Boxen

Deontay Wilder: Dieses Mal steht er nicht wieder auf!

Deontay Wilder und Tyson Fury (Foto: Ryan Hafey/Premier Boxing Champions)

In sechs Wochen stehen sich Deontay Wilder und Tyson Fury zum zweiten Mal im Ring gegenüber. Die beiden Schwergewichte, die beide ihre makellose Bilanz mit einem Unentschieden gegeneinander einbüßen mussten, versprechen nun, im Rückkampf eindeutig zu klären, wer der Bessere ist.

Fury machte dabei den Anfang und wies darauf hin, dass er es gar nicht nötig habe, den Kampf zu bewerben. „Ich kann mich an keinen größeren Schwergewichtskampf in den letzten Jahren erinnern“, sagte Fury. „Vielleicht war Lennox Lewis gegen Mike Tyson der letzte in dieser Größenordnung. Das war der letzte US-UK-Showdown. Ich muss diesen Kampf nicht verkaufen. Die Leute wissen, was sie bekommen. Es wird ein guter Kampf. […] Ich schicke ihn in zwei Runden schlafen. Ich werde nur darauf achten, eine große Rechte, Deontay erwischen, gute Nacht. Ich komme nicht hierher, um nach Punkten zu gewinnen. Ich will den Knockout.“

Der Engländer deutete dabei an, dass der Kampf vermutlich eine andere Richtung einschlagen wird als im Vorfeld angenommen. „Die Leute gehen davon aus, dass er mich ausknocken wird oder ich nach Punkten gewinne. Wenn die Leute dieser Meinung sind, geht es oft anders aus. Ich erwarte daher, dass Wilder Punkte sammeln wird und ich mit Bomben aus meiner Ecke komme, um ihn auszuknocken.“

„Es spielt im Endeffekt keine Rolle, was ich sage, oder was er sagt. Alles, was zählt, ist das, was am 22. Februar im Ring passiert. Ich werde mir das holen, was ich beim ersten Mal gewonnen habe. Ich werde mir diesen grünen Gürtel und den Ring-Magazine-Gürtel holen und weiterhin der lineare Schwergewichtschampion bleiben.“

Doch auch Wilder hielt mit Prognosen nicht hinter dem Berg und nahm auch Bezug auf Furys jüngste Einsätze im Ring der WWE. „Ich habe ihn schon beim ersten Mal ausgeknockt. Ich habe Fury vor zwei Jahren gesagt, dass ich ihn taufen werde und ich habe es getan. Auferstehen ist Teil der Taufe. Aber dieses Mal geht die Geschichte anders aus. Es nennt sich offene Rechnung. Dieses Mal steht er nicht wieder auf. Und da er in der WWE ist, werde ich ihn aus dem Ring prügeln. Und wer weiß, vielleicht steige ich aufs Ringseil und lege noch einen Flying Elbow Kick hinterher.“

Der Amerikaner sprach auch über Furys linearen Titel. Diesen inoffiziellen Titel hält Fury, seit er Wladimir Klitschko entthronte. Unumstritten ist es jedoch nicht, da Fury zwischenzeitlich vom Boxen zurücktrat. Wilder will dieses Gerede im Februar endgültig beenden.

„Dieser lineare Titel ist nicht echt“, so Wilder. „Am 22. Februar endet dieser Unsinn. Er braucht die Wertschätzung der Leute. Eine Art Inspiration und Motivation, um zu glauben, dass er mich geschlagen hat. Er weiß, dass er es nicht getan hat. Warum würde er sonst so viele Trainer brauchen? Er wechselt die Trainer wie die Unterhosen. Ständig wird einer gefeuert und neu eingestellt. Ich habe meine alten Trainer, die gleichen Leute. Er soll dieser großartige Kämpfer sein und ich derjenige ohne Technik. Aber wenn man so viel Power hat, gibt es keinen Weg drumherum. Man kann sich darauf nicht vorbereiten.“

Wilder prophezeite keine Runde für seinen Knockout, doch dass er Fury K.o. schlagen werde, daran ließ er keinen Zweifel. „Das hier ist ein Neustart. Diese offene Rechnung werde ich begleichen. Ich werde ihn ausknocken. Ich bin der Löwe, der König des Dschungels. Am 22. Februar werde ich ihm den Kopf abreißen. Ich werde ihn ausknocken und ihm einen WWE-Moment im echten Leben verschaffen. Ich bin froh, dass er einen Nebenjob gefunden hat, er wird ihn brauchen.“