Vorberichte

UFC Fight Night 83: Cowboy vs. Cowboy

Duell der Cowboys (Foto: Zuffa LLC).

Bevor die Vorfreude auf das Comeback der Spinne steigt, steht an diesem Wochenende noch eine UFC Fight Night an. Mit Donald „Cowboy“ Cerrone steht dabei einer der größten Fan-Lieblinge der UFC im Hauptkampf, und er trifft sogar auf sein brasilianisches Ebenbild: Alex Oliveira ist der brasilianische „Cowboy“ und ebenfalls immer für einen guten Kampf zu haben. Außerdem mit dabei: Cody Garbrandt, Dennis Bermudez und „Crusher“ Tatsuya Kawajiri.

Die UFC Fight Night 83 wird in Deutschland auf dem UFC Fight Pass gezeigt, der ab 5,99 Euro monatlich auf ufc.tv erhältlich ist.

Anbei die Startzeiten
Vorprogramm Teil 1 (UFC Fight Pass): Sonntag, 21. Februar, 23:30 Uhr
Vorprogramm Teil 2 (UFC Fight Pass): Montag, 22. Februar, 1 Uhr
Hauptprogramm (UFC Fight Pass): Montag, 22. Februar, 3 Uhr

Hauptkampf

Cowboy gegen Cowboy heißt es im Hauptkampf, wenn Donald „Cowboy“ Cerrone (28-7-0(1)) auf Alex „Cowboy“ Oliveira (14-2-1(1)) trifft. Nach den Doping-Anschuldigungen gegen Tim Means ist Ersatz-Gegner Oliveira eine eher ungewohnte Ansetzung für den etablierten Cerrone, das ist hier aber egal: Wenn zwei Cowboys ins Duell gehen, geht es nicht um Titelgürtel, sondern darum, wer als letztes steht.

Cerrone, wegen seines Kampfstils und einer, sagen wir, lebensbejahenden Mentalität seit jeher ein Fan-Liebling, wird hier nur zwei Monate nach seinem letzten Kampf wieder im Octagon stehen – im Dezember verlor der Veteran nach acht Siegen in Folge seinen Titelkampf gegen Rafael dos Anjos in einer knappen Minute. Für seine Chance auf den Gürtel musste Cerrone über ein halbes Jahr lang aussitzen – ziemlich zuwider seiner Natur. Nachdem der Titel aber nun fürs erste abgehakt ist, kann Cerrone in alte Gewohnheiten zurückfallen, und das heißt vor allem eins: So viele Kämpfe wie möglich.

Mit Alex Oliveira steht ihm dabei nun jemand gegenüber, der ein ähnliches Faible für harte Schlachten hat. Der Brasilianer verlor sein UFC-Debüt, für das er kurzfristig eingesprungen war, ist seitdem aber ungeschlagen. K.J. Noons, Joe Merritt und zuletzt Piotr Hallmann mussten sich dem „Cowboy“ geschlagen geben, vor allem der knallharte Knockout gegen Hallmann im November bleibt daraus in Erinnerung.

Co-Hauptkampf

Im zweiten Hauptkampf des Abends kommt es zum Generationenkampf: Derek Brunson (14-3) hat sich seit einem ereignislosen Debütsieg gegen Chris Leben Ende 2012 zu einem ernstzunehmenden Problem im Mittelgewicht entwickelt, Roan „Jucao“ Carneiro (20-9) dagegen kam vor einem Jahr nach langer Absenz zurück in die UFC und will hier auf einen schnellen Aufgabe-Sieg gegen Mark Munoz aufbauen.

Brunson, ein gelernter Ringer, hat im Laufe seiner mittlerweile sechs Kämpfe starken UFC-Karriere seine harten Fäuste entdeckt – 2015 mussten das Ed Herman und Sam Alvey erfahren, die jeweils in der ersten Runde auf die Bretter gingen.

Carneiro dagegen dürfte bereits froh sein, überhaupt wieder kämpfen zu können. Nach dem Comeback gegen Munoz sollte der Brasilianer eigentlich auf Gegard Mousasi treffen, verletzte sich jedoch in der Vorbereitung und wird somit ziemlich genau ein Jahr lang nicht im Octagon gestanden haben, wenn er in Pittsburgh die Stufen zum Käfig hochsteigt, in den Carneiro eine Erfolgsserie von sechs Siegen in Folge mitnimmt.

Restlicher Event

Die Fight Night aus Pittsburgh war schon nicht der bestbesetzte Event in der Geschichte der UFC, bevor eine Reihe Verletzungen, Krankheiten und Doping-Tests das Programm ausgebombt hat. Ein paar aufstrebende Talente und einige Kämpfe mit Action-Potential sind zum Glück noch geblieben.

So wird auf dem Hauptprogramm Cody „No Love“ Garbrandt (7-0) versuchen, seinen dritten UFC-Sieg in seinem dritten UFC-Kampf einzufahren. Augusto „Tanquinho“ Mendes (5-0) ist dazu kurzfristig für John Lineker eingesprungen und hat das Gewichtslimit verfehlt, unterschätzen sollte man den Ersatzmann trotzdem nicht. So viele Faktoren auch gegen den 32-Jährigen sprechen, der BJJ-Schwarzgurt ist auf der Matte eine Macht, belegt durch eine lange Liste an Erfolgen in diversen, hochkarätigen Grappling-Turnieren. Mit Garbrandts sechs Knockout-Siegen in sieben Kämpfen im Hinterkopf dürfte die Rollenverteilung in diesem Duell klar sein.

Dennis „The Menace“ Bermudez (14-5) war vor nicht allzu langer Zeit in einer ähnlichen Position wie Cody Garbrandt – Niederlagen an der Spitze der Gewichtsklasse gegen Ricardo Lamas und Jeremy Stephens haben den 29-Jährigen allerdings zurückgeworfen, sodass gegen den PRIDE-Veteranen Tatsuya „Crusher“ Kawajiri (35-8-2) jetzt ein Sieg her muss. Kawajiri hat zuletzt zwei Kämpfe hintereinander gewonnen – Punktentscheidungen gegen Dennis Siver und Jason Knight.


Anbei das gesamte Programm im Überblick:

UFC Fight Night 83: Cowboy vs. Cowboy
Sonntag, 21. Februar 2016
Consol Energy Center in Pittsburgh, Pennsylvania, USA


Hauptprogramm (UFC Fight Pass)
Donald Cerrone vs. Alex Oliveira
Derek Brunson vs. Roan Carneiro
Cody Garbrandt vs. Augusto Mendes
Dennis Bermudez vs. Tatsuya Kawajiri
Chris Camozzi vs. Joe Riggs
James Krause vs. Shane Campbell

Vorprogramm Teil 2 (UFC Fight Pass)
Alex Garcia vs. Sean Strickland
Daniel Sarafian vs. Oluwale Bamgbose
Anthony Smith vs. Leonardo Augusto Guimaraes
Jonavin Webb vs. Nathan Coy

Vorprogramm Teil 1 (UFC Fight Pass)
Marion Reneau vs. Ashlee Evans-Smith
Lauren Murphy vs. Kelly Faszholz
Anthony Hamilton vs. Shamil Abdurakhimov