Boxen

Boxkommission verbietet Staredown zwischen Fury und Wilder

Deontay Wilder und Tyson Fury (Foto: Ryan Hafey/Premier Boxing Champions)

Am Freitag werden sich Deontay Wilder und Tyson Fury für ihren Schwergewichts-Rückkampf einwiegen, doch zu dem für die Waage typischen Staredown wird es dabei nicht kommen. Nachdem sich die Schwergewichte schon auf der Pressekonferenz am Mittwoch ins Gehege kamen, hat die Boxkommission Nevadas beschlossen, keinen weiteren Staredown zu erlauben.

„Der Grund für diese Entscheidung der Kommission ist die Pressekonferenz am Mittwoch, die für sich selbst gesprochen hat“, wird NSAC-Geschäftsführer Bob Bennett von ESPN zitiert. „Die handgreiflichen Auseinandersetzungen der beiden Kämpfer, die nicht gestellt waren, sind nicht bezeichnend für den Box-Sport als eine der großen Sportarten. Daher ist ein weiterer Staredown nicht im besten Interesse der Gesundheit und Sicherheit für Kämpfer, Publikum und das Event.“

Fury und Wilder gerieten auf der Pressekonferenz am Mittwoch bereits aneinander und gingen auf der Bühne in Las Vegas direkt aufeinander los, bevor sie von Sicherheitskräften wieder getrennt werden mussten. „Diese Bilder, dass sich zwei professionelle Athleten herumschubsen und eventuell jemand verletzt werden könnte, entspricht nicht dem Bild eines großen Sports und wir sind ein großer Sport“, so Bennett weiter.

Ein Umdenken der Boxkommission Nevadas, die in der Vergangenheit immer wieder Bilder von sich gegenseitig schubsenden Kämpfern auf der Bühne ertragen musste, wobei sich dabei vor allem UFC-Kämpfer hervortaten. 2014 kam es bei einem Staredown vor UFC 178 zwischen Jon Jones und Daniel Cormier fast zu einer handfesten Schlägerei und die Ereignisse um Conor McGregor und Khabib Nurmagomedov vor und nach ihrem UFC-Titelkampf führten auch zu Kritik an der Kommission.

Promoter Bob Arum unterstützte das Vorgehen der Kommission in diesem Fall. „Wenn dieser Kampf einen Staredown benötigt, um sich zu verkaufen, haben wir unseren Job nicht gemacht“, sagte er ESPN. „Es wird Fotos geben, nur eben keine Gegenüberstellung. Die Kommission hat realisiert, dass Boxen mit ESPN und Fox im Rücken wieder zu einem bedeutenden Sport wird und wir werden das nicht versauen, weil sich Typen nach der Waage herumschubsen oder prügeln.“