Boxen

Blaschke: „Dem Sieger die Anerkennung, dem Verlierer die Achtung“

Björn Blaschke (2.v.r.) möchte wieder jubeln. (Foto: Marc Schmid/kampfsportzentrum-schmid.de)

Für Boxprofi Björn „Diamond“ Blaschke wird es am kommenden Samstag wieder ernst. Bei It's Fight Time trifft der Reutlinger auf den Lokalmatador Milad Hassan Zadah (Team Fight Time). Die Rollen scheinen klar verteilt zu sein, denn aufgrund der Vorleistungen geht Blaschke als Favorit in diesen Kampf. Wie es der Schwabe selbst sieht und welche Pläne er für die Zukunft verfolgt, das hat er uns im Interview verraten.

Groundandpound.de: Björn, am 18. Oktober wirst du bei It's Fight Time in Darmstadt in den Ring steigen. Wie laufen die Vorbereitungen?
Björn Blaschke: Die Vorbereitungen laufen bestens. Ich habe nach dem Kampf in Zürich, den ich unentschieden geboxt habe über acht Runden, nur eine Woche Pause gemacht!

Dein Gegner wird Lokalmatador Milad Hassan Zadeh sein. Was weißt du über ihn und wie schätzt du ihn ein?
Mein Trainer sagte zu mir, dass wir schon mal Sparring gemacht hatten, als ich zu Gast in Darmstadt war. Mir ist er nicht in Erinnerung geblieben, deswegen kann ich zu meinem Gegner nicht viel sagen.

Was glaubst du, auf welchen Kampf du dich wirst einstellen müssen?
Mein Gegner wird sich schon akribisch darauf vorbereiten, allerdings ich auch. (lacht)

Von der Erfahrung her bist du klarer Favorit. Eine Rolle, die du auch gerne annimmst?
Damit habe ich kein Problem.

Wenn man den Gegner nicht wirklich kennt, wie gestaltet sich da die Vorbereitung?
Wir haben immer einen Plan. Nach dem Kampf sehen wir, ob er aufgegangen ist oder nicht.

Zadeh konnte dich bei deinem letzten Kampf in Filderstadt studieren. Welchem Björn Blaschke wird er in Darmstadt gegenüberstehen?
Auf jeden Fall nicht so einem wie in Filderstadt.

Machen wir es kurz. Björn Blaschke besiegt Milad Hassan Zadeh, weil…
Björn Blaschke an sich und sein Trainerteam glaubt.

Stellst du dich in der Vorbereitung auf einen Kampf speziell auf den Gegner ein oder bleibt da alles beim Alten?
Ich werde mir Ratschläge vom Trainer geben lassen.

Studierst du dabei deinen Gegner via Video oder verlässt du dich da ganz auf das, was dein Trainer dir mit auf den Weg gibt?
Wenn's im Internet was zu schauen gibt, werde ich reinschauen, ansonsten konzentriere ich mich auf mich.

Wie sieht dein Trainingspensum aus, wenn du dich auf einen Kampf vorbereitest?
Ich trainiere täglich zwei Mal und dabei wechseln sich verschiedene Trainingselemente natürlich ab. Das kommt eben immer ganz auf den anstehenden Kampf und den Gegner an.

In der Höhle des Löwen anzutreten – für dich kein Problem. Kann sowas auch ein Stück weit motivierend sein, gerade dem Lokalmatadoren eins auszuwischen?
Schwerer ist es, zuhause mit dem Druck klarzukommen. Ich bin eigentlich immer gleich nervös, weil wenn die Nervosität wegbleibt, werde ich mit dem Boxen aufhören. Es ist wichtig, in der Vorbereitung den Druck aufzubauen.

2011 hast du dich im Kampf um den WBF-Intercontinental-Titel gegen Ben Nsafoah nach Punkten geschlagen geben müssen. Ist er ein Kandidat, gegen den du gerne nochmal boxen möchtest?
Ich freue mich, wenn der Kampf nochmals zustandekommen würde. Aber eigentlich denke ich von Kampf zu Kampf, alles andere macht sowieso keinen Sinn.

Mittlerweile bist du 36 Jahre alt – kein Grund für einen Boxer, die Handschuhe an den Nagel zu hängen. Hast du dir trotz allem schon Gedanken darüber gemacht, wie lange du noch aktiv boxen möchtest?
Natürlich kommt das auf, wie lang ich noch aktiv boxen möchte. Solange ich den Erfolg verspüre, noch mithalten kann, ich mich noch fit fühle, werde ich nicht aufhören zu boxen.

Möchtest du deinem Gegner Milad Hassan Zadeh noch ein paar Worte mit auf den Weg geben?
Dem Sieger die Anerkennung und dem Verlierer die Achtung!

Zum Abschluss hast du jetzt noch die Möglichkeit, ein paar Worte an die Leser und deine Fans zu richten.
Vielen Dank an euch für das nette Interview, macht so weiter. Vielen Dank an meine Frau Manuela, die IMMER an meiner Seite steht, an meine Trainer, Fans, dass sie mich immer lautstark unterstützen. Ganz besonderen Dank an meine Sponsoren, weil ohne die es nicht möglich wäre, dieses Pensum an Training zu absolvieren.