Vorberichte

UFC Ottawa: Holt sich Al Iaquinta den Rückkampf mit Khabib?

Aufeinandertreffen der Top-Leichtgewichte in Ottawa (Quelle: Zuffa LLC)

Kaum eine Gewichtsklasse in der UFC ist derzeit so dicht besetzt wie das Leichtgewicht. Mit Tony Ferguson, Justin Gaethje und nicht zuletzt Conor McGregor buhlen zahlreiche Weltklasse-Athleten um die Chance auf einen Kampf mit Champion Khabib Nurmagomedov. Ein Kämpfer, dem diese Ehre bereits zuteilwurde, ist Al Iaquinta. Trotz eines einzigen Tages Vorbereitungszeit machte er gegen den Russen eine starke Figur und ging mit ihm über die volle Distanz. Mit einem Sieg über Donald Cerrone bei UFC Ottawa könnte sich der Schützling von Matt Serra erneut eine Chance auf das Gold verdienen.

Sowohl das Vorprogramm, als auch das Hauptprogramm von UFC Ottawa werden auf dem UFC Fight Pass übertragen, der ab 5,99 Euro monatlich auf ufc.tv erhältlich ist. Das Hauptprogramm wird zudem auf DAZN gezeigt. Ein Abo kostet dort monatlich 9,99 Euro, der erste Monat ist gratis. Für UFC-Events fallen keine weiteren Kosten an.

Anbei die Startzeiten:
Vorprogramm (ufc.tv): Samstag, 4. Mai, 23:00 Uhr
Hauptprogramm (ufc.tv/Dazn): Sonntag, 5. Mai, 02:00 Uhr

Der Main Event: Al Iaquinta vs. Donald Cerrone

50-43, 50-43 und 50-44: So beeindruckend sich diese Zahlen auch lesen, erzählen sie doch nicht die ganze Geschichte des Kampfes zwischen Khabib Nurmagomedov und Al Iaquinta (14-4-1). Obwohl der spätere Weltmeister weite Teile des Gefechts dominierte, machte es ihm Iaquinta alles andere als leicht und hatte seinerseits gute Momente im Stand. Diese Leistung wirkt umso imponierender, blickt man auf das Zustandekommen des Aufeinandertreffens. Nachdem der ursprüngliche Kontrahent Nurmagomedovs, Tony Ferguson, sich beim Sturz über ein Kabel verletzt hatte, sprang Federgewichtschampion Max Holloway nur wenige Tage vor UFC 223 ein. Die kurze Vorbereitung machte es ihm jedoch unmöglich, das geforderte Gewicht auf sichere Weise zu erbringen, sodass Nurmagomedov erneut ohne Gegner dastand. Auftritt Al Iaquinta: Nur einen Tag vor dem Event wurde der New Yorker aus seinem Kampf gegen Paul Felder abgezogen und in den Titelkampf gesteckt, wo er sich ein denkwürdiges Gefecht mit dem ungeschlagenen Russen lieferte.

Trotz der Niederlage litt sein Marktwert nicht. Im Gegenteil: Nachdem er zuvor fünf Siege in Folge, davon einen gegen Jorge Masvidal, eingefahren hatte, bekam es der 31-Jährige im vergangenen Dezember mit Kevin Lee zu tun. Gegen das „Motown Phenom“ zeigte Iaquinta die beste Leistung seiner Karriere und wurde folgerichtig mit einem einstimmigen Punktsieg belohnt. Bedenkt man seine vorherige Siegesserie sowie sein Auftreten im kurzfristigen Titelkampf, könnte der Immobilienmakler aus Long Island mit einer imposanten Vorstellung bei UFC Ottawa bereits ein gewichtiges Wörtchen in der Diskussion um ein Gefecht mit Nurmagomedov mitreden.

Auch sein Kontrahent Donald Cerrone (35-11-0(1)) hat bereits Erfahrungen in Titelkämpfen sammeln dürfen. Bereits in der WEC trat er zwei Mal um die Weltmeisterschaft an, musste sich jedoch gegen Jamie Varner und Benson Henderson geschlagen geben. Auch im dritten Versuch, diesmal in der UFC, hatte er gegen Rafael Dos Anjos kein Glück und wurde nach nur einer Minute zu Boden geschickt. Dennoch hat der „Cowboy“ seine Ambitionen noch nicht aufgegeben und kündigte jüngst an, sich endlich den Titel holen zu wollen, der ihm schon so lange verwehrt bleibt. Den Anfang auf diesem Weg machte er im Januar: Nach einem Sieg über Mike Perry im Weltergewicht kehrte er in seine angestammte Gewichtsklasse zurück, um dort den hochgelobten Alexander Hernandez mit einem Head Kick auf die Matte zu schicken. Der nächste Schritt soll nun gegen Al Iaquinta erfolgen.

Das weitere Programm

Mit sehr unterschiedlichen Ausgangslagen reisen die beiden Co-Hauptkämpfer des Abends nach Ottawa. Elias Theodorou (16-2) gewann fünf seiner letzten sechs Kämpfe und blickt mit drei Erfolgen auf seine längste Siegesserie in der UFC zurück. Derek Brunson (18-7) steht hingegen an einem Scheideweg in seiner Karriere. Nach dem wichtigsten Sieg seiner Laufbahn, einem Knockout gegen Lyoto Machida, wurde er  im vergangenen Jahr erst von Ronaldo „Jacaré“ Souza und dann von Israel Adesanya brutal ausgeknockt. Für den 35-Jährigen wird es in Ottawa darum gehen, nicht im Niemandsland des Mittelgewichts zu verschwinden oder gar seine Entlassung ausgehändigt zu bekommen.

Zuvor kämpft Cub Swanson (25-10) möglicherweise ebenfalls um seinen Verbleib beim Weltmarktführer. Der 35-Jährige stand Ende 2017, wie so oft in seiner Karriere, zwar noch am Rande eines Titelkampfes, wurde dann jedoch von Brian Ortega, Frankie Edgar und Renato Moicano eindeutig bezwungen. Gegen Shane Burgos (11-1), der bisher vier seiner fünf Kämpfe in der UFC siegreich bestreiten konnte, muss Swanson unter Beweis stellen, dass sich seine Karriere noch nicht in ihren letzten Zügen befindet.

Einen Härtetest erwartet Brad Katona (8-0). Der ungeschlagene Kanadier bekommt es mit Merab Dvalishvili (8-4) zu tun. Der Schützling von Matt Serra fuhr zuletzt einen einstimmigen Punktsieg gegen Terrion Ware ein und konnte dabei erstmals in der UFC zeigen, was in ihm steckt.

Das komplette Programm in der Übersicht:

UFC Fight Night 151
4. Mai 2019
Canadian Tire Centre, Ottawa, Kanada

Hauptprogramm (Dazn/ufc.tv)
Al Iaquinta vs. Donald Cerrone
Derek Brunson vs. Elias Theodorou
Shane Burgos vs. Cub Swanson
Merab Dvalishvili vs. Brad Katona
Walt Harris vs. Sergey Spivak
Marc-Andre Barriault vs. Andrew Sanchez

Vorprogramm (ufc.tv)
Macy Chiasson vs. Sarah Moras
Vince Morales vs. Aiemann Zahabi
Nordine Taleb vs. Kyle Prepolec
Kyle Nelson vs. Matt Sayles
Juan Adams vs. Arjan Bhullar
Mitch Gagnon vs. Cole Smith