Vorberichte

UFC 125 am 1. Januar 2011

UFC 125 (Poster via Zuffa LLC)

Die UFC leitet das Jahr 2011 mit einem Titelkampf im Leichtgewicht ein, allerdings hat UFC 125 nicht nur den Kampf zwischen Frankie Edgar und Gray Maynard zu bieten. Bereits im Vorprogramm finden sich einige interessante Begegnungen.

Marcus Davis vs. Jeremy Stephens
Mit Marcus Davis (17-7) und Jeremy Stephens (18-6) treffen am 1. Januar zwei Kämpfer aufeinander, die immer für einen unterhaltsamen Kampf gut sind. Zusammen konnten sie vier Mal den Bonus für den Kampf des Abends und drei Mal den Bonus für den KO des Abends einstecken. Davis holte sich dazu noch ein Mal den Bonus für die Submission of the Night. Dass unterhaltsam nicht immer mit erfolgreich vereinbart werden kann, zeigen die Beiden aber auch. So konnte Davis nur einen seiner letzten vier und Stephens nur zwei seiner letzten fünf Kämpfe gewinnen.

Davis haben seine Niederlagen gegen Dan Hardy, Ben Saunders und zuletzt Nate Diaz dazu gebracht, vom Weltergewicht ins Leichtgewicht zu wechseln. Dort wird er nun von Stephens empfangen, der sich, nach Siegen gegen Justin Buchholz und Sam Stout, bei UFC 119 Melvin Guillard geschlagen geben musste. Beide Kämpfer werden an diesem Abend zeigen wollen, dass sie nicht nur unterhaltsam, sondern auch erfolgreich kämpfen können.

Josh Grispi vs. Dustin Poirier
Josh Grispi (14-1) und Dustin Poirier (8-1) sind WEC Veteranen, die bei UFC 125 ihren ersten Auftritt für die UFC haben werden. Poirier wird dazu sein Debüt im Federgewicht feiern, obwohl er in seinem letzten Kampf im Leichtgewicht bei WEC 52 gegen Zach Micklewright mehr als nur überzeugen konnte. Nicht mal eine Minute brauchte er um seinen Gegner durch TKO nach Hause zu schicken.

Grispi kann seinerseits auf eine Siegesserie von 10 Siegen in Folge zurückblicken. Vier davon konnte er in der WEC für sich verbuchen und dabei mit Jens Pulver den ehemaligen UFC Leichtgewichtschampion besiegen. Alle seine Siege kamen dabei in der ersten Runde zustande. Überhaupt ging bisher nur einer von Grispis Kämpfen über die erste Runde hinaus. Poiriers Kampfrekord liest sich ähnlich: Jeden seiner Siege konnte er vorzeitig für sich verbuchen, seine einzige Niederlage musste er nach Punkten einstecken. Sicherlich ein Grund warum er den Kampf in Las Vegas nicht in die Hände der Punktrichter geben will.

Phil Baroni vs. Brad Tavares
Mit Phil Baroni (13-12) steigt bei UFC 125 ein UFC Veteran ins Octagon. Seinen ersten Kampf für die Organisation bestritt er bereits bei UFC 30. Damals siegte er nach Punkten gegen Curtis Stout. Seitdem ist Baroni viel rumgekommen: Er kämpfte für Strikeforce, Elite XC, PRIDE FC und Cage Rage, nur um letztes Jahr wieder in der UFC zu landen. Diesen Umstand verdankt er seiner schillernden Persönlichkeit und seinen harten Schlägen, durch die er die Meisten seiner Siege einfahren konnte. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge im Weltergewicht, kehrt er am 1. Januar wieder ins Mittelgewicht zurück, um dort Brad Tavares (6-0) KO zu schlagen.

Tavares sicherte sich seinen Platz im UFC Kader durch seinen Auftritt in der elften Staffel von The Ultimate Fighter. Dort scheiterte er im Halbfinale am späteren Gewinner Court McGee. Dennoch lud ihn die UFC zu einem Kampf gegen Seth Baczynski in die Finalshow ein. Tavares gewann einstimmig nach Punkten und hat mit gerade mal 22 Jahren die Gelegenheit, einen bekannten Namen zu seiner Siegesserie hinzuzufügen.

Mike Brown vs. Diego Nunes
Außerdem treffen an diesem Abend noch der ehemalige Federgewichtschampion der WEC Mike Brown (24-6) und Diego Nunes (15-1) aufeinander. Nach zehn Siegen in Folge und dem damit einhergehenden Titelgewinn gegen Urijah Faber, musste Brown seinen Titel bei WEC 44 an den amtierenden Champion Jose Aldo abtreten. Anschließend besiegte er Anthony Morrison bei WEC 46, nur um bei WEC 48 von Manvel Gamburyan KO geschlagen zu werden. In seinem letzten Kampf gegen Cole Province sorgte Brown dann wieder für klare Verhältnisse, als er seinen Gegner nach gerade mal 1:18 Minuten durch TKO besiegte.

Nunos ist ebenfalls ein WEC Veteran, allerdings gingen alle seiner WEC Kämpfe über die volle Distanz. Nach seiner bisher einzigen Niederlage bei WEC 44 gegen LC Davis, besiegte er Raphael Assuncao bei WEC 49 und Tyler Toner bei WEC 51 nach Punkten. Ein Sieg gegen den ehemaligen Champion käme dem Brasilianer in seinem UFC Debüt gerade Recht.

Daniel Roberts vs. Greg Soto
Im Kampf zwischen Daniel Roberts (11-1) und Greg Soto (8-1) treffen zwei Bodenspezialisten aufeinander. Die Beiden verbindet außerdem, dass jeder von ihnen seine UFC Karriere mit einer Niederlage begonnen hat. Roberts konnte seitdem Siege gegen Forrest Petz und Mike Guymon für sich verbuchen, während Soto bei UFC 118 Nick Osipczak besiegte. Um in der dicht besetzten Weltergewichtsdivision nach oben zu steigen, zählt für beide nur ein Sieg.

Jacob Volkmann vs. Antonio McKee
Jacob Volkmann (11-2) darf bei UFC 125 nicht nur den Kampfabend beginnen, sondern auch den 40-jährigen Antonio McKee (25-3-2) in der UFC willkommen heißen. Dabei stand Volkmann nach Niederlagen gegen Paulo Thiago und Martin Kampmann in seinen ersten beiden UFC Kämpfen bereits vor dem Aus. Nach der Niederlage gegen Kampmann entschied sich Volkmann ins Leichtgewicht zu wechseln. Seit dem konnte er zwei Siege gegen Ronnys Torres und Paul Kelly feiern.

McKee kommt mit einer Serie von 15 Kämpfen ohne Niederlage in die UFC. Zuletzt besiegte er Luciano Azevedo durch TKO. Ein Sieg gegen einen weiteren erstklassigen Ringer, könnte McKee im Leichtgewicht weit nach oben bringen.

UFC 125: Resolution
1. Januar 2011
MGM Grand Garden Arena in Las Vegas, Nevada, USA

Leichtgewichtstitelkampf

Frankie Edgar (c) vs. Gray Maynard

Hauptkämpfe
Chris Leben vs. Brian Stann
Thiago Silva vs. Brandon Vera
Nate Diaz vs. Dong Hyun Kim
Takanori Gomi vs. Clay Guida

Vorkämpfe
Marcus Davis vs. Jeremy Stephens
Josh Grispi vs. Dustin Poirier
Phil Baroni vs. Brad Tavares
Mike Brown vs. Diego Nunes
Daniel Roberts vs. Greg Soto
Antonio McKee vs. Jacob Volkmann