Boxen

Alexander Povetkin positiv auf Meldonium getestet

Ist Alexander Povektin ein Doping-Sünder oder wurden lediglich Restspuren gefunden? (Foto: Wende/Sauerland Event).

Russische Spitzensportler scheinen momentan nicht besonders gut dazustehen. Gefühlt fast jeden Tag hört man aktuell von einem neuen Doping-Verdacht aus Russland. So jetzt auch beim russischen Schwergewichtsboxer Alexander Povetkin.

Povetkin soll das seit Anfang des Jahres verbotene Mittel Meldonium genommen haben. Dieses Mittel wurde schon der russischen Tennisspielerin Maria Sharapova zum Verhängnis. Der für den 21. Mai angesetzte Kampf gegen den WBC-Champion Deontay Wilder ist somit in Gefahr. Das Management und die WBC stehen deswegen noch in Verhandlungen.

Die Voluntary Anti-Doping Association (VADA) informierte die WBC über den Befund. VADA-Präsident Dr. Margaret Goodman sagte: „Wir haben die WBC über den positiven Befund vom 27. April  unterrichtet. Es handelt sich um eine geringe Menge des verbotenen Mittels Meldonium. Er kann die Öffnung der B-Probe beantragen. Zudem möchte ich darauf hinweisen, dass wir nicht das Recht haben, einen Kampf abzusagen. Das können nur die zuständigen Kommissionen.“

Auch Povetkins Manager meldete sich zu Wort und verteidigte seinen Kämpfer: „Ja, er hat Meldonium noch bis zum vergangenen September genommen. Damals stand es aber noch nicht auf der Verbotsliste. Nachdem die Regeländerung im September bekannt gegeben wurden ist, hörte er sofort auf, dieses Mittel zu nehmen. Durch die lange Einnahme des Mittels befinden sich logischerweise noch Restspuren in seinem Körper.“

Bisher gingen die Forscher davon aus, dass sich Meldonium nach kurzer Zeit vom Körper selber abbaut. Diese Meinung wurde durch Studien wiederlegt, weshalb die Welt-Anti-Doping-Agentur stellenweise ihre Suspendierungen aufhob.  Die WBC äußerte sich bisher noch nicht.