Vorberichte

Innferno FC 4: Mokoyoko gegen Pastuch im Titelduell von Innsbruck

Mick Mokoyoko (Foto: Alexander Petzel-Gligorea/GNP1.de)

Am Samstag geht Innferno in seine vierte Runde. Im Congress von Innsbruck werden dabei insgesamt neun Profi-Kämpfe mit österreichischer und internationaler Beteiligung veranstaltet. Zwei Mal steht ein Gürtel auf dem Spiel, hinzu gesellen sich zahlreiche alte Bekannte der Innsbrucker Liga.

Vier Wochen nach seinem GMC-Comeback feiert Mick Mokoyoko (8-9-1) seine Auslands-Premiere bei Innferno in Österreich. Das Kölner Urgestein kämpfte in seiner zehnjährigen Karriere in Deutschland so ziemlich gegen jedes Weltergewicht von Rang und Namen, lieferte sich dabei harte Schlachten und spannende Duelle. Dazwischen geriet er jedoch durch Absagen seiner Gegner oder Verletzungen immer wieder aus der Spur, sodass er im Käfig noch einiges nachzuholen hat und noch lange nicht fertig ist. Mokoyoko brennt auf einen Sieg, erst recht, nachdem sein letztes Duell gegen Rene Runge nach Punkten verloren ging.

Doch leicht wird es für den Kölner in Innsbruck nicht, denn dort wartet Bodenspezialist Roberto Pastuch (9-5) auf ihn. Der gebürtige Argentinier ist im deutschsprachigen Raum gut bekannt, er gehörte jahrelang zum Frankfurter MMA Spirit und kämpfte etwa gegen Nick Hein oder Leo Zulic, bevor er nach Wien umzog, wo er nun den österreichischen UFC-Hoffnungsträger Aleksandar Rakic auf der Matte fit macht. Nach einer zweijährigen Pause kehrte Pastuch im Jahr 2017 auch selbst wieder ins aktive Geschehen zurück und stand seitdem fünf Mal im Käfig, wobei er seine letzten beiden Kämpfe dabei gewinnen konnte. Nun kämpft der BJJ-Schwarzgurt zum ersten Mal um MMA-Gold.

Gaziev kämpft um Gold

Im zweiten Titelkampf steht Ayub Gaziev (10-3). Gaziev gehört bei Innferno bereits zum Inventar und hat auf jeder Veranstaltung gekämpft. Dabei kassierte überraschend zwei seiner drei Niederlagen, beide durch Submissions. Der Salzburger stand in diesem Jahr zwei Mal im Käfig, in Tschechien ging Lokalmatador Roman Vanicky nach einem Head Kick schlafen, bei der Cage Fight Series ließ er GMC-Veteran Danijel Arandelovic in einem Armhebel abklopfen.

Nun geht es in Dragan Pesic (17-19) gegen den zweiten GMC-Veteranen. Der Serbe hat mit 36 Jahren seine beste Zeit bereits hinter sich, was sich in vier schnellen Niederlagen allein in diesem Jahr widerspiegelt. Nun hofft Pesic, in Innsbruck zum Stolperstein für Gaziev zu werden und die Titelträume des 29-Jährigen platzen zu lassen.

Heigl, Dörrer und Co. in Aktion

Zwischen den Titelkämpfen steigt Lokalmatador Johannes „Johnny“ Heigl (2-2 (1)) wieder in den Käfig. Das Halbschwergewicht aus dem Innsbrucker MMA-IBK-Team hat bisher nur eine Innferno-Veranstaltung verpasst, das Glück war ihm dabei vor heimischer Kulisse bisher nicht hol. In seinem Innferno-Debüt vor vier Jahren unterlag er Mensur Alic. Im vergangenen Jahr kann es gegen Francisco de Souza nach einem unabsichtlichen Tieftritt zum Kampfabbruch ohne Wertung. Nun trifft er auf den serbischen Thaiboxer Aleksandar Krpic (0-1), der Mathias Martic kurzfristig ersetzt.

Der einzige Innferno-Champion im Programm steht zuvor im Käfig, ohne jedoch seinen Titel aufs Spiel zu setzen. Daniel Dörrer (7-8) kehrt nach drei Jahren nach Innsbruck zurück. Damals gewann er gegen Mario Dengg den Titel im Halbschwergewicht durch einen Head-Kick-Knockout. Am Samstag muss er sich eine Gewichtsklasse tiefer gegen Pavel Salcak (1-4) durchsetzen, einen tschechischen Amateurchampion, dem als Profi bisher aber das Pech an den Faustschützern klebte.

Top-Duell im Federgewicht

Hochklassig geht es im Federgewicht zu, wenn es zwischen Ahmed Vila (7-2 (1)) und Daniel Torres (8-4 (1)) zu einem internationalen Duell kommt. Vila verlor in seiner Karriere bisher nur gegen die UFC-erfahrenen Filip Pejic und Mads Burnell. In Innsbruck will der junge Bosnier neuen Anlauf nahmen. Auf der anderen Seite des Käfigs wartet der zweifache KSW-Kämpfer Torres aus Brasilien. Dieser unterlag vor einem Jahr Roman Szymanski in Polen und sollte anschließend auf Marcin Wrzosek treffen, verletzte sich jedoch vor dem Kampf und verließ daraufhin KSW wieder. Auf Torres‘ vorherige Niederlage folgten vier Siege, ob er in Innsbruck erneut den Grundstein einer Serie legt?

Österreichs Veteranen hoffen auf Siege

Zudem setzt Mensur Alic (4-2) seine Innferno-Serie fort, bisher war er Teil jeder Veranstaltung. Im vergangenen Jahr musste er sich dabei gegen Robert Valentin zum ersten Mal geschlagen geben. Gegen den ungeschlagenen Schweizer Fabio Quagliati (1-0) will er seine Innferno-Bilanz ausbauen.

Davor kommt es zum Doppelschlag zweier Kämpfer von den Ettl Bros., wenn die unbesiegten Bogdan Grad (2-0) und Florian Aberger (2-0) in den Käfig steigen. Die beiden sind nicht nur Teamkollegen in Graz, sondern vertraten auch die österreichischen Farben auf mehreren IMMAF-Turnieren. Beide können eine Bronzemedaille bei der Europameisterschaft ihr Eigen nennen. In Innsbruck geht es für Aberger gegen den Slowenen Ivan Karacic (1-4), Grad trifft auf den Rumänen Ion Voda (0-2).

Deutsches Duell in Innsbruck

Zu guter Letzt kommt es auch noch zu einem deutschen Vergleich. Dabei trifft Philipp Haarburger (3-1) auf den Rosenheimer Rinor Gashi (0-0). Haarburger geht für die Freiburger Fight Bros um den deutschen Altmeister Gregor Herb an den Start, sucht sein Heil allerdings im Stand, wo er als früherer Kickbox-Weltmeister natürlich seine Erfahrung ausspielen kann. Gashi entstammt der Martial Arts Academy und hat sich bisher nur als Amateur einen Namen gemacht, bestach dabei aber schon durch eine gefährliche Guillotine. In Innsbruck gibt er sein Profi-Debüt.

Das Programm im Überblick:

Innferno FC 4
5. Oktober 2019
Congress, Innsbruck

Titelkampf bis 74,5 Kilogramm
Mick Mokoyoko vs. Roberto Pastuch

Johannes Heigl vs. Aleksandar Krpic

Titelkampf bis 74 Kilogramm
Ayub Gaziev vs. Dragan Pesic

Daniel Dörrer vs. Pavel Salcak
Daniel Torres vs. Ahmed Vila
Mensur Alic vs. Fabio Quagliati
Florian Aberger vs. Ivan Karacic
Philipp Haarburger vs. Rinor Gashi
Bogdan Grad vs. Ion Voda