Vorberichte

UFC 178 mit Johnson, Alvarez, McGregor u.v.m.

UFC 178 (Foto: Florian Sädler/Groundandpound.de)

UFC-Fans aus Las Vegas stehen einige aufregende Monate bevor. Nach UFC 178 am Samstag stehen in Sin City bis Ende Januar des nächsten Jahres ganze vier weitere UFC-Shows an, in denen die ganz großen Stars wie Anderson Silva, Jon Jones, Nick Diaz und Johny Hendricks antreten werden.

Mit Jon Jones gegen Daniel Cormier ist die unbestrittene Hauptattraktion dieses Events zwar im August wegen einer Knieverletzung Jones’ ausgefallen und in den Januar verschoben worden, das Programm kann sich aber immer noch mehr als nur sehen lassen. Wenn der einzige Titelkampf allgemein einer der am wenigsten erwarteten Duelle des Abends ist, sagt das zwei Dinge aus. Zum einen, dass das Fliegengewicht noch lange nicht im Mainstream angekommen ist und zum anderen, dass die ganze Veranstaltung von oben bis unten äußerst stark besetzt ist – so ist das gesamte Hauptprogramm in der offiziellen Top 15 der UFC vertreten.

UFC 178 kann in Deutschland über den UFC Fight Pass verfolgt werden, der ab 5,99 Euro monatlich im Abo auf ufc.tv erhältlich ist. Das Hauptprogramm kostet zusätzlich noch einmal 15,99 Euro (SD) bzw. 17,99 Euro (HD).

Demetrious Johnson vs. Chris Cariaso
Für Champion Demetrious Johnson wird der Kampf bei UFC 177 bereits die fünfte Verteidigung seit seinem Titelgewinn im September 2012. Nachdem "Mighty Mouse" im Bantamgewicht zuvor Dominick Cruz im Kampf um den Gürtel im Bantamgewicht unterlag, wechselte er ins Fliegengewicht, wo er sich nach einem anfänglichen Unentschieden im zweiten Versuch gegen Ian McCall durchsetzte und in einem geteilten Punktentscheid den Titel gegen Joseph Benavidez gewann. Titelverteidigungen gegen John Dodson, John Moraga, erneut Benavidez und zuletzt Ali Bagautinov bei UFC 174 folgten.

Nun geht es für den flinken 27-Jährigen gegen Chris Cariaso. Cariaso hat eine UFC-Bilanz von vier Siegen aus sechs Kämpfen seit seinem Wechsel ins Fliegengewicht. Nach einem Erfolg über Josh Ferguson musste er sich John Moraga und Jussier Formiga geschlagen geben, bevor er zuletzt drei Mal in Folge gegen Iliarde Santos, Danny Martinez und Louis Smolka triumphieren konnte. Jetzt greift er nach dem Titel.

Donald Cerrone vs. Eddie Alvarez
Im Co-Hauptkampf darf man ein Feuerwerk erwarten: Mit Donald „Cowboy“ Cerrone und Eddie „The Silent Assassin“ Alvarez hat die UFC zwei der besten Leichtgewichte der Welt aufeinander angesetzt, die sich mit einem Sieg am Samstag in unmittelbare Titelnähe bewegen könnten.

Cerrone würde sich mit einem Titelkampf einen lange gehegten Traum erfüllen. Seit Jahren gehört der „Cowboy“ unbestritten zur Weltspitze seiner Gewichtsklasse, ist bisher aber stets kurz vor dem Ziel gescheitert. So haben den begnadeten Thaiboxer Niederlagen gegen Nate Diaz, Anthony Pettis und Rafael dos Anjos immer wieder kurz vor dem Ziel aus der Bahn geworfen – momentan kann der „Cowboy“ jedoch vier gewonnene Kämpfe am Stück vorweisen, womit er sich einmal mehr in unmittelbare Nähe des Gürtels manövriert hat.

Mit Alvarez wird er nun einen Champion vor die Fäuste bekommen. Der ehemalige Bellator-Titelträger hat sich schon lange an der UFC interessiert gezeigt, seine Verpflichtung ist aber mehrmals an vertraglichen Schwierigkeiten gescheitert. Nun ist es doch noch soweit – Alvarez wird in der UFC debütieren, und zwar gleich im Co-Hauptkampf eines Pay per View-Events gegen einen hochkarätigen Gegner. Wer auch immer diesen Kampf gewinnt, dürfte am Sonntag einem Titelkampf ziemlich nah sein.

Conor Mc Gregor vs. Dustin Poirier
Der möglicherweise am sehnlichsten erwartete Kampf des Abends wird in der Federgewichtsklasse ausgetragen werden. Mit Conor „Notorious“ McGregor hat die UFC einen der potentiell größten Stars der nächsten Jahre in der Pipeline. Sein übergroßes Mundwerk beschert ihm sämtliches Potential, um es an den Kassen zu einer unverzichtbaren Dollar-Garantie zu bringen, jetzt muss daher nur noch die Leistung im Käfig stimmen. Und bisher tut sie das. Einem Erstrunden-K.o. gegen Marcus Brimage in seinem UFC-Debüt folgte ein weiterer gegen Diego Brandao, als die UFC im Juli zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder im irischen Dublin Station machte.

Sein Gegenüber Dustin Poirier gehört seit Jahren zur Weltspitzte. Der "Diamond" kann ebenso wie McGregor auf zuletzt drei Siege in Folge zurückblicken. Nachdem er vergangenes Jahr im Februar noch Cub Swanson nach Punkten unterlag, besiegte der 25-Jährige im Anschluss Erik Koch deutlich nach Punkten, bevor er Brandao und zuletzt im April Akira Corassani kampfunfähig schlug. Poirier, der bereits einmal kurz vor einem Titelkampf stand, im Ausscheidungskampf jedoch Chan Sung Jung unterlag, dürfte mit einem Erfolg über McGregor seine Titelambitionen erneut unterstreichen.

Tim Kennedy vs. Yoel Romero
Auch im Mittelgewicht werden zwei Kämpfer aus der Top Ten aufeinandertreffen. Tim Kennedy und Yoel „Soldier of God“ Romero haben in der UFC bisher durchgehend überzeugt und könnten sich mit einem weiteren Sieg endgültig an der Spitze etablieren.

Kennedy, ein ehemaliger Titelherausforderer bei Strikeforce, legte 2013 in der UFC einen misslungenen Start hin, als er Roger Gracie zunächst ziemlich ereignislos nach Punkten bezwang, bevor er mit Kommentaren über die Zahlungs-Situation in der UFC die Ungunst seiner Arbeitgeber auf sich zog. Mit einem K.o. gegen Rafael Natal und einem Punktsieg gegen Michael Bisping im April hat sich der ehemalige Elite-Soldat in der Zwischenzeit wieder rehabilitiert und will mit einem weiteren Sieg den nächsten Schritt in Richtung Titelkampf gehen.

In Vegas wird er dabei auf einen ähnlichen Kämpfertypen treffen – Yoel Romero ist ebenfalls ein Ringer mit harten Händen, allerdings mit einer weitaus längeren Erfolgsliste und noch einer Extraschippe Schlagkraft in den Fäusten. Für Kennedy dagegen spricht die Erfahrung.

Cat Zingano vs. Amanda Nunes
Einen Kampf nach der Rückkehr des Ex-Bantamgewichtschampions Dominick Cruz wird es auch im Bantamgewicht der Frauen ein lang erwartetes Comeback geben. Cat „Alpha“ Zingano debütierte im April 2013 mit einem T.K.o.-Sieg gegen Miesha Tate im Octagon und sicherte sich damit nicht nur einen Titelkampf gegen Ronda Rousey, sondern auch einen prestigeträchtigen Nebenjob als „The Ultimate Fighter“-Trainerin neben Rousey.

Eine Knieverletzung verhinderte dieses Vorhaben und Tate übernahm ihren Platz in der Reality-Show. Nachdem sich Zingano einer nötigen Operation unterzog, beging ihr Ehemann, BJJ-Schwarzgurt Mauricio Zingano, während ihrer Regenerationszeit Selbstmord. Er war erst 37 Jahre alt und hatte einen gemeinsamen Sohn mit der 32-Jährigen. Nach diesen Schicksalsschlägen will Zingano dort weiterzumachen, wo sie aufgehört hat: auf der Jagd nach dem Bantamgewichtsgold.

Ihr gegenüber steht Amanda Nunes. Die schlagstarke Brasilianerin konnte Sheila Gaff sowie Germaine de Randamie vorzeitig durch T.K.o. in Runde eins bezwingen und ist noch ungeschlagen in der UFC. Zuvor war die 26-Jährige bei Strikeforce sowie Invicta FC im Einsatz.

Anbei das gesamte Programm:

UFC 178: Johnson vs. Cariaso
Samstag, 27. Septemb
er 2014
MGM
Grand Garden Arean in Las Vegas, Nevada, USA

UFC-Titelkampf im Fliegengewicht:
Demetrious Johnson (c) vs. Chris Cariaso

Hauptprogramm
Donald Cerrone vs. Eddie Alvarez
Conor Mc Gregor vs. Dustin Poirier
Tim Kennedy vs. Yoel Romero
Cat Zingano vs. Amanda Nunes

Vorprogramm
Dominick Cruz vs. Takeya Mizugaki
Jorge Masvidal vs. James Krause
Patrick Coté vs. Stephen Thompson
John Howard vs. Brian Ebersole
Jon Tuck vs. Kevin Lee
Manvel Gamburyan vs. Cody Gibson