Vorberichte

Respect.9 - Das Rennen geht los!

Am 13. April beginnt für die deutsche MMA-Großveranstaltung Respect Fighting Championship das Veranstalter-Jahr 2013. Im Bayer Sportcenter Dormagen, direkt vor den Toren Kölns gelegen und gerade einmal 20 km von Düsseldorf entfernt, soll Respect.9 nahtlos an den Erfolg des Vorjahrs anknüpfen. Seit heute früh um 10.00 Uhr ist der Vorverkauf eröffnet, und passend dazu verriet Respect.FC-Matchmaker Ben Helm GroundandPound exklusiv die ersten zwei Paarungen.   

Kampf um den Titel im Mittelgewicht
Nicolas Penzer (c) (Stuttgart) vs. Marcin Naruszczka (Polen)

Ein offenes Geheimnis, aber erst seit kurzem vertraglich unter Dach und Fach, ist das brisante Duell um den Mittelgewichtstitel. Der Pole Marcin Naruszczka verdiente sich den Titelkampf bei Respect.8 mit einem Sensations-Comeback gegen die Kölner Eisenfaust Abu Azaitar. Dieser schickte Naruszczka gleich im ersten Durchgang fünfmal auf die Bretter, vergaß aber einen entscheidenden Fakt, was den Polen angeht: Naruszczkas Schädel ist aus Granit.

Marcin Naruszczka in Aktion (Foto via: Uwe Tersek, youte.info)

Wie ein Golem richtete der Warschauer sich wieder und wieder auf, um gegen Ende der Runde noch den Spieß zu drehen und Azaitar einen tiefen Cut zuzufügen, dank dem er schlussendlich noch den schon verloren geglaubten Kampf gewann. Naruszczkas bisherige Kämpfe bei Respect.FC haben eins gezeigt: Seine Gelenke und Knochen mit Kraft zu verbiegen bringt nichts, er gibt nicht auf. Ihn zu Boden zu schlagen bringt nichts, er steht wieder auf. Er ist die unaufhaltsame Kraft.

Um da überhaupt etwas gegen ausrichten zu können, benötigt es schon des unbewegbaren Objekts. Nicolas Penzer aus Stuttgart sieht mit seinem schlaksigen Äußeren nur leider nicht wirklich danach aus, und der Spitzname „Panda“ trägt ebenfalls nicht dazu bei. Dass man den jungen Brazilian-Jiu-Jitsu-Experten aber niemals unterschätzen darf, weiß spätestens seit Respect.7 jeder.

Nicolas Penzer mit dem entscheidenden Armhebel (Foto via: Bas Uterwijk, basuterwijk.com)

Sein damaliger Gegner tat dies und musste nach nur 60 Sekunden Kampf in einem schmerzhaften Armhebel abklopfen. Penzers Raffinesse im Bodenkampf könnte sich sehr wohl als Kryptonit für Naruszczkas Materialschlacht-Kampfstil herausstellen, in einem spannenden Duell, bei dem zurecht Penzers Titel auf dem Spiel steht.

Superfight im Weltergewicht
Peter Angerer (Trochtelfingen) vs. Jörg Lothmann (Prüm)

Sie können es einfach nicht lassen. Eigentlich schon zurückgetreten vom aktiven MMA-Sport, aber immer noch juckt es den 44-jährigen Veteran in den Fäusten. Peter Angerer ist einer der wenigen Kämpfer in Deutschland, die man niemandem vorstellen müsste. Sollte man dies doch tun, hat der Gegenüber ein Stück MMA-Geschichte in Deutschland verpasst.

Peter Angerer (o.) 2007 in England im Octagon.

Angerer kann getrost als einer der Pioniere des MMA-Sports in Deutschland bezeichnet werden, da er zu Beginn des Jahrtausends als Veranstalter und Kämpfer seinen Teil dazu beitrug, aus dem Spektakel Free Fight den MMA-Sport zu schmieden. Herzblut und Schweiß investierte der gelernte Karate-Kämpfer und heutige „Shooto Germany“-Präsident, der im MMA und Karate die Welt bereiste und sich quer über den Globus der Creme de la Creme des Kampfsports stellte.

Erstmalig seit dem Jahr 2007 kämpft „Yamatodamashii“ wieder MMA auf heimischem Boden. Mit Jörg Lothmann aus der Eifel steht Angerer einem Mann gegenüber, der erst vor einem Jahr seine aktive MMA-Karriere begann, aber alles andere als ein Rookie ist. Lothmann ist Zeit seines Lebens Kampfsportler und hält, wie Angerer auch, den Schwarzgurt im Karate. Seit Jahren hat er sich aber schon dem Brazilian-Jiu-Jitsu verschrieben und könnte mittlerweile getrost als Grappler bezeichnet werden.

Jörg Lothmann Sekundenbruchteile nach dem Sensations-Knock-out (Foto via: Bas Uterwijk, basuterwijk.com)

Wäre da nicht sein Debüt im Respect-Ring gewesen. Der alternde Lothmann stand dem austrainierten und weit jüngereren Niederländer Jeffrey Waltmans gegenüber. Viele schauten  mitleidig auf Lothmann, doch zauberte er nach wenigen Sekunden einen gewaltigen Drehtritt aus dem Ärmel, der ihm einen sensationellen K.o.-Sieg bescherte.

Das Duell mit dem bis in die Haarspitze austrainierten Angerer verspricht ein spannender Showdown zweier hoch dekorierter Karateka zu werden, die ihr Spiel mit Brazilian Jiu-Jitsu verfeinert haben und der jungen Generation zeigen wollen, wozu die alte Garde noch im Stande ist.


Karten zu Respect.9 könnt ihr ab sofort im Vorverkauf unter www.respectfc.de bestellen.