Vorberichte

Vorschau auf UFC 126

UFC 126 (Poster via Zuffa LLC)

Am 5. Februar findet UFC 126 in Las Vegas statt und die UFC hat für diesen Abend die großen Geschütze aufgefahren. Neben dem Titelkampf zwischen Anderson Silva und Vitor Belfort treten noch die Halbschwergewichtshoffnungen Jon Jones und Ryan Bader gegeneinander an. Dazu kommt es beim Kampf zwischen Rich Franklin und Forrest Griffin zum Aufeinandertreffen zweier beliebter ehemaliger Titelträger, da ist es natürlich verständlich, dass die anderen Kämpfe des Abends etwas untergehen, dabei findet man auch in den Vorkämpfen einige interessante Namen.

Donald Cerrone vs. Paul Kelly

So gibt eine der schillernsten Persönlichkeiten der inzwischen aufgelösten WEC an diesem Abend sein UFC Debüt: Donald „Cowboy“ Cerrone (13-3 (1)) trifft in seinem ersten Kampf im Octagon auf den UFC Veteranen Paul Kelly (11-3). Beide Kämpfer konnten jeweils vier ihrer letzten sieben Kämpfe gewinnen. Trotz dieser nicht gerade überzeugenden Bilanz fand sich Cerrone an der Spitze der Leichtgewichtsdivision der WEC wieder. Allerdings gelang ihm nie der große Wurf. In seinen Titelkämpfen gegen Jamie Varner  bei WEC 38 und gegen Ben Henderson bei WEC 43 und WEC 48 setze es jedes Mal eine Niederlage. Zuletzt gelang Cerrone jedoch ein Aufgabesieg gegen Chris Horodecki bei WEC 53. Davor konnte er sich bei WEC 51 mit einem Punktsieg über Varner für den verlorenen Titelkampf revanchieren.

Bei Kelly wechselten sich Niederlagen und Siege in letzter Zeit ab. So folgten auf seine Siege gegen Rolando Delgado und Matt Veach Niederlagen gegen Dennis Siver bzw. Jacob Volkmann. Zuletzt gelang Kelly bei UFC 123 ein Sieg gegen T.J. O’Brian, woraus sich für UFC 126 die Frage ergibt: Kann Kelly endlich das Muster durchbrechen und zwei Siege hintereinander einfahren?

Chad Mendes vs. Michihiro Omigawa

Den einzigen Federgewichtskampf des Abends bestreiten Chad Mendes (9-0) und Michihiro Omigawa (12-8-1). Beide Kämpfer reiten derzeit auf einer Erfolgswelle und wollen ihre Siegesserien bei UFC 126 weiter ausbauen. Während der immer noch ungeschlagene Mendes seine letzten vier Siege im WEC-Käfig einfahren konnte, war Omigawa zuletzt für DREAM aktiv. Bei DREAM 15 besiegte der Japaner Young Sam Jung und bei DREAM 16 Cole Escovedo - beide durch Aufgabe in der ersten Runde. Mendes ließ sich dagegen in seinen letzten beiden Kämpfen mehr Zeit: Sowohl gegen Cub Swanson als auch gegen Javier Vazquez stand er die kompletten 15 Minuten im Käfig. Für sein UFC Debüt wird sich Mendes wahrscheinlich einen vorzeitigen Sieg wünschen, aber auch der dritte einstimmige Punktsieg in Folge würde ihn sicherlich nicht aus der Bahn werfen.

Paul Taylor vs. Gabe Ruediger 

Sowohl Paul Taylor (10-6-1) als auch Gabe Ruediger (17-6) stehen bei UFC 126 mit dem Rücken zur Wand. Taylor, der noch bei UFC 99 gegen Peter Sobotta gewonnen hatte, musste seitdem Niederlagen gegen John Hathaway und zuletzt bei UFC 121 gegen Samt Stout einstecken und steht damit eine Niederlage vor dem Aus in der UFC. Für Ruediger sieht es nicht wesentlich besser aus: Nach einer Niederlage gegen Melvin Guillard bei UFC 63 schickte ihn die UFC zum ersten Mal nach Hause. Nach sechs Siegen in Folge in kleineren Organisationen erhielt er seine zweite Chance bei UFC 118 gegen Joe Lauzon. Allerdings musste Ruediger bereits nach zwei Minuten in einem Armhebel aufgeben. Eine weitere Niederlage würde wahrscheinlich für beide das Aus in der UFC bedeuten.

Norifumi Yamamoto vs. Demetrious Johnson

Bei UFC 126 kommt es zudem zum ersten Auftritt von Norifumi Yamamoto (18-3) unter dem UFC Logo. „Kid“ bekommt mit Demetrious Johnson (8-1) allerdings keinen leichten Gegner vorgesetzt. Der WEC-Veteran besiegte zuletzt Damacio Page bei WEC 52 durch einen Guillotine Choke. Davor konnte Johnson Nick Pace bei WEC 51 einstimmig nach Punkten besiegen.

Yamamotos erster Auftritt in der UFC wird von vielen mit Spannung erwartet, schließlich konnte „Kid“ zwischen 2002 und 2007 14 Siege hintereinander einfahren und dabei unter anderem solche bekannten Kämpfer wie Genki Sudo, Caol Uno und Royler Gracie durch (T)KO besiegen. Nach einer MMA Pause in 2008 musste Yamamoto allerdings zwei Niederlagen in Folge gegen Joe Warren und Masanori Kanehara einstecken, bevor ihm bei DREAM 14 ein KO-Sieg gegen Federico Lopez gelang.

Kyle Kingsbury vs. Ricardo Romero

Im einzigen Halbschwergewichtskampf unter den Vorkämpfen trifft TUF Veteran Kyle Kingsbury (9-2) auf Ricardo Romero (11-1). Nach seinem erfolglosen Auftritt in der achten Staffel von The Ultimate Fighter konnte Kingsbury zuletzt zwei Siege in Folge für sich verbuchen. Bei UFC 104 besiegte er Razak Al-Hassan und bei Ultimate Fight Night 22 Jared Hammann jeweils nach Punkten. Zudem konnte er für seinen Kampf gegen Hammann den Bonus für den Kampf des Abends mit nach Hause nehmen.

Romero hat dagegen erst einen Kampf in der UFC bestritten. Bei UFC 116 besiegte der Ring of Combat Veteran Seth Petruzelli durch einen Armhebel in der zweiten Runde. Für beide Kämpfer zählt nur ein Sieg, wenn sie sich in der stark besetzten Halbschwergewichtsdivision der UFC durchsetzen wollen.

Mike Pierce vs. Kenny Robertson

Im ersten Kampf des Abends bestreitet der ungeschlagene Kenny Robertson (10-0) sein UFC Debüt gegen Mike Pierce (11-3). Zuletzt besiegte Robertson John Kolosci bei Bellator 25 durch Aufgabe in der zweiten Runde. Dieser Sieg bringt ihm nun einen Kampf gegen den zuletzt zwei Mal siegreichen Pierce. Nach seiner Niederlage gegen Dauerherausforderer Jon Fitch bei UFC 107, besiegte er Julio Paulino bei UFC: Live on Versus 1 nach Punkten und zuletzt Amilcar Alves bei UFC 118 durch einen Armhebel in der dritten Runde. Wenn Pierce wirklich den von ihm nach UFC 117 geforderten Kampf gegen Thiago Alves haben will, dann ist ein Sieg gegen Robertson Pflicht.