Vorberichte

KSW 43: Soldic vor erster Titelverteidigung, Zawada will nächsten Sieg

Roberto Soldic (Foto: Dorian Szücs/GNP1.de)

KSW 43 steht vor der Tür. Im polnischen Wroclaw bietet Polens Top-Organisation neben einem Einsatz des Olympiaringers und Lokalmatadors Damian Janikowski gleich zwei Titelkämpfe an. In einem wird ein neuer Schwergewichtschampion gesucht, im anderen will Roberto Soldic seinen Titel behalten.

Champion werden ist eine, Champion bleiben eine ganz andere Sache. Nachdem Roberto Soldic (13-2) jahrelang in mehreren Organisationen der Jäger war, ist er nun bei KSW der Gejagte. Nachdem der 23-Jährige von einem Knockout zum nächsten durch Europa eilte, krönte sich der explosive Standkämpfer einen Tag vor Weihnachten gegen Borys Mankowski zum KSW-Champion. Mankowski wurde dabei schlichtweg verprügelt, seine Takedowns verpufften und nach drei Runden hatte er genug. Nun ist Soldic an seiner Stelle und muss seinen Gürtel zum ersten Mal verteidigen.

In Dricus Du Plessis (11-1) steht er nun einem südafrikanischen Grappler und Doppel-Champion bei EFC gegenüber. Der 24-Jährige ist genau wie Soldic ein Finisher und ging noch nie über die Distanz, wobei seine Gegner nicht mit Soldics Resümee mithalten können. Der Südafrikaner hat zuletzt vor dreieinhalb Jahren gegen Gareth McLellan verloren, der anschließend von der UFC verpflichtet wurde. Nachdem Soldic gegen Mankowski wie ein Kämpfer aus einer anderen Gewichtsklasse aussah, ist Du Plessis mit seinem Größenvorteil zumindest körperlich auf dem Level des Düsseldorfers.

Auch Soldics Teamkollege David Zawada (15-3) ist wieder bei KSW im Einsatz, auch wenn er derzeit keine großartige Perspektive hat. Für einen weiteren Titelkampf kommt er nicht in Frage, solange Soldic den Gürtel trägt. Somit kämpft Zawada am Samstag vor allem darum, seine KSW-Bilanz weiter auszubauen. „Sagat“ hat seine letzten beiden Niederlagen bei KSW kassiert, dazwischen aber sechs Kämpfe gewonnen und durch deutliche Siege über Robert Radomski und Maciej Jewtuszko seine Stellung bei der polnischen Organisation deutlich verbessert. Nun geht er als deutlicher Favorit in die Begegnung mit Lokalmatador Michal Michalski (6-2).

Im zweiten Titelkampf des Abends wird die Nachfolge von Marcin Rozalski ausgekämpft. Der Pole legte den Schwergewichtstitel ab und liegt seitdem im Clinch mit KSW. Um diese bewirbt sich Michal Andryszak (20-6). Der junge Pole ist seit sechs Kämpfen ungeschlagen und pulverisierte Ex-Champion Fernando Rodrigues Jr. innerhalb von 26 Sekunden. Nun stellt er sich dem Schwergewichts-Grappler Phil de Fries (14-6), der gleichzeitig sein KSW-Debüt gibt.

Der größte Star im Programm ist jedoch Damian Janikowski (2-0). Der Olympia-Ringer betritt zum dritten Mal den Käfig von KSW und hat zudem ein Heimspiel in Wroclaw. Janikowski gewann Bronze im griechisch-römischen Stil bei den Spielen von London, 2017 gab er sein MMA-Debüt bei KSW. Nachdem er im Dezember Altmeister Antoni Chmielewski bezwang, steht er nun der „Black Mamba“ Yannick Bahati (7-3) aus England gegenüber, der bereits BAMMA- und EFC-Champion war. Alles andere, als ein Sieg des Lokalmatadors würde allerdings überraschen.

KSW 43 findet am Samstag in Breslau statt. Die Übertragung des Events beginnt ab 19 Uhr auf KSWTV und ran Fighting.

Das Programm im Überblick:

KSW 43
14. April 2018
Wroclaw, Polen

Titelkampf im Weltergewicht
Roberto Soldic vs. Dricus du Plessis

Damian Janikowski vs. Yannick Bahati

Titelkampf im Schwergewicht
Michał Andryszak vs. Phil De Fries

Artur Sowinski vs. Salahdine Parnansse
David Zawada vs. Michał Michalski
Lukasz Chlewicki vs. Norman Parke
Kamil Selwa vs. Antun Racic
Maciej Kazieczko vs. Maciej Kaliciński