Vorberichte

GMC 18: Solmaz und Schiffarth führen starkes Programm an

Nur noch zwei Tage, dann findet am Samstag die 18. Ausgabe von GMC in der edel-optics-Arena Hamburgs statt. Deutschlands Top-Organisation hat dabei ein großes Programm auf die Beine gestellt, dass nur so vor Lokalmatadoren strotzt. Die Fans haben dabei schon ihren ersten Teil der Arbeit erfüllt, die Halle wird als ausverkauft vermeldet. Nun müssen nur noch die Kämpfer im GMC-Käfig für eine gute Stimmung auf den Rängen sorgen, allen voran Ömer Solmaz im Titelkampf gegen Felix Schiffarth.

GMC 18 wird am Samstag ab 17:30 Uhr live auf ran Fighting übertragen, die letzten beiden Kämpfe zudem im Free-TV auf ProSieben MAXX.

Wer wird der neue Federgewichts-Champion von GMC und tritt damit die Nachfolge von UFC-Veteran Taylor Lapilus und Lom-Ali Eskijew an? Die Antwort gibt es in Hamburg zwischen Ömer Solmaz und Felix Schiffarth. Hamburger Lokalmatador gegen Düsseldorfer Auswärtsfahrer, die Verhältnisse auf den Rängen dürften damit geklärt sein. Im Käfig könnte das schon anders aussehen.

Solmaz hat in den letzten drei Jahren einen schnellen Weg an die Spitze Deutschlands eingeschlagen und sich dabei Stück für Stück die Ranglisten nach oben gekämpft, wobei er mit Mike Engel und Marc Bockenheimer starke Veteranen bezwang und sich so bereits vor einem Jahr einen Titelkampf gegen Lapilus verdiente. Bis heute die einzige Niederlage Solmaz‘, der über die fünf Runden mit dem UFC-Kämpfer beweisen konnte, dass er bereit für große Aufgaben ist. Kein Wunder also, dass Solmaz nur einen weiteren Erfolg über den Schweden Fernando Flores benötigte, um erneut eine Chance auf den Titel zu erhalten.

Schiffarth kann von den Namen her noch nicht mit solch sportlichen Meriten glänzen. Der 25-Jährige mit dem bewegten Lebenswandel hat in seiner gesamten Karriere insgesamt keine zehn Runden im Käfig gestanden. An ihm selbst liegt das am wenigsten, immerhin konnte der Senkrechtstarter drei seiner vier GMC-Gegner vorzeitig besiegen und musste nur einmal über die komplette Distanz gehen. Der Sprung von Amir Safi und Alexander Wiens zu einem Kaliber wie Ömer Solmaz drängt Schiffarth auf dem Papier allerdings in die Außenseiterrolle. Nun ist es am „German Shaolin“, für eine große Überraschung zu sorgen und die Hamburger Halle zum Schweigen zu bringen.

Agaev will mit Heimvorteil in den Titelkampf

Um den Titel geht es auch beim Duell zwischen Selim Agaev und Anton Mor, zumindest um die Chance darauf. Die beiden Weltergewichte, die mit völlig unterschiedlichen Vorzeichen in den Käfig steigen, kämpfen in einem Herausforderer-Kampf über fünf Runden darum, Titelträger Kerim Engizek herauszufordern. Die Nominierung von Agaev überrascht dabei. Der Hamburger hat nicht nur seinen letzten Kampf in Kasachstan durch einen Armhebel verloren, auch seine GMC-Bilanz litt zuletzt. So stehen nach drei Kämpfen für die Organisation eine überraschende Niederlage gegen Joilton Santos und eine knappe gegen den zweifachen UFC-Kämpfer Marcin Bandel nur einem Sieg, der jedoch gegen Ozan Aslaner, gegenüber.

Letzteren kann allerdings auch Anton Mor vorweisen. Der Russe, der für das Duisburger „Gladiators MMA“-Team startet, feierte im Oktober in Köln sein GMC-Debüt gegen Aslaner und sicherte sich in einem hochklassigen und spannenden Duell den knappen Punktsieg nach drei Runden. Nun muss der immer noch unbesiegte 23-Jährige gegen Agaev noch eine Schippe drauflegen und sich fünf Runden lang gegen Agaev und das Hamburger Publikum beweisen, wenn er den Titelkampf will.

Das weitere Programm von GMC 18

Auch darüber hinaus liest sich das Programm in Hamburg wie ein Wer-ist-Wer der deutschen MMA-Szene und der German Top Ten. Ob Ozan Aslaner gegen Fair.FC-Champion Alexander Vertko, Soufian Haj Haddou gegen Nilson Pereira und natürlich dem Mittelgewichts-Showdown zwischen Daniel Dörrer und Christian Eckerlin, an aggressiven Kämpfern mit Potenzial für viele Finishes gibt es im Programm keinen Mangel. Zu diesen gehören auch Arda Adas (mit Duell mit Louis Glismann) und das Kraftpaket Koray Cengiz (gegen Ivan Vicic).

Große Aufmerksamkeit wird auch der Hamburger Youtuber „Flying Uwe“ Schüder auf sich und GMC ziehen. Der MMA-Debütant hat sich als Fitness-Youtuber zur Marke gemacht, die er seitdem über mehrere Kanäle selbst vertreibt. Der Kampfsport war dabei laut eigener Aussage immer schon die Leidenschaft, früher vor allem im Kung Fu. Nun will der 31-Jährige auch im MMA-Käfig seine akrobatischen Aktionen zeigen und vor heimischer Kulisse den sieglosen Nenad Dunovic bezwingen.

Um die Marke GMC in Kroatien weiter bekannt zu machen, gibt es erneut zwei Kämpfe mit kroatischer Beteiligung, die prominent platziert werden. So darf Top-Ten-Bantamgewicht Khurshed Kakhorov seine perfekte Bilanz gegen Stipe Brcic aufs Spiel setzen, einen gefährlichen Bodenkämpfer mit fünf Siegen in fünf Kämpfen. Zuvor wird ein weiterer Hamburger Lokalmatador in den Käfig steigen: David Marcina. Das erfahrene Halbschwergewicht wird Vlado Neferanovic das GMC-Debüt erschweren.

Zudem bekommt auch der Gelsenkirchener Maurice Adorf einen neuen Gegner im bisher noch unbekannten Ridvan Nuka. Neu im Programm ist auch ein Duell zwischen den ungeschlagenen Tsaram Pantelei und Zoran Solaja. Die Weltergewichte eröffnen das Programm.

GMC 18 wird ab 17:30 Uhr auf ran Fighting übertragen. Ab 23 Uhr schaltet sich zudem ProSieben MAXX dazu, überträgt die letzten beiden Kämpfe live und zeigt dazu Highlights der anderen Duelle. Das Programm sieht wie folgt aus:

GMC 18
2. Februar 2018
Edel Optics Arena, Hamburg

Titelkampf im Federgewicht
Ömer Solmaz vs. Felix Schiffarth

Christian Eckerlin vs. Daniel Dörrer
Khurshed Kakhorov vs. Stipe Brcic
David Marcina vs. Vlado Neferanovic
Ozan Aslaner vs. Alexander Vertko
Soufian Haj Haddou vs. Nilson Pereira
Selim Agaev vs. Anton Mor
Arda Adas vs. Louis Glismann
Koray Cengiz vs. Ivan Vivic
„Flying Uwe“ Schüder vs. Nenad Dunovic
Maurice Adorf vs. Ridvan Nuka
Jelloul Halhoul vs. Abubakr Sabirov
Jamal Majidi vs. Omar Khoram
Michael Rakhim vs. Najm Aziz
Tsaram Pantelei vs. Zoran Solaja