Boxen

Canelo Alvarez legt WBO-Titel im Halbschwergewicht ab

Saul "Canelo" Alvarez

Saul „Canelo“ Alvarez ist um einen WM-Titel ärmer. Der Mexikaner legt den kürzlich gewonnen WBO-Titel im Halbschwergewicht wieder ab, den er erst vor sechs Wochen gegen Sergey Kovalev gewonnen hatte.

Wer von Duellen zwischen Saul „Canelo“ Alvarez und Artur Beterbiev oder Dmitry Bivol geträumt hat, muss leider enttäuscht werden. Der Mexikaner, der erst vor wenigen Wochen Sergey Kovalev in der elften Runde ausknockte und sich zum Weltmeister der WBO krönte, hat den Titel wieder abgelegt und wird daher nicht Vollzeit in die Gewichtsklasse wechseln.

„Ich genieße eine gute und lange Beziehung mit der WBO und weiß zu schätzen, was sie tun, um den Box-Sport zu bewahren und verbessern. Diese Vereinbarung erlaubt es der WBO, regelmäßig Kämpfe um den Titel im Halbschwergewicht anzusetzen und mir, auf die Suche nach Kämpfen gegen die besten Gegner, unabhängig ihrer Gewichtsklasse, zu gehen“, lässt sich Alvarez dabei zitieren.

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich Alvarez außerhalb seiner natürlichen Gewichtsklasse einen Titel gesichert, als er gegen Rocky Fielding WBA-Champion im Super-Mittelgewicht wurde. Da Alvarez diesen Titel bisher nicht verteidigte, hat die WBA bereits einen Interims-Titel auskämpfen lassen, derzeit gehalten von John Ryder. Auch eine Rückkehr ins Mittelgewicht ist möglich, dort hält Alvarez immer noch den Titel des Super-Champions der WBA, nachdem ihm die IBF den Titel wieder abnahm und ihn die WBC zum so genannten „Franchise Champion“ erklärte.

Alvarez hatte sich mit dem Sieg über Kovalev in der vierten Gewichtsklasse den WM-Titel gesichert und wurde nach Thomas Hearns, Mike McCallum und Sugar Ray Leonard erst der vierte Boxer, der die vier Titel vom Super-Weltergewicht bis hoch zum Halbschwergewicht gewinnen konnte. Wie es mit dem Mexikaner weitergeht, ist derzeit unklar. Der 29-Jährige lässt sich nicht in die Karten schauen. Eine Rückkehr auf den Thron der WBO steht ihm jedoch jederzeit offen.

„Canelo hat schon so viel im Boxen erreicht und ist immer noch ein junger Kämpfer“, sagte WBO-Präsident Francisco Valcarcel. „Wenn seine Karriere einmal vorbei ist, wird man ihn als einen der besten Boxer und einen der besten mexikanischen Kämpfer in der Geschichte anerkennen. Wir freuen uns auf zukünftige Kämpfe gegen Rivalen aus der Spitzengruppe des Mittel-, Super-Mittel-, Halbschwergewichts und anderer Gewichtsklassen.“