Vorberichte

Glory 41: Hesdy Gerges trifft auf Chi-Lewis Parry

Das Programm der Rückkehr von Glory nach Holland am 20. Mai hat mit einem Schlag gewaltig an Kontur gewonnen. Vor allem werden die Schwergewichte hier eine große Rolle spielen.

Gerges nun endlich gegen Parry

Eigentlich sollten Hesdy Gerges und Chi-Lewis Parry bereits bei Glory 39 in Brüssel aufeinandertreffen. Bei der Waage zeigten sich die beiden noch äußerst angriffslustig - am Tag darauf war davon nichts mehr zu sehen. Vor allem nicht vom UK-Hünen Parry. Dieser musste das Duell kurz vor knapp absagen. Nicht aber wegen einer Verletzung bzw. Krankheit wie es noch zu Beginn der Veranstaltung hieß, vielmehr sollen sich vor Ort keine passenden Handschuhe gefunden haben, welche Parry hätte nutzen können. Dies brachte Gerges natürlich auf die Palme, denn dieser sah es lediglich als eine Ausrede des Engländers. Immerhin wäre es nicht der erste Kampf von ihm bei Glory gewesen und bisher hatte es jedenfalls noch keine Probleme dieser Art gegeben. Dafür ist in diesem Duell und unter diesen Gegebenheiten jetzt noch mehr Zündstoff drin. Dass der Kampf über die volle Distanz gehen wird, da glaubt wohl keiner daran.

Neuer Gegner für Verhoeven gesucht
Weder Jamal Ben Saddik und auch nicht Ismael Londt werden wohl als nächstes einen Titelkampf gegen Rico Verhoeven erhalten. Stattdessen wird in Den Bosch ein neuer Herausforderer gesucht. Dabei kommt es im ersten Halbfinale zur Paarung zwischen Superkombat-Veteran D'Angelo Marshall und Xavier Vigney aus den USA. Marshall hat bei Glory 37 debütiert und musste sich dort erst in der Verlängerungsrunde gegen Guto Inocente geschlagen geben, allerdings im Halbschwergewicht. Jetzt geht es eine Klasse höher. Die ganz großen Namen der Szene hat er bisher noch nicht vor der Nase gehabt. Vigeny stand zuletzt bei Glory 28 in Paris im Ring. Dort konnte er sich zwar via Punkte gegen Freddy Kemayo durchsetzen, verschwand danach aber von der Bildfläche. Sollte Vigney seine konditionellen Defizite aus der Vergangenheit wettgemacht haben, dann könnte die US-Schwergewichtshoffnung vielleicht für eine Überraschung sorgen.

Im zweiten Halbfinale wird Top-Favorit Anderson "Braddock" Silva in den Ring steigen und dabei auf Debütant Giannis Stoforidis aus Griechenland treffen. Silva hatte bereits im vergangenen Jahr die Chance auf einen Titelkampf gegen Verhoeven erhalten - verlor aber das Duell vorzeitig. Bei Glory 38 gab es gegen Benjamin Adegbuyi erneut eine Niederlage - allerdings erst nach einer Verlängerungsrunde. Für Stoforidis hingegen wird es erst der zweite Kampf nach seiner fast zweijährigen Pause sein. Diese beendete er am 22. März als er sich beim Tatneft Cup in Kazan mit einem spektakulären K.o. gegen Andrei Ohotnik aus der Ukraine zurück meldete. Silva wird die größte Herausforderung seiner bisherigen Laufbahn darstellen.

Um im Schwergewicht noch einmal das Ganze aufzuarbeiten: Eigentlich gilt bisher noch Ismael Londt als erster Titelherausforderer, da er bei Glory 29 das Contender-Tournament gewonnen hatte. Ein solches Tournament hatte auch Benjamin Adegbuyi bei Glory 35 für sich entschieden. Dagegen kassierte Londt bei Glory Collision eine Niederlage gegen Jamal Ben Saddik, welcher sich bei Glory 39 gegen Guto Inocente durchsetzen konnte. Da Rico Verhoeven bei Glory 41 lediglich einen Superfight gegen Ismael Lazaar bestreiten wird, darf man gespannt sein, welcher der Kandidaten am Ende tatsächlich einen Titelkampf erhalten wird.

Glory 41: Holland
20. Mai 2017
Brabanthallen, Den Bosch


Glory-Titelkampf im Federgewicht
Robin van Roosmalen vs. Petchpanomrung Kiatmookao

Schwergewicht
Rico Verhoeven vs. Ismael Lazaar

Glory-Contender Tournament im Schwergewicht / Halbfinals
D`Angelo Marschall vs. Xavier Vigney
Anderson Silva vs. Giannis Stoforidis

Glory-Contender Tournament im Schwergewicht / Finale
Marschall / Vigeny vs. Silva / Stoforidis

Glory-Superfight Series
Hesdy Gerges vs. Chi-Lewis Parry
Murthel Groenhart vs. Harut Grigorian
Michael Duut vs. Mourad Bouzidi
Tyjani Beztati vs. Tba.
Zakaria Zouggary vs. Anvar Boynazarov