Vorberichte

WLF: China vs. Deutschland

Die chinesische Organisation WLF war in der Vergangenheit bereits mehrfach mit Kämpfern und Kämpferinnen in Deutschland zu Gast. Auch umgekehrt war es in den vergangenen Monaten und Jahren ebenfalls der Fall. Jetzt aber wird es zu einem Vergleichskampf beider Länder kommen.

Denn am kommenden Freitag heißt es in Zhengzhou: China vs. Deutschland. Aus diesem Grund hat sich ein Team, bestehend aus vier Kämpfern und einer Kämpferin, auf den Weg in Richtung China gemacht. Unter den beiden Trainern Kamal El Amrani und Lutz Burmester werden Danijel "Fresh Prince" Solaja, Dennis Wosik, Rafik "The Kickboxer" Habiat, Kevin Burmester sowie Meryem Uslu die nationalen Farben unseres Landes vertreten und versuchen den Sieg mit in die Heimat zu bringen. Auch wenn dieses Vorhaben alles andere als einfach werden dürfte. Denn dass die Chinesen sehr unbequeme Gegner sind, das haben sie in der Vergangenheit bereits öfters unter Beweis gestellt und das nicht nur, wenn sie zu Hause kämpften.

Den Auftakt bei der Veranstaltung wird Kevin Burmester aus dem X`ite Gym in Trittau machen. Nach einer längeren, selbstauferlegten Pause will Burmester wieder richtig durchstarten und wird dabei auf Wang Pengei treffen. Geht es nach den bisher bestrittenen Kämpfen, dann liegt der Vorteil klar bei Burmester. Mit 46-5 gegenüber 9-4 hat der Hamburger auf dem Papier die Nase klar vorne. Allerdings muss dies nicht unbedingt etwas zu bedeuten haben, wie man bereits bei Kämpfen der Chinesen in Deutschland feststellen konnte.

Ihm wird Rafik Habiat folgen, welcher auf Lu Jianbo treffen wird. Habiat stand zuletzt bei It`s Fight Time in Aschaffenburg im Ring und konnte sich dort über Vincent Foschiani nach Punkten behaupten. Daher sollte der Darmstädter genug Selbstvertrauen getankt haben, um auch in China eine starke Leistung abzurufen. Denn die wird er auch brauen, wenn ein Sieg gegen Jianbo folgen soll. Für Habiat wird es der erste, richtige internationale Auftritt sein und man wird abwarten müssen wie der 25-jährige damit umgehen wird.

Mit Kämpferinnen aus China hat Meryem Uslu bereits öfter Bekanntschaft gemacht. Immerhin sicherte sich die Hamburgerin in ihrer Heimstadt den vakanten WM-Titel der WLF mit einem deutlichen Punktsieg. Dass sie diesen auch zu Recht trägt, möchte Uslu mit einem Sieg über Lokalmatadorin Huang Li unter Beweis stellen. Doch die Chinesin weiß, ein Sieg gegen Uslu und vielleicht winkt ihr dann eine Chance auf den WM-Titel von Uslu.

Der jüngste im Feld wird der 19-jährige Dennis Wosik aus dem Amrani Palace in Oberhausen sein. Mit 35 Siegen aus 39 Kämpfen weist der Schützling von Kamal El Amrani eine beeindruckende Bilanz auf. Nur eine Verletzung verhinderte den Einsatz von Wosik beim K-1 Max Germany Grand Prix. Dieser fühlt sich aber mittlerweile wieder voll auf der Höhe und ist mehr als bereit für das Duell gegen Xie Lei. Der amtierende WCK-Champion weist eine Bilanz von 21 Siegen aus 33 Kämpfen auf und wird Wosik mit Sicherheit alles abverlangen.

Fehlt zu guter letzt noch "Fresh Prince" Danijel Solaja. Wie auch Uslu, hält Solaja den WM-Titel der WLF welchen er sich beim Day of Destruction in Hamburg sicherte. Für einen spektakulären Kampf ist Solaja immer gut und das hat sich auch bis nach China herumgesprochen. Gegen Wu Sihan muss Solaja zunächst einmal den Nachteil von 10cm in der Körpergröße wieder wettmachen. Da heißt es schnell an den Gegner, die Treffer setzen und wieder aus der Distanz. Ob er für den entscheidenden Punkt für das Team Deutschland sorgen wird?

WLF: China vs. Deutschland
17. Juni 2016
Zhengzhou, China

WLF-Rules
Danijel Solaja vs. Wu Sihan
Dennis Wosik vs. Xie Lei
Meryem Uslu vs. Huang Li
Rafik Habiat vs. Lu Jianbo
Kevin Burmester vs. Wang Pengfei

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