Vorberichte

Glory 53: Sitthichai und Meksen setzen Titel aufs Spiel

Am Samstag kehrt Glory nach Frankreich zurück und veranstaltet in Lille Glory 53. Mit dabei hat der Marktführer alles, was ihn so beliebt gemacht hat: spannende Matchups, ein Vier-Mann-Turnier im Vorprogramm und gleich zwei Titelkämpfe. So wird Sitthichai Sitsongpeenong seinen Leichtgewichtstitel aufs Spiel setzen und Amel Dehby fordert Anissa Meksen.

Überraschung bei Glory, Leichtgewichts-Champion und Nummer 1 der Welt Sitthichai Sitsongpeenong trifft ausnahmsweise auf einen frischen Gegner. Dem 26-jährigen Thai gehen nämlich mittlerweile die Herausforderungen bei Glory aus. Seit 2015 steht er im Kader, von neun Kämpfen ging nur einer an Robin van Roosmalen verloren, für den er sich bereits revanchieren konnte. Seit der Revanche gegen den Niederländer befindet sich Sitthichai in seiner schon zweiten Amtszeit als Champion und konnte seinen Titel bereits drei Mal verteidigen, zuletzt im Februar gegen Christian Baya.

Nun trifft er auf den nächsten Herausforderer in „Wonderboy“ Tyjani Beztati aus Marokko. Beztati profitiert hier gleich von zwei Faktoren. Zum einen verspielte Stoyan Koprivienski, gegen den er im Dezember im Turnier seine einzige Glory-Niederlage einstecken musste, seine Titel-Chance durch eine Niederlage gegen Josh Jauncey. Zum zweiten unterlag Top-Herausforderer Marat Grigorian dem Champion bereits drei Mal innerhalb von zwölf Monaten. Eine erneute Titel-Chance ist daher nahezu ausgeschlossen, solange Sitsongpeenong den Titel hält.

Aber vielleicht überrascht Beztati ja Publikum und Experten. Den himmelweiten Unterschied in Sachen Erfahrung, Beztati geht in seinen 19. Profi-Kampf, will er mit körperlicher Überlegenheit wettmachen, denn Beztati bringt 15 Zentimeter Größenvorteil in den Ring und dass in seinen Fäusten Dynamit steckt, bekam im März Anil Cabri zu spüren. Ob das für Sitsongpeenong reicht, wird stark bezweifelt, aber der Marokkaner wird sich nicht kampflos geschlagen geben.

Dehby fordert Meksen um Titel und französische Krone

Amel Dehby ist nach anderthalb Jahren zurück bei Glory. Die Französin gab im November 2016 ihr erfolgreiches Debüt in der Organisation und nahm bereits einen Monat später am Bantamgewichts-Turnier in Oberhausen teil, bei der sie im Finale gegen Tiffany van Soest die einzige Niederlage ihrer Karriere einstecken musste. Nun ist sie zurück und will sich nicht nur den Titel von Glory sichern, sondern darüber hinaus der Championesse auch die französische Krone abluchsen.

Denn den Gürtel hält Dehbys Landsfrau Anissa Meksen. Frankreichs Superstar geht stramm auf die 100 Siege zu und konnte sich bei Glory in vier Kämpfen noch ungeschlagen halten. Nach Siegen in New York und Lyon konnte sie im Dezember van Soest den Gürtel abnehmen. Der Kampf gegen Dehby ist ihre erste Titelverteidigung. Untätig blieb die 30-Jährige allerdings nicht, im März besiegte sie in Los Angeles Ashley Nichols.

Die weiteren Kämpfe von Glory 53

Zwischen den beiden Titelkämpfen kommen die schweren Jungs zum Einsatz. Jamal Ben Saddik, der gerade erst bei Glory verlängert hat, bekommt fünfeinhalb Jahre nach Glory 2 die Gelegenheit, die Niederlage gegen Jahfarr Wilnis wettzumachen. Die Voraussetzungen könnten nicht besser sein, Ben Saddik hielt im Dezember vier Runden mit Rico Verhoeven mit, bevor er doch K.o. ging, konnte davor aber mehrere Siege feiern. Anders als Wilnis, der in seinen letzten Auftritten erst zwei Mal bei Glory verlor, bevor er auch noch seinen Enfusion-Titel abgeben musste.

Abgerundet wird das Hauptprogramm im Halbschwergewicht zwischen Zinedine Hameur-Lain und Michael Duut und im Federgewicht zwischen Petchpanomrung Kiatmookao und dem gefährlichen Franzosen Abdellah Ezbiri in einem Duell zweier Top-5-Kämpfer von Glory.

In der Superfight Series kommt es zudem zum Kampf zwischen Cédric Doumbé und Thongchai Sitsongpeenong sowie Yousri Belgaroui und dem kurzfristig eingesprungenen Polen Dawid Kasperski, der den verletzten Ex-Champion Jason Wilnis ersetzt.

Darüber hinaus veranstaltet Glory ein Vier-Mann-Turnier im Federgewicht, in welchem Serhii Adamchuk, Azize Hlali, Victor Pinto und Buray Bozaryilmaz um einen Platz als Herausforderer auf den Federgewichts-Titel von Robin van Roosmalen konkurrieren.

Glory 53 wird am Samstag ab 21:30 Uhr live auf DAZN übertragen. Die Superfight Series zuvor sowohl auf DAZN als auch wie gewohnt auf UFC.tv. Dazu verfügt Glory weiterhin über die hauseigene Streaming-Plattform. Das Programm der Veranstaltung im Überblick:

Glory 53
12. Mai 2018
Lille, Frankreich

Titelkampf im Leichtgewicht
Sitthichai Sitsongpeenong vs. Tyjani Beztati

Jamal Ben Saddik vs. Jahfarr Wilnis

Titelkampf im Super-Bantamgewicht
Anissa Meksen vs. Amel Dehby

Petchpanomrung Kiatmookao vs. Abdellah Ezbiri
Zinedine Hameur-Lain vs. Michael Duut

SuperFight Series
Cédric Doumbé vs. Thongchai Sitsongpeenong
Yousri Belgaroui vs. Dawid Kasperski

Finale im Federgewichtsturnier
TBA vs. TBA

Alan Scheinson vs. Anghel Cardos

Halbfinale im Federgewichtsturnier
Serhii Adamchuk vs. Azize Hlali
Victor Pinto vs. Buray Bozaryilmaz