Häufig gestellte Fragen

Werden MMA-Kämpfe in Deutschland im Fernsehen übertragen?

Die UFC lief mehrere Jahre auf Premiere und DSF/Sport1, doch im März 2010 entzog die Bayerische Landeszentrale für Medien (BLM) die Sendeerlaubnis. Bis Januar 2014 gewährt die UFC ihren Fans in Deutschland über die Videoplattform UFC.tv kostenlose Livestreams zu allen Veranstaltungen. Seit Januar 2014 wird nur noch das Vorprogramm kostenlos ausgestrahlt.

Manche MMA-Organisationen aus Deutschland übertragen ihre Veranstaltungen live per Webstream, andere laden die Videos im Anschluss auf einem der gängigen Videoportale hoch. Im Fernsehen lief bislang noch keine deutsche MMA-Veranstaltung.

Wieso finden MMA-Kämpfe in einem „Käfig“ statt?

Der „Käfig“ dient in erster Linie dem Schutz der Sportler. In einem Ring, wie er beispielsweise im Boxsport eingesetzt wird, bestünde die Gefahr, dass die Sportler im Eifer des Gefechts durch die Ringseile hindurchfallen – was tatsächlich auch schon vorgekommen ist. Der „Käfig“ bewirkt, dass die Sportler den Kampf nur auf der dafür vorgesehenen Matte austragen.

Aufgrund der martialischen Wirkung des „Käfigs“ und der damit verbundenen abschreckenden Wirkung finden die meisten MMA-Kämpfe in Deutschland noch in einem Ring statt. In Nordamerika hingegen ist der „Käfig“ seit den Anfangstagen des MMA-Sports etabliert.

Wie viele Todesfälle gab es bislang im Zusammenhang mit dem MMA-Sport?

Seit 1993 sind drei Todesfälle bekannt, die in unmittelbarem Zusammenhang zu regulierten MMA-Veranstaltungen stehen: Sam Vasquez starb am 30. November 2007 in Houston, Texas, USA an einem Subduralhämatom, das durch ein Schädel-Hirn-Trauma entstand, welches er 42 Tage zuvor in einem MMA-Kampf erlitten hatte. Michael Kirkham verstarb am 28. Juni 2010 in Aiken, South Carolina, USA zwei Tage nach einem MMA-Kampf, in welchem er regelwidrig zum Hinterkopf geschlagen wurde, an einer Subarachnoidalblutung. Tyrone Mims verstarb am 11. August 2012 in Mount Pleasant, South Carolina, USA wenige Stunden nach einem MMA-Kampf. Die Todesursache blieb ungeklärt.

Sechs weitere Menschen starben seit 1993 in Zusammenhang mit MMA-Veranstaltungen, die nicht reguliert wurden: Douglas Dedge (16. März 1998 in Kiew, Ukraine), Lee (12. Mai 2005 in Samsong-dong, Südkorea), Mike Mittelmeier (27. April 2012 in Bolivien), Dustin Jenson (24. Mai 2012 in Rapid City, South Dakota, USA) und Felix Pablo Elochukwu (7. April 2012 in Port Huron, Michigan, USA).

Wie viele deutsche Sportler haben bereits in der UFC gekämpft?

Seit 1993 haben vier deutsche Sportler in der UFC gekämpft: Dennis Siver (21. April 2007-5. Juli 2008, seit 17. Januar 2009), Peter Sobotta (13. Juni 2009-13. November 2010), Pascal Krauss (seit 13. November 2010) und Sheila Gaff (27. April 2013-12. August 2013). Darüber hinaus trat der gebürtige Brasilianer Carlos Eduardo Rocha (13. November 2010-8. Juni 2012) für Deutschland in der UFC an. Am 11. April 2014 wird Alan Omer in der UFC debütieren.

Was ist „Ultimate Fighting“?

Der Begriff „Ultimate Fighting“ wird in den Medien gerne als Bezeichnung für Mixed Martial Arts verwendet – dies ist allerdings falsch. Mixed Martial Arts ist eine junge Kampfsportart, die „Ultimate Fighting Championship“ deren weltweit größter Veranstalter. „Ultimate Fighting“ als Kampfsport gibt es nicht.

Ist der MMA-Sport so etwas wie Profi-Wrestling?

Nein. Profi-Wrestling ist eine Mischung aus Stuntshow und Seifenoper, die Wrestling-Kämpfe werden vorher abgesprochen. MMA-Kämpfe sind echt. Nichts ist abgesprochen, nichts geschauspielert.