Vorberichte

Glory 35: Sitthichai vs. Grigorian II

Zum Debüt von Glory im südfranzösischen Nizza am 5. November haut die Organisation ein bisher erstklassig besetztes Programm raus. Zwei Titelkämpfe und ein Contender-Tournament im Schwergewicht stehen dabei im großen Blickpunkt des Interesses.

Sitthichai erneut gegen Grigorian

In einem erneut äußerst engen und nicht einfach zu wertenden Kampf sicherte sich "Killer Kid" Sitthichai Sitsongpeenong bei Glory 31 den Titel im Leichgewicht von Robin van Roosmalen. Wie auch schon im ersten Duell der beiden sollte dieses Urteil nicht unumstritten bleiben und für einigen Wirbel sorgen. Während van Roosmalen nun eine Gewichtsklasse tiefer geht, muss Sitthichai den Titel in Nizza zum ersten Mal gegen Marat Grigorian aus Belgien verteidigen und beide Kämpfer standen sich in diesem Jahr bereits schon einmal gegenüber. Bei Glory 28 wurde das Finale im Contender Tournament von beiden bestritten und dort konnte sich Sitthichai mit einem einstimmigen Punktsieg durchsetzen. Grigorian bot zwar eine sehr gute Leistung, musste aber anerkennen, dass Sitthichai der aktivere Kämpfer war und auch verdient den Sieg mit nach Hause nahm.

Wer wird der wahre Halbschwergewichts-Champion?

Champion vs. Interims-Champion - so lautet die Paarung zwischen Artem Vakhitov und Zack Mwekassa. Vakhitov ist der aktuelle Titelhalter, konnte aber bei Glory 31 wegen einer Verletzung nicht in den Ring steigen. Genau dort gewann Zack Mwekassa den Interims-Titelkampf gegen Mourad Bouzidi durch T.k.o. in der ersten Runde. In Nizza soll nun die Frage geklärt werden, wer von beiden der wahre Champion ist. Vakhitov sicherte sich diesen Titel mit einem klaren Punktsieg über Saulo Cavalari bei Glory 28 in Paris. Mwekassa bekam nach der verletzungsbedingten Absage von Vakhitov die Chance, gegen Bouzidi um den Interims-Titel zu kämpfen. Diese Aufgabe meisterte der Kongolese spektakulär und schickte Bouzidi in der Auftaktrunde gleich drei Mal zu Boden. Boxerisch gesehen ist Mwekassa seinem Kontrahenten klar überlegen. Doch je länger ein Kampf geht, desto mehr dürfte es in die Karten von Vakhitov spielen, der von beiden der komplettere Kämpfer ist.

Wer darf gegen Rico Verhoeven ran?

Etwas verwundert darf man mit einem Blick auf das Programm sein, wenn dort ein neuer Herausforderer für Schwergewichts-Titelträger Rico Verhoeven gesucht wird. Verwundert deshalb, weil Verhoeven eigentlich seinen Titel gegen Ismael Londt zu verteidigen hat. Das Recht darauf hatte sich Londt durch den Sieg im Contender Tournament in Kopenhagen bei Glory 29 verdient, er musste aber wegen einer Verletzung seinen Platz zunächst an Anderson Silva abgeben, der bei Glory 33 gegen Verhoeven antreten durfte.

Eine etwas verwirrende Situation. Wie auch immer, bisher stehen zwei Kandidaten für dieses Tournament fest, welche im ersten Halbfinale aufeinandertreffen werden. Mladen Brestovac bekam erst bei Glory 28 in Paris die Chance gegen Verhoeven und dessen Titel anzutreten. Der Kroate ging mit dem Champion zwar über die vollen fünf Runden, konnte ihm aber nicht wirklich gefährlich werden. Jahfarr Wilnis hingegen stand bei Glory 29 in Kopenhagen schon einmal in einem Contender-Tournament und scheiterte dort im Finale durch eine geteilte Punktentscheidung an Ismael Londt. Man darf gespannt sein, wer die beiden anderen Teilnehmer sein werden.

Glory 35: Nizza
5. November 2016
Palais Nikaia, Nizza


Glory-Titelkampf im Leichtgewicht

Sitthichai Sitsongpeenong vs. Marat Grigorian

Glory-Titelkampf im Halbschwergewicht
Artem Vakhitov vs. Zack Mwekassa

Glory-Contender Tournament im Schwergewicht
Jahfarr Wilnis vs. Mladen Brestovac
Tba. vs. Tba.

Glory-Superfight Series
Zinedine Hameur-Lain vs. Pavel Zhuravlev
Karim Benmansour vs. Eyevan Danenberg
Josh Jauncey vs. Dylan Salvador

Glory-Super Bantamgewichts Grand Prix
Amel Dehby vs. Ji-Waen Lee