.K.o in Runde acht souverän verteidigen.

Für ein spektakuläres Duell sorgte der 24-jährige Amerikaner Amir Imam (16-0, 14 K.o.) gegen Fidel Maldonado Jr. (19-2, 16 K.o.). Anfangs musste Maldonado den Ringboden in Runde zwei küssen. Doch im dritten Durchgang ging Amir Imam gleich zweimal zu Boden. Schließlich wendete Amir Imam, auch „Young Monster“ von seinen Fans genannt, das Blatt und beendete das Duell in der fünften Runde mit einem knallenden linken Haken durch T.K.o.

Die Ergebnisse in der Übersicht:

Bermane Stiverne vs. Deontay Wilder
17. Januar 2015
MGM Grand, Las Vegas, Nevada, USA

WBC-Weltmeisterschaft im Schwergewicht
Deontay Wilder bes. Bermane Stiverne einstimmig nach Punkten

WBC-Weltmeisterschaft im Superbantamgewicht
Leo Sansta Cruz bes. Jesus Ruiz via T.K.o in Rd. 8

Amir Imam bes. Fidel Maldonado Jr via T.K.o in Rd. 5
Vyacheslav Shabranskyy bes. Garrett Wilson via T.K.o in Rd. 9
Eric Molina bes. Raphael Zumbano Love via T.K.o in Rd. 8
Cesar Quinonez bes. Joan Valenzuela via T.K.o in Rd. 2