Vorberichte

Glory 40: Jauncey am Scheideweg?

Josh Jauncey ist bereit für Glory 40. (Foto: Glory Sports International)

Wenn am 29. April im Forum von Kopenhagen Glory 40 über die Bühne geht, werden nicht nur zwei Titel und ein Herausforderer-Turnier auf dem Programm stehen. Für den einen oder anderen Kämpfer könnte Kopenhagen auch ein richtungsweisender Abend werden.

 

Quo vadis Josh?

Allen voran der Kanadier Josh Jauncey. Dessen Bilanz bei Glory steht aktuell bei 5-4. Allerdings konnte er aus den letzten drei Kämpfen nur einen einzigen für sich entscheiden und das war bei Glory 28 in Paris im vergangenen Jahr. Was folgte waren zwei Niederlagen in Serie. Zunächst bei Glory 31 in Amsterdam, als er sich einstimmig gegen Anatoly Moiseev geschlagen geben musste. Jauncey wachte zu spät auf und konnte das Blatt nicht mehr wenden. Auch wenn es in diesem Duell stellenweise nicht sehr gut für ihn aussah, so zeigte er sich als tougher Gegner.

Ähnlich verlief es dann im November bei Glory 35 in Nizza. Dort traf Jauncey auf Neuling Christian Baya und verlor nach einem äußerst engen Duell mit mehrheitlicher Punktentscheidung. Ein Niederschlag dürfte hier vermutlich den Ausschlag gegeben haben. Immer nah dran, aber dennoch fehlte das eine oder andere Prozent. Daher wäre er gut daran beraten, gegen Antonio Gomez einen Sieg zu holen, wenn er kurz- bzw. mittelfristig wieder die Chance erhalten möchte, um den Titel im Federgewicht zu kämpfen.

Gomez hingegen gab bei Glory 36 seinen Einstand und bekam sofort einen Platz im Herausforderer-Turnier. Den Vorschusslorbeeren konnte der Spanier aber nicht ganz gerecht werden und unterlag gegen Hysni Beqiri. Ach für ihn wäre ein Sieg wichtig, denn mit 0-2 lassen sich bei Glory keine großen Ansprüche stellen.

Kemayo oder Hadar?

Ein Duell der Generationen wird der Kampf von Freddy Kemayo aus Frankreich und dem marokkanischen Youngster Imad Hadar. Dieser wird bereits jetzt schon als Badr Hari 2.0 tituliert. Dies hat Hadar nicht nur seiner stattlichen Größe von 193cm zu verdanken, sondern vielmehr seinem Kampfstil, welcher an den jungen Hari erinnern soll. Allerdings wäre es zum jetzigen Zeitpunkt schon sehr vermessen, wenn man hier die Parallelen zu Badr Hari ziehen würde, da Hadar noch ganz am Anfang seiner Karriere steht.

Und Kemayo? Der 34-jährige Franzose stand in seiner Laufbahn mit den Besten der Besten im Ring und konnte dabei auch den einen oder anderen Sieg landen, auch wenn der ganz große Coup bisher ausgeblieben ist. Dennoch ist er wegen seiner unbequemen Art zu kämpfen kein Liebling seiner Gegner. Seinen bisher einzigen Kampf bestritt er bei Glory 28 in Paris wo er sich US-Schwergewichtshoffnung Xavier Vigney nach Punkten geschlagen geben musste.

Glory 40: Kopenhagen
29. April 2017
Forum, Kopenhagen

Titelkampf im Mittelgewicht
Jason Wilnis vs. Simon Marcus

Niclas Larsen vs. Tba.

Herausforderer-Turnier im Mittelgewicht
Yousri Belagaroui vs. Agron Preteni
Alex Pereira vs. Burim Rama

Glory-Superfight Series

Titelkampf im Halbschwergewicht
Artem Vakhitov vs. Ariel Machado

Josh Jauncey vs. Antonio Gomez
Freddy Kemayo vs. Imad Hadar
Mohammed El Mir vs. Tba.