Vorberichte

Glory 42: Groenhart vs. Grigorian

Murthel Groenhart pocht auf den Titelkampf. (Foto: Glory Sports International)

Am 10. Juni findet in der Accorhotels Arena von Paris Glory 42 statt. Neben dem mit Spannung erwarteten Titelkampf im Weltergewicht, sucht man im Leichtgewicht einen neuen Herausforderer für Sittichai Sitsongpeenong.

 

Groenhart vs. Grigorian

Eigentlich sollte Murthel Groenhart schon bei Glory 41 auf Harut Grigorian treffen. Eine Verletzung von Grigorian machte diesen Kampf aber vorerst zunichte. Stattdessen bezwang Groenhart den Argentinier Alan Scheinson mit vier von fünf Punktrichterstimmen. Auch wenn sich das Ergebnis recht eindeutig anhört, so waren nicht alle von der Leistung des Holländers überzeugt. Ein Sieg gegen Grigorian, welcher bei Glory 36 kurzen Prozess mit Danijel Solaja machte, und ein Titelkampf wäre in greifbarer Nähe. Man möge sich nur folgendes Szenario vorstellen: Groenhart gewinnt und Doumbè verteidigt den Titel. Es wäre keine Überraschung wenn sich beide im Ring von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen würden.

 

Larsen steht im Tournament

Nach seinem beeindruckenden Sieg über Sitmonchai bei Glory 40 in Kopenhagen schielte Niklas Larsen mit einem verschmitzten Lächeln in Richtung Matchmaker Cor Hemmers und wollte sich damit in das Gespräch für einen Platz in einem Herausforderer-Turnier bringen. Dem Wunsch wurde entsprochen und so wird Larsen in Paris einer der vier Kandidaten sein, die sich um den Sieg und den damit verbundenen Titelkampf gegen Sittichai Sitsongpeenong streiten werden. Larsen hat hier guten Chancen, das Finale zu erreichen, hat er in seinem Halbfinale mit Stoyan Koprivlenski aus Bulgarien eine durchaus lösbare Aufgabe zu meistern. Der Bulgare wird sein Debüt bei Glory geben und sieht sich gleich einer gewaltigen Herausforderung gegenüber.

Wesentlich interessanter dürfte das zweite Halbfinale werden, in dem sich Anatoly Moiseev und Christian Baya gegenüberstehen werden. Für Moiseev wird es die dritte Teilnahme an einem solchen Turnier sein. Bei Glory 28 und Glory 36 scheiterte der Russe jeweils im Halbfinale. Einfacher wird es für ihn jetzt allerdings nicht, hat er mit Baya einen äußerst unangenehmen Kontrahenten. Dieser gab bei Glory 35 in Nizza sein Debüt und konnte dort auch gleich einen Sieg gegen Josh Jauncey einfahren. Ob der ehemalige KOK-Grand-Prix-Champion auch in Paris für Furore sorgen kann?

 

Kemayo mit nächster Überraschung?

Aufstrebender Kämpfer trifft auf Erfahrung. So könnte man das Duell zwischen Zinedine Hameur-Lain und Freddy Kemayo bezeichnen. Hameur-Lain bezwang bei seinem Debüt Fred Sikking, kassierte danach allerdings eine Niederlage gegen Zack Mwekassa. Überraschend setzte er sich mit zwei spektakulären K.o. Erfolgen bei Glory 32 im Turnier durch. Den fälligen Titelkampf sollte er allerdings nicht erhalten, da er bei Glory 35 eine T.K.o.-Niederlage gegen Pavel Zuravlev kassierte. Das brachte ihn zwar in sein zweites Turnier, doch dort musste er sich im Finale gegen Ariel Machado abermals vorzeitig geschlagen geben. Eine klare Wende ist dringend erforderlich, wenn in naher Zukunft ein Titelkampf kommen soll.

Kemayo hingegen überraschte bei Glory 40 In Kopenhagen, als er Youngster Imad Hadar unsanft in der zweiten Runde besiegte. Es war der dritte Sieg in Serie und nachdem er sein Debüt im vergangenen Jahr in den Sand setzte, ist ein weiterer Sieg nun fest eingeplant.

Glory 42: Paris
10. Juni 2017
Accorhotels Arena, Paris

Titelkampf im Weltergewicht
Cedric Doumbè vs. Nieky Holzken

Herausforderer-Turnier im Leichgewicht
Niclas Larsen vs. Stoyan Koprivlenski
Christian Baya vs. Anatoly Moiseev

Murthel Groenhart vs. Harut Grigorian

Superfight Series
Yohan Lidon vs. Yoann Kongolo
Jimmy Vienot vs. Francois Ambang
Marat Grigorian vs. Antonio Gomez
Dylan Salvador vs. Serhiy Adamchuk
Zinedine Hameur-Lain vs. Freddy Kemayo
Nicolas Wamba vs. Jhonata Diniz