Christina Hammer wechselt von SES zu Petko’s LMS Boxpromotion
Über ein Jahr ist vergangen seit Christina Hammer das letzte Mal im Ring stand. Ein Jahr des Rätselns um ihre weitere Karriere. Die Dortmunderin war einst das weibliche Zugpferd des Promoters Ulf Steinforth. Schon in jungem Alter galt sie als eine der besten Boxerinnen der Welt. 2016 sieht es anders aus. Ein kontroverser No Contest 2014 gegen Anne Sophie Mathis und ein Sieg mit schwerem Niederschlag gegen Kali Reis 2015 haben ihren Status angeknackst. Da ihr Vertrag im Mai 2016 auslief, bekam die 25-Jährige nun die Chance, neue Wege zu gehen. Bei Petko’s LMS Boxpromotion beginnt ihr Neuanfang am 15. Juli mit dem zweiten Hauptkampf im Ballhaus Forum in München.
Neben dem Seilgeviert machte Christina Hammer auch im letzten Jahr eine gute Figur. Über die sozialen Netzwerke oder bei ihren Modelauftritten konnte man sich ein Bild über das derzeitige Leben der WBO-Weltmeisterin machen. Doch boxerisch ist es leise geworden. Vor kurzem hat sie die Bombe platzen lassen. Christina Hammer wechselt nach München zur Promotion von Alexander Petkovic. Ihr sportliches Können kann sie in ca. einem Monat unter Beweis stellen. Bei der nächsten Boxnacht des jungen Veranstalters wird sie den zweiten Hauptkampf bestreiten. Eine Gegnerin für die Weltklasseboxerin ist noch nicht bekannt. Im letzten Gefecht des Abends wird Robert Tlatlik auf Howik Bebraham treffen.
Doch wie konnte es zu dieser Situation kommen? Vor zwei Jahren galt die hübsche Dortmunderin noch als der kommende Stern am Frauenboxhimmel. Ulf Steinforth, Promoter von SES, äußerte sich bei den Kollegen der Volksstimme zur Situation: „Das ist ein völlig normaler Vorgang wie im Handball- oder Fußballgeschäft auch: Christinas Vertrag mit SES lief im Mai 2016 aus und wurde von uns nicht verlängert. Ich bin Geschäftsmann und muss schauen, dass der Rubel rollt. Es ist einfach so, dass sich das Frauen-Boxen, das einst zu Zeiten einer Regina Halmich oder unserer Natascha Ragosina in Deutschland boomte, heutzutage nur noch sehr schwer vermarkten lässt. Aber vielleicht hat Christina, deren boxerische Klasse sicher unbestritten ist, woanders mehr Glück. Ich wünsche ihr alles Gute für die Zukunft“, so der erfolgreiche Veranstalter.
Die Boxerin selber war in letzter Zeit nicht ganz zufrieden mit ihrem ehemaligen Promoter, so habe sie seit Monaten keinen Kontakt mehr mit dem Magdeburger Veranstalter gehabt. Eine Situation, die nicht in ihre Karriereplanung passte. Christina Hammer will boxen, sie will gewinnen und nicht auf den Laufstegen der Welt laufen. Aus diesem Grund ist der Schritt zu Alexander Petkovic ein wichtiger Schritt der noch jungen Karriere der mehrfachen Weltmeisterin. Auf neuem Terrain muss sie nun beweisen, dass sie ihre alte Leistungsfähigkeit wieder erreichen kann.
