Geschichte & Entwicklung des MMA-Sports

Die erste Veranstaltung der Ultimate Fighting Championship (UFC) legte 1993 den Grundstein für den modernen Mixed-Martial-Arts-Sport. Die Idee, unterschiedliche Kampfkünste miteinander zu verbinden, reicht jedoch bis 600 v. Chr. zurück. In diesem Bereich ergründen wir die Anfänge und die Entwicklung der Kampfkünste von den alten Griechen bis zur Gründung der UFC.

Pankration – Der Kampfsport der alten Griechen

Im antiken Griechenland fanden Schlachten häufig in Schluchten, Tälern und Gebirgspässen statt – mit schwerer Infanterie auf engstem Raum. Die griechischen Männer kannten sich mit Nahkampf aus, schließlich war der Militärdienst für jeden Polis-Bürger verpflichtend.

In Friedenszeiten vergnügten sich die Griechen mit sportlichen Wettkämpfen, die meist den Hintergrundgedanken hatten, die griechischen Männer auf den Krieg vorzubereiten. Der Kampfsport Pankration (gr.: „Allkampf“) bzw. Pancratium fügte sich hier nahtlos ein. 648 v. Chr. soll er bei den 33. Olympischen Spielen eingeführt worden sein. Bei den Zuschauern war er sehr beliebt: Die Griechen sahen in diesem Zweikampf den ultimativen Test von Stärke und Technik.

Das Pankration setzte sich aus Ringen (Pale) und Boxen (Pygme) zusammen. Erlaubt waren sämtliche Schlag- und Tritttechniken, Würfe, Würgegriffe und Hebel. Im Gegensatz zum Boxen trugen die Kämpfer keine Bandagen – sie trugen nicht einmal Kleidung.

Im Kampf verboten war: Beißen, Angriffe gegen die Genitalien und dem Gegner den Finger in Auge, Nase oder Mund zu stechen. Die Kämpfe endeten durch KO, Aufgabe oder den Tod eines Kämpfers. Zum Zeichen der Aufgabe musste ein Kämpfer einen Finger heben.

Aufgrund mangelnder Quellenlage ist bis heute unklar, wer das Pankration erfunden hat. Die Griechen schreiben es Theseus zu, einem der berühmtesten Helden der griechischen Mythologie. Er soll ohne sein Schwert gegen den Minotaurus gekämpft und es dadurch erfunden haben.

Von Rittern und Samurai

Das Pankration ist der erste historisch nachgewiesene Kampfsport. Der moderne MMA-Sport lässt sich aber noch eher auf zwei Kampfkünste zurückführen, die erst im Mittelalter entstanden – auf zwei Kontinenten gleichzeitig.

In Europa herrschte eine Zeit des Chaos, als die germanischen Stämme nach dem Niedergang des Weströmischen Reichs das Zepter der Macht übernahmen. Aus den Trümmern entstanden neue Mächte wie Frankreich, England, Spanien und das Heilige Römische Reich. Persönliche und politische Beziehungen änderten sich laufend.

Auf der anderen Seite der Welt waren die japanischen Inseln in viele verschiedene Königreiche unterteilt und durch ein ähnliches Netz von komplexen politischen, wirtschaftlichen und persönlichen Beziehungen verbunden.

Sowohl in Japan als auch in Europa befand sich ständig irgendwer mit irgendwem im Krieg. Dadurch entstanden Kriegerklassen. Die lokalen Herrscher im Osten und im Westen gaben den Kriegern im Austausch für ihren Dienst Land und Bauern. Diese Krieger mussten ihre Nahrung nicht mehr selbst ernten, sondern konnten sich voll und ganz dem Kriegstraining widmen. Sie schufen ihre eigenen Kriegerkulturen mit einzigartigen Praktiken und Ideologien.

In Japan nannten sie sich Samurai und hielten sich an einen ungeschriebenen Verhaltenskodex: Bushido. In Europa hießen sie Ritter. Beide Gruppen setzten im Kampf Schwerter, Lanzen und andere Waffen ein – und beide trugen Rüstungen, die Hiebe und Stiche von den schwersten Waffen aushielten.

Schläge und Tritte waren im Nahkampf gegen eine Rüstung wirkungslos – Wurftechniken waren gefordert, und die funktionierten selbst dann, wenn beide Krieger noch ihre Waffen trugen. Ein Krieger konnte seinen Gegner auf den Boden werfen, wo sich seine Rüstung nachteilig gegen ihn auswirkte. Ehe der Geworfene wieder auf den Beinen war, hatte der Werfende genug Zeit, die Schwachstellen in der Rüstung auszumachen und sie zu attackieren.

In Japan hieß diese Kunst, den Gegner zu Fall zu bringen „Jujitsu“ – im deutschsprachigen Raum „Ringen am Schwert“ oder „Kampfringen“.

Viele Techniken dieser Kampfkünste waren sich nicht nur ähnlich, sie waren identisch. Lange bevor Europäer und Japaner Kontakt hatten, schrieb Flos Duellatorum ein Kampfhandbuch, welches Techniken enthält, die ebenso auch im Jujitsu zu finden sind. Die Europäer und die Japaner entwickelten völlig unabhängig voneinander dieselben Techniken und Prinzipien.

Als in Japan eine Zeit des Friedens anbrach, öffneten viele arbeitslos gewordene Samurai Kampfkunstschulen, in denen sie ihr Jujitsu unterrichten. Während sich die Japaner in ihrem Land einkesselten, expandierten die Europäer und bereisten auf ihren Schiffen die Welt. An Bord dieser Schiffe waren nicht nur Entdecker und Kaufleute, sondern auch Ringer. An Land forderten sie oftmals Ringer aus den jeweiligen Gebieten heraus. Durch diese Erfahrungen vermischten sich die europäischen Ringkampfstile mit denen aus dem Nahen Osten und Indien.

Als Gewehre und Pistolen ihren Einzug ins Kriegswesen hielten, war der Nahkampf nicht mehr zeitgemäß. 1873 begann Kaiser Meiji, seine Armee nach modernem westlichem Vorbild zu gestalten. Drei Jahre später hatten die Samurai jegliche Privilegien verloren. Das Jujitsu der Samurai wäre vermutlich in Vergessenheit geraten, wäre da nicht ein Mann namens Jigoro Kano gewesen. Kano beschäftigte sich intensiv mit der komplexen Kampfkunst und formte sie zu dem modernen Kampfsport, den wir als Judo kennen und der heute auf der ganzen Welt gelehrt wird.

In Europa fing man viel früher an, die Hieb- und Stichwaffen durch Schusswaffen zu ersetzen. Das „Ringen am Schwert“ war unnötig geworden. Das waffenlose Ringen entwickelte sich zu einer Sportart weiter. Es entstanden unter anderem das Freistilringen sowie das Catch-Wrestling, eine Ring- und Bodenkampfkunst mit Aufgabegriffen.

Die Nachfolger von Jujitsu (Judo) und Kampfringen (Catch-Wrestling) trieben die Entwicklung anderer Kampfkünste voran – allerdings auf anderen Kontinenten.

Judo und das brasilianische Jiu-Jitsu

Mitsuyo Maeda, einer der besten Schüler von Jigoro Kano, war nicht nur ein Meister im Judo. In Europa nahm er an Catch-Wrestling-Kämpfen teil und trainierte diesen Stil ebenfalls. Die Techniken brachte er seinen Schülern bei, unter denen sich auch der junge Brasilianer Carlos Gracie befand. 1925 eröffnete Gracie in Rio de Janeiro seine eigene Akademie; seine ersten Schüler waren seine jüngeren Brüder Oswaldo, Gastao, George und Helio

Da Helio ein „Schwächling“ war, konnte er nicht alle Techniken durchführen – ihm fehlte einfach die Körperkraft dazu. Daher konzentrierte er sich mehr auf die Hebelkraft und auf das Timing. Durch viel Ausprobieren entwickelte er mit seinen Brüdern die Bodenkampfkunst „Gracie Jiu-Jitsu“, die später als „brasilianisches Jiu-Jitsu“ einen weltweiten Siegeszug feierte.

Das Catch-Wrestling als Vorreiter in Japan

Unter dem Begriff „Catch-Wrestling“ werden verschiedene Ringkampfstile zusammengefasst, die in unterschiedlichen Regionen der Welt unterschiedliche Ausprägungen hatten. Gemeinsam haben sie, dass es nicht nur darum geht, den Gegner auf die Matte zu werfen und dort festzuhalten, sondern ihn auch mit Hebeltechniken und Würgegriffen zur Aufgabe zu zwingen.

Einer der bekanntesten Catch-Wrestler war Karl Gotch. Die Nazis hatten ihn in Deutschland in mehrere Arbeitslager gesteckt, doch gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er befreit. Nur drei Jahre später nahm er in den Disziplinen Freistilringen und griechisch-römisches Ringen an den Olympischen Spielen 1948 teil. Anschließend trainierte er mehrere Jahre Catch-Wrestling im berühmten Gym von Billy Riley und bestritt in Europa Profi-Wrestling-Kämpfe. Deren Ausgang war zu der Zeit, Anfang der Fünfzigerjahre, schon oftmals vorherbestimmt. Eine Tatsache, die Gotch nicht sonderlich zusagte.

In den Sechzigerjahren kämpfte und trainierte Gotch in den USA. Da er sich nicht immer an die Absprachen hielt, wurde er dort zur „persona non grata“ und ging nach Japan. In Japan wurde Gotch in kurzer Zeit sehr populär und er gewann mehrere Titel. Nach seinem Rücktritt fing er an, andere Profi-Wrestler zu trainieren, darunter den später legendären Antonio Inoki. Inoki kämpfte gerne gegen Vertreter anderer Kampfstile, beispielsweise Judoka und Karateka. Meist waren diese Kämpfe abgesprochen, aber sie spielten bei der Entwicklung der Mixed Martial Arts in Japan dennoch eine bedeutende Rolle.

Inwiefern Gotch die Entstehung die Entstehung des Mixed Martials Arts in Japan beeinflusste, erfahren Sie weiter unten.

Die Anfänge der interdisziplinären Kämpfe

Welcher Kampfstil ist der beste, effektivste, überlegenste? Diese Frage beschäftigt Kampfkünstler und Kampfsportler seit Jahrhunderten. Um sie zu lösen, fanden immer wieder Vergleichskämpfe statt, in denen ein Vertreter des einen Stils gegen einen Vertreter des anderen Stils antrat. Solche Vergleichskämpfe legten den Grundstein für die erste Veranstaltung der Ultimate Fighting Championship (UFC), bei welcher es genau um die Lösung der obigen Frage ging.

Teil 1: Boxer gegen Ringer

Der erste Vergleichskampf zwischen einem Boxer und einem Ringer in den USA ereignete sich 1887. John L. Sullivan, der amtierende Box-Weltmeister im Schwergewicht, kämpfte gegen William A. Muldoon, den ungeschlagenen Weltmeister im griechisch-römischen Ringen. Muldoon gewann den Kampf innerhalb von zwei Minuten. Ende der Neunzigerjahre des 19. Jahrhunderts kämpfte Bob Fitzsimmons, ein späterer Box-Weltmeister im Schwergewicht, gegen den Deutsch-Amerikaner Ernest Roeber, einen Europameister im griechisch-römischen Ringen. Im September 1901 schlug der einstige Weltmeistertitelherausforderer Frank „Paddy“ Slavin den späteren Ringer-Weltmeister Frank Gotch in Kanada KO.

1936 besiegte der Profi-Wrestler Ray Steele den Schwergewichtsboxer Kingfish Levinsky in 35 Sekunden. 1963 ließ der amerikanische Meister im Judo, Gene Le Bell, den Profiboxer Milo Savage in einem Würgegriff einschlafen. 1976 trafen in Japan zwei Legenden aufeinander, der Box-Weltmeister Muhammad Ali und der Profi-Wrestler Antonio Inoki. Ihr Kampf resultierte nach 15 Runden in einem Unentschieden.

Teil 2: Die „Gracie Challenge“ hält Einzug in das brasilianische „Vale Tudo“

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in Brasilien in Zirkussen und auf Festen ein aufregendes Nebenprogramm: „Vale Tudo“, aus dem Portugiesisch mit „alles geht“ übersetzt. Das „Vale Tudo“ war ein Kampf zwischen zwei Männern, die meist unterschiedliche Kampfstile hatten. Die Kämpfer repräsentierten weniger sich selbst, sondern vielmehr ihren Kampfstil oder ihre Akademie.  Es gab weder Regeln noch Gewichtsklassen oder Titelgürtel – der sportliche Charakter fehlte.

Die Entstehung von „Vale Tudo“ lässt sich nicht auf ein bestimmtes Ereignis zurückführen. Vielmehr entwickelte es sich über die Jahre aus dem Catch-Wrestling und Profi-Wrestling heraus, welche zuvor das Nebenprogramm gebildet hatten und größtenteils noch immer bildeten.

Carlos Gracie wollte die „Vale Tudo“-Vergleichskämpfe nutzen, um die Effektivität des Gracie Jiu-Jitsu zu beweisen. Er entwickelte die „Gracie Challenge“, eine offene Herausforderung zu einem „Vale Tudo“-Kampf gegen ein Mitglied der Gracie-Familie. Carlos und seine Brüder kämpften zwischen 1920 und 1960 gegen Kämpfer aus dem Boxen, Capoeira, Judo, Ringen und Profi-Wrestling. Fast immer gingen sie als Sieger hervor.

Der schmächtige Helio Gracie kämpfte bevorzugt gegen große und schwere Gegner, um zu zeigen, dass sich Technik immer gegen Kraft durchsetzt. 1934 erkämpfte er ein Unentschieden gegen den riesigen Profi-Wrestler Wladek Zbyszko. Wenige Monate später zwang er den japanischen Profi-Wrestler Taro Miyake zur Aufgabe. 1951 ließ er Yukio Kato, welcher damals als zweitbester Judoka der Welt galt, in weniger als sechs Minuten in einem Würgegriff einschlafen.

Ebenfalls 1951 bestritt er seinen denkwürdigsten Kampf, gegen den Japaner Masahiko Kimura, der für einen der besten Judoka aller Zeiten gehalten wurde. Kimura kündigte siegessicher an, er würde den kleineren und älteren Helio zum Sieger erklären, wenn der es länger als drei Minuten mit ihm aushalten würde. Nach dreizehn Minuten brach Kimura dem tapfer kämpfenden Helio mit einem Schulterhebel den Arm. Carlos gab den Kampf im Namen von Helio auf. Trotz dieser Niederlage wuchs der Respekt vor der Gracie-Familie. Diese wiederum ehrte Kimura, indem sie der Technik, die er gegen Helio angewandt hatte, in ihrer Kampfkunst seinen Namen gab.

Während sich die Vertreter des Gracie Jiu-Jitsu und des Judos immer gegenseitig respektierten, entfachten Vertreter einer neuen Kampfsportart in den Vierzigerjahren des 20. Jahrhunderts eine erbitterte Rivalität, die bis heute besteht.

1940 besiegte Euclydes „Tatu“ Hatem den Jiu-Jitsu-Kämpfer George Gracie in einem „Vale Tudo“-Kampf mit einem Schulterhebel. Tatu war ein Catch-Wrestler, der seine Ringkampftechniken mit Judotechniken verband. Er nannte seinen Kampfstil „Luta Livre“, zu Deutsch etwa „freier Kampf“. Tatu und seine Schüler, die zu großen Teilen aus der Arbeiterklasse stammten, verzichteten auf das Tragen eines Judo-Anzugs. Im weiteren Gegensatz zum Judo und BJJ setzten sie intensiv Beinhebel und Fußhebel ein.

Die Luta-Livre-Vertreter kämpften aggressiver und körperbetonter als die BJJ-Vertreter, welche der Überzeugung waren, dass ausschließlich die Hebelkraft entscheidend war. In den folgenden Jahrzehnten entlud sich die Rivalität zwischen Jiu-Jitsu und Luta Livre in zahllosen „Vale Tudo“-Kämpfen, sowohl in riesigen Hallen als auch in Kampfsportschulen, Hinterhöfen und den Stränden von Rio de Janeiro.

Die Geburtsstunde des japanischen MMA-Sports

Satoru Sayama, ein Schüler von Karl Gotch, entwickelte sich zu einem der größten Profi-Wrestler Japans. Sayama hasste die häufigen Streitereien darum, wer aus einem Kampf als Sieger hervorgehen darf und warum. Also beschloss er 1986, nicht abgesprochene Profi-Wrestling-Kämpfe zu veranstalten. Seine erste Amateur-Veranstaltung nannte er „Shooto“. Die Kämpfer trugen keine Faustschützer, weswegen Faustschläge zum Kopf verboten waren – lediglich Angriffe mit der offenen Hand waren erlaubt. Auf dem Boden durfte überhaupt nicht geschlagen werden.

1989 hielt Shooto die erste Profi-Veranstaltung ab. Die Kämpfer trugen nun Faustschützer und durften zum Kopf schlagen. Die Organisation entwickelte ein Aufbausystem für den Nachwuchs, über das sich Kämpfer vom Amateurlevel zum Profilevel hochkämpfen konnten. Anfang der Neunzigerjahre ähnelte das Shooto schon sehr dem heutigen MMA-Sport.

Noch ein Schüler Gotchs, Akira Maeda, hatte 1991 eine Profi-Wrestling-Liga gegründet, die sich ab etwa 1995 zu einer Mixed-Martial-Arts-Liga wandelte: RINGS. Dort sammelten spätere Stars wie Randy Couture, Fedor Emelianenko, Dan Henderson und Antonio Rodrigo Nogueira erste Erfahrungen im Ring.

Neben Shooto und RINGS hatte Gotch auch Einfluss auf eine weitere japanische MMA-Organisation. Yoshiaki Fujiwara, auch er ein Schüler Gotchs, machte seine beiden Schüler Masakatsu Funaki und Minoru Suzuki mit Gotch bekannt. Die Profi-Wrestler Funaki und Suzuki trainierten auch Catch-Wrestling. Sie wollten „echte“ Kämpfe veranstalten, und so gründeten sie ihre eigene Organisation. Schläge auf dem Boden waren zunächst nicht erlaubt, und man durfte im Stand nur mit der offenen Hand schlagen, nicht aber mit der Faust. Gotch schlug ihnen vor, ihre Organisation „Pancrase“ zu nennen –  in Anlehnung an den Kampfsport der alten Griechen, das Pankration.

Inspiration erhielten Funaki und Suzuki von einem amerikanischen Profi-Wrestler, der mit ihnen für die Profi-Wrestling-Liga Fujiwara Gumi antrat: Ken Shamrock. 1992 bestritt er bei Fujiwara Gumi einen echten Kampf gegen den Thaibox-Champion Don Nakaya Nielsen. Shamrock zwang Nielsen in einer Minute mit einem Schulterhebel zur Aufgabe – die Zuschauer waren begeistert. Dadurch kamen Funaki und Suzuki von der Überzeugung ab, dass die Zuschauer nur abgesprochene Profi-Wrestling-Kämpfe sehen wollen und keine echten sportlichen Wettkämpfe.

Ihre erste Veranstaltung hielten sie am 21. September 1993 ab und selbstverständlich traten sie auch selbst an. Suzuki gewann sein Debüt mit einem Armhebel, Funaki unterlag Shamrock im Hauptkampf durch einen Würgegriff. Shamrock gewann am 14. Oktober und am 8. November zwei weitere Male bei Pancrase. Nur vier Tage nach seinem letzten Sieg nahm er in den USA an einer Veranstaltung teil, die die Kampfsportwelt in den kommenden Jahren auf den Kopf stellen würde: die Ultimate Fighting Championship.

Ultimate Fighting Championship

Die Ultimate Fighting Championship (UFC) ist heute die größte Veranstaltungsreihe im MMA-Sport. Ihre Gründung im Jahr 1993 war der Auftakt zur Entwicklung des MMA-Sports, wie wir ihn heutzutage kennen. In diesem separaten Artikel erfahren Sie alles über die Entwicklung, den Aufstieg, den Abstieg und den Höhenflug der Ultimate Fighting Championship.