Boxen

Brähmer muss ins Gefängnis

Ein Jahr und vier Monate. Als Profiboxer Jürgen Brähmer das aus dem Mund des Richters hörte, muss es schon ein kleiner Schock gewesen sein. Das Amtsgericht in Schwerin auf jeden Fall sah den Tatbestand der Körperverletzung und Beleidigung als erwiesen an. Die Konsequenz für den Weltmeister: schwedische Gardinen!

Damit folgte das Gericht nach elf Verhandlungstagen fast der Forderung der Staatsanwaltschaft, die den Mecklenburger am liebsten für 18 Monate weggesperrt hätte. Man sprach den 31-Jährigen schuldig, im Mai 2008 in einer Schweriner Bar handgreiflich geworden zu sein und eine ähnliche Tat im September des gleichen Jahres wiederholt zu haben.

Die Anwälte des Weltmeisters kündigten sofort nach dem Urteilsspruch Berufung an. Auch Promoter Klaus-Peter Kohl glaubt weiterhin an die Unschuld seines Schützlings.

Zwar ist das Urteil noch nicht rechtskräftig, dennoch könnte es für den bereits vorbestraften Brähmer nun das vorzeitige Karriereende bedeuten.