Boxen

Ärger für Marco Huck

Marco Huck und Denis Lebedev (Foto via Sauerland).

Am 18. Dezember konnte WBO Cruisergewichtsweltmeister Marco Huck seinen Titel umstritten gegen Pflichtherausforderer Denis Lebedev verteidigen. Lebedev unterlag dem Sauerland-Boxer mit 1:2 Punktrichterstimmen. Medien, Zuschauer und sogar Teamkollegen Hucks, wie Arthur Abraham, sahen jedoch den Russen als rechtmäßigen Sieger. Huck und sein Stall feierten dennoch den Sieg und fühlten sich als rechtmäßige Sieger.

Nun könnte es jedoch sein, dass das Team Sauerland sich zu früh gefreut hat. Die World Boxing Organisation (WBO), unter deren Aufsicht der WM-Kampf lief, kündigte an, das Urteil der Wertungsrichter noch einmal zu prüfen. Dazu ließ sich der Verband bereits Aufzeichnungen des Kampfes und weitere relevante Dokumente zukommen. Dies berichtete nun Lebedevs Manager Vladimir Hryunov.

Bereits kurz nach dem Kampf äußerten einige Offizielle der WBO mit dem Ergebnis unzufrieden zu sein und Lebedev daher seinen Status als Pflichtherausforderer behalten lassen zu wollen. Nach einer eingehenden Prüfung des Weltverbandes wäre es nun durchaus möglich, dass Huck sich einem unmittelbaren Rückkampf gegen Lebedev stellen muss, während er sich beim bloßen Beibehalten des Pflichtherausforderer-Status Lebevs einige Zeit lassen und vorher freiwillig unterklassige Wahlgegner boxen könnte.

Eine komplette Revision des Urteils ist im Übrigen so gut wie ausgeschlossen. Wann genau ein Urteil der WBO zu erwarten ist, ist bislang nicht bekannt.