Vorberichte

Glory 39: Doumbè & Sitthichai unter Zugzwang

Am kommenden Samstag gastiert Glory zum zweiten Mal nach 2012 im Vorst National von Brüssel. Zwei Titelkämpfe, sowie ein Turnier im Federgewicht stehen neben richtungsweisenden Superfights auf dem Programm.

Bei Glory Collision im vergangenen Dezember überraschte Cedric Doumbè als er Nieky Holzken - bis dato bei Glory noch ungeschlagen - dessen Titel im Weltergewicht nach recht provokanten Spielchen im Vorfeld abluxen konnte. Nun muss er seinen Titel gegen den Mann verteidigen, welcher ihn schon zweimal besiegen konnte - Yoann Kongolo. Für diesen wird es nach Glory 29 die zweite Möglichkeit sein, um den Titel im Weltergewicht zu kämpfen. Das erneute Recht dazu erwarb er sich durch den Triumph bei Glory 37. Ob hier auch aller guten Dinge drei sein werden? Murthel Groenhart jedenfalls steht für den Sieger schon in den Startlöchern.

Während Leichtgewichts-Champion Sitthichai Sitsongpeenong bei Glory 36 seinen Titel erfolgreich gegen Marat Grigorian verteidigen konnte, gewann Dylan Salvador am selben Abend das Contender Tournament und sicherte sich somit diesen Titelkampf. Dabei werden sich beide Akteure bereits zum zweiten Mal in ihrer Laufbahn gegenüberstehen. Das erste Duell gewann Sitthichai vor knapp zweieinhalb Jahren nach Punkten. Ob Salvador, der in Oberhausen eigentlich nur als Ersatz geplant war und trotzdem eine sehr gute Leistung abliefern konnte, den Ring als Sieger verlassen wird, scheint doch etwas fraglich zu sein. Der Grund ist ganz einfach, dass der Thailänder gerade in seinem letzten Kampf zu stabil auftrat und im Kampf gegen Griogrian nur wenig zuließ.

Eine große Klappe hat Schwergewichtler Chi-Lewis Parry schon immer gehabt. Nun hat der Brite auch die Möglichkeit zu beweisen, dass er auch mehr kann als nur reden. Zwar weist er mit 4-1 eine beachtliche Bilanz auf, die großen Namen waren da aber noch nicht dabei. Das ändert sich nun am kommenden Samstag, wenn er Hesdy Gerges gegenüberstehen wird. Dieser hat zwar die drei letzten Kämpfe verloren, aber das gegen Kämpfer, die ein weitaus höheres Niveau haben als es bei Parry der Fall war.

Marat Grigorian musste bei Glory 36 noch eine Niederlage gegen Sitthichai Sitsongpeenong einstecken, unternimmt aber in Brüssel einen neuen Anlauf in Richtung Titelkampf und wird dabei auf Neuling Anton Petrov aus Bulgarien treffen. Eben jener Petrov, welcher auch schon Teilnehmer bei der Elite Fight Night in Heidenheim war. Eine harte Nummer für den Neuling und für Grigorian ist ein Sieg hier Pflicht, wenn es denn möglichst bald wieder in Richtung Titelkampf gehen soll.

So ganz ohne Beteiligung aus Deutschland wird der Event in Brüssel dann doch nicht über die Bühne gehen. Denn mit dem Stuttgarter Marc Schmid hat es der mittlerweile zweite Kampfrichter aus Deutschland nach überzeugenden Leistungen bei Glory 36 zum Branchenprimus geschafft.

Glory 39: Brüssel
25. März 2017
Vorst National, Brüssel


Glory-Titelkampf im Weltergewicht
Cedric Doumbè vs. Yoann Kongolo

Glory-Schwergewicht
Guto Inocente vs. Jamal Ben Saddik

Glory-Contender Tournament / Federgewicht

Petchpanomrung Kiatmookao vs. Alexei Ulyanov
Serhiy Adamchuk vs. Nafi Bilaovski

Glory 39: Superfight Series

Glory-Titelkampf im Leichtgewicht
Sitthichai Sitsongpeenong vs. Dylan Salvador

Marat Grigorian vs. Anton Petrov
Hesdy Gerges vs. Chi-Lewis Parry
Harut Grigorian vs. Pavol Garaj
Tyjani Beztati vs. Sabri Henis
Junus Majandinov vs. Meng Qinghao