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Anthony Joshua zieht Rückkampf-Klausel gegen Ruiz Jr.

Anthony Joshua (li.) bekommt den sofortigen Rückkampf gegen Andy Ruiz Jr. (Foto: SkySports)

Andy Ruiz Jr. muss sich nach seinem sensationellen Sieg am vergangenen Wochenende erneut Anthony Joshua stellen. Der entthronte Engländer zog wenige Tage nach seiner ersten Niederlage die Klausel für einen direkten Rückkampf. Der Kampf soll Ende des Jahres stattfinden.

„Es gab keinen Grund, zu warten“, wird Joshuas Manager Eddie Hearn bei ESPN zitiert. „Wir haben darüber gesprochen und es wird passieren. AJ will keinen anderen Kampf, warum also 30 Tage lang warten? Jeder will Klarheit. Wir haben uns zusammengesetzt und es war sofort klar, dass wir uns nicht nach etwas Anderem umsehen. Der Rückkampf ist der Fight, den wir brauchen und das werden wir tun.“

Anthony Joshua hatte am vergangenen Samstag sein langerwartetes Debüt in den USA gegeben und dabei prompt seine drei WM-Titel der WBA, IBF und WBO gegen Andy Ruiz Jr. verloren. Nachdem der Engländer in der dritten Runde den ersten Niederschlag landen konnte, ging er im weiteren Verlauf gleich vier Mal zu Boden, bevor der Ringrichter den Kampf schließlich in der siebten Runde abbrach und Andy Ruiz Jr. zum Sieger erklärte.

Für Ruiz, der nur vier Wochen vor dem Kampf für den gedopten Jarrell Miller eingesprungen war, ein historisches Ereignis, schließlich wurde er damit zum ersten mexikanischen Schwergewichtsweltmeister. Der Amerikaner mit mexikanischen Wurzeln rechnete direkt nach dem Sieg mit einem Rückkampf, in den er mit einer kompletten Vorbereitung gehen kann.

„So wie ich das sehe, mit dem ganzen Speck, den ich rumschleppe, werde ich jetzt richtig in Form kommen und wie der mexikanische Anthony aussehen, wenn wir das nächste Mal kämpfen“, scherzte Ruiz nach dem Kampf. „Wir haben es geschafft. Das kann mir keiner nehmen. Keiner. Ich habe die Welt geschockt. Jetzt muss ich noch härter arbeiten und ein Vermächtnis aufbauen. Ich werde diese Gürtel nicht mehr loslassen.“