Boxen

Ahmet Öner mit Bewährungsstrafe

Das Hamburger Amtsgericht hat Arena Box-Chef Ahmet Öner zu einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten verurteilt. Zudem muss er eine Geldstrafe von € 120.000 an die Staatskasse zahlen.

Öner musste sich für 16 Straftaten vor Gericht verantworten, darunter Körperverletzung, Erpressung, Nötigung, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Für Öner ist dies bereits die dritte Freiheitsstrafe die zur Bewährung ausgesetzt wird.

Eigentlich forderte der Staatsanwalt eine zweijährige Bewährungsstrafe. Dazu kam es aber nicht, da Öner eine psychotherapeutische Behandlung im Sinne eines Anti-Aggressionstraining aufgenommen hat und auch fortsetzen will, was sich auf das Urteil strafmildernd auswirkte. Die Geldbuße von 120.000 Euro muss innerhalb von drei Jahren beglichen werden, worauf die monatlichen Raten auf 3.500 Euro festgelegt wurden. Noch zu Beginn des Prozesses hatte Öner erklärt das die Geldstrafe ihn nicht schmerzt. Jetzt allerdings wollten weder er noch seine Verteidiger sich zum Urteil äußern.
Zu Last wurden dem ehemaligen Profi-Boxer u.a. die Attacken auf Vertreter des Hamburger Universum Boxstalls. Dort soll Öner Universum Chef Klaus-Peter Kohl erpresst und dessen Schwiegersohn Dietmar Poszwa bedroht haben. Im Sommer des vergangenen Jahres verübten dann bisher Unbekannte einen Anschlag auf Öner und schossen ihm dabei ins Bein, wie Sport.de in Erfahrung brachte.