Vorberichte

KSW 49: Materla will Revanche, Soldic vor Titelverteidigung

Roberto Soldic (re.) und Krystrian Kaszubowski vor ihrem Kampf bei KSW 49 (Foto: KSW)

Morgen geht bei der 49. Ausgabe von KSW in Gdansk wieder einmal im polnischen Käfig zur Sache. Die Organisation bietet dabei wieder einiges für ihre Fans auf. So wird ein neuer Champion im Mittelgewicht gekürt, Roberto Soldic verteidigt seinen Titel im Weltergewicht und ein neuer Herausforderer fürs Schwergewicht wird gesucht. Dazu gibt Martin Zawada möglicherweise seinen KSW-Abschied und Fitness-Influencer Erko Jun will den dritten Sieg holen.

KSW 49 findet am Samstag, 18. Mai statt und wird ab 19 Uhr live mit deutschem Kommentar auf BildPlus übertragen. Das Abo gibt es für 3,99 Euro im ersten Jahr, danach zum Preis von 7,99 Euro im Monat. Weitere Kosten fallen für den KSW-Event nicht an. Darüber hinaus wird KSW 49 zum Preis von 10 Euro auf der hauseigenen Streaming-Plattform KSWtv.com übertragen.

Gelingt Michal Materla (27-6) die Revanche gegen Scott Askham (17-4)? Diese Frage ist nicht nur für den Kämpfer, sondern auch für KSW essentiell, denn der Organisation gehen langsam aber sicher die polnischen Champions und Zugpferde aus. Der 35-jährige Pole ist zwar auch nicht mehr der Jüngste, nach dem Abschied von Mamed Khalidov jedoch zusammen mit dem sieben Jahre älteren Mariusz Pudzianowski der größte verbliebene Star im Kader. Umso wichtiger, dass er sich wieder auf den Thron im Mittelgewicht setzen kann.

Dabei muss er jedoch zum zweiten Mal am früheren UFC-Kämpfer Askham vorbei. Dieser zerlegte Materla vor 14 Monaten innerhalb einer Minute mit Body Kicks und sorgte für eine große Überraschung in Lodz. Seitdem konnten beide ihre Bilanz mit Siegen ausbauen. Materla bezwang Martin Zawada und gewann sein Halbfinale gegen Olympiaringer Damien Janikowski, Askham schlug den Hünen Marcin Wojcik K.o., natürlich eingeleitet durch einen Body Kick. Nun muss Materla zeigen, dass er aus der Vergangenheit gelernt hat, KSW würde es ihm danken.

Soldic vor erster Titelverteidigung

Zuvor will KSWs Champion im Weltergewicht Roberto Soldic (15-3) seinen Titel zum ersten Mal verteidigen. Der „Robocop“ gewann den Titel Ende des Jahres 2017 gegen Borys Mankowski in einer dominanten Vorstellung, verlor ihn jedoch im Anschluss überraschend an den Südafrikaner Dricus Du Plessis. Diese Scharte konnte Soldic im direkten Rückkampf bereits wieder auswetzen, nun will er den Titel zum ersten Mal verteidigen. Dabei geht es gegen den ungeschlagenen Krystian Kaszubowski (7-0).

Der Pole begann seine MMA-Karriere mit unscheinbaren Punktsiegen und legte zwischenzeitlich eine zweijährige Pause ein. 2017 legte der 24-Jährige dann den Turbo ein und feierte drei schnelle Siege in Serie, darunter gegen den Deutschen Christopher Henze und zuletzt im Dezember gegen Michal Michalski, gegen den er nach zweieinhalb Minuten einen Knockout feiern konnte. Nun will „Kris“ auch gegen Soldic ungeschlagen bleiben und in Gdansk für eine große Überraschung sorgen.

Zawada vor Abschied, Jun will nächste „Social-Media-Challenge“ gewinnen

Soldic ist dabei nicht der einzige Vertreter des Düsseldorfer UFD-Gyms in Gdansk. Denn auch der deutsche MMA-Pionier Martin Zawada (28-15-1) wird seinen dritten und womöglich letzten KSW-Kampf seit seinem Comeback vor einem Jahr bestreiten. Der „King Kong“ meldete sich 2018 mit einem technischen K.o. gegen Publikumsliebling Lukasz Jurkowski zurück, musste im Anschluss im Duell mit Polens MMA-Star Materla jedoch eine vorzeitige Niederlage einstecken. Nun kämpft er zum Abschluss seines Vertrags gegen den langjährigen UFC-Kämpfer Thiago Silva (21-9).

Und für die nötige Portion Spektakel hat sich KSW wieder einmal zwei Fitness-Influencer ins Programm geholt. Der UFD-Kämpfer Erko Jun (2-0), der in seinen ersten beiden KSW-Kämpfen bereits Schauspieler Tomasz Oswiecinski und den Rapper „Popek Monster“ K.o. schlagen konnte, darf nun gegen Akop Szostak (3-2 (1)), einem weiteren Social-Media-Star, ran, dessen KSW-Debüt im Oktober nach einem Stich in die Augen zum No Contest erklärt wurde. Antun Racic (22-8-1) komplettiert gegen Pawel Politylo (4-1) das UFD-Quartett.

Darüber hinaus finden sich wieder zahlreiche KSW-Veteranen im Programm. Der einstige Schwergewichts-Champion Karol Bedorf (15-4) will eine weitere Chance auf den Titel erkämpfen, muss davor aber erst einmal am UFC-Veteranen Damian Grabowski (21-5) vorbei. Dazu kämpft der frühere Federgewichts-Champion Artur Sowinski (19-10) gegen den langjährigen UFC-Kämpfer Norman Parke (26-6-1), der zuletzt schon den einstigen Weltergewichts-Titelträger Borys Mankowski besiegen konnte.

Das Programm in der Übersicht:

KSW 49
18. Mai 2019
Ergo Arena in Gdansk, Polen

Titelkampf im Mittelgewicht
Michal Materla vs. Scott Askham

Titelkampf im Weltergewicht
Roberto Soldic vs. Krystian Kaszubowski

Karol Bedorf vs. Damian Grabowski
Norman Parke vs. Artur Sowinski
Erko Jun vs. Akop Szostak
Martin Zawada vs. Thiago Silva
Antun Racic vs. Pawel Politylo
Michal Andryszak vs. Luis Henrique
Michael Dubois vs. Leszek Krakowski