Vorberichte

Glory 30: Jacoby bekommt Titelkampf

Er hatte es mit großen Worten schon lange gefordert und das Flehen des US-Amerikaners Dustin Jacoby wurde, nicht auch durch die zuletzt erbrachten Leistungen, von Glory-Matchmaker Cor Hemmers erhört. Der setzte den Titelkampf im Mittelgewicht für den 13. Mai an.

An diesem Tag gastiert Glory nach zwei Events in Europa wieder in den USA und da macht es natürlich Sinn, genau diesen Titelkampf zwischen einem Kanadier und einem US-Amerikaner zu bringen. Gerade erst bei Glory 27 konnte sich Simon Marcus den Titel in einem abstrusen Kampf gegen Artem Levin sichern. Vielen wird dabei noch im Gedächtnis sein, dass Levin aufgrund von Inaktivität in der dritten Runde disqualifiziert wurde. Zuvor gab es bereits mehrfach Verwarnungen, wie auch Punktabzüge, weshalb Levin klar war, dass er diesen Kampf nur noch durch K.o. gewinnen konnte. Gerade die Punktabzüge wegen Haltens entfachten eine nicht unerhebliche Diskussion unter den Fans und auch unter den Kämpfern. Wie auch immer, selbst der jetzige Titelträger Simon Marcus bekleckerte sich in diesem Kampf nicht gerade mit Ruhm. Es war vermutlich einer der schlechtesten Titelkämpfe die man bei Glory jemals zu sehen bekam.

Dass Marcus es besser kann, das hat der Kanadier in seinen vorangegangenen Kämpfen mehr als deutlich bewiesen. Überlegen gewann er das Contender-Tournament bei Glory 20 mit Siegen über Wayne Barrett und Jason Wilnis. Was folgte, war ein diskussionswürdiges Unentschieden gegen Artem Levin bei Glory 21. Auf Grund dieses nicht unumstrittenen Urteils wurde der sofortige Rückkampf der beiden angeordnet. Das Ergebnis ist hinlänglich bekannt.

Jacoby hingegen sprang bei Glory 20 noch als Ersatzgegner für Mourad Bouzidi im Halbschwergewicht ein, musste sich aber nach Punkten geschlagen geben. Der 25-Jährige wechselte die Gewichtsklasse und blühte im Mittelgewicht immer mehr auf. Was folgte, waren Siege gegen Ariel Sepulveda, Casey Greene und Wayne Barrett. Bei Glory 27 gewann er das Contender-Tournament mit Erfolgen über Karl Roberson und erneut Wayne Barrett. Dennoch meldete sich mit Jason Wilnis ein weiterer Kandidat der Ansprüche auf einen Titelkampf machte. Dieser glänzte zwar mit einem klaren Erfolg gegen Filip Verlinden bei Glory 28, muss sich aber zunächst noch gedulden.

Neben dem Titelkampf im Mittelgewicht wurde zudem noch bekanntgegeben, dass es ein Contender-Tournament im Halbschwergewicht geben wird. Dort sucht man nun nach einem neuen Herausforderer für den derzeitigen Titelträger Artem Vakhitov aus Russland. Dieser entthronte etwas überraschend sehr deutlich Saulo Cavalari aus Brasilien bei Glory 28. Vakhitov diktierte diesen Kampf nach Belieben und fügte Cavalari nicht nur eine äußerst schmerzhafte Niederlage bei, sonder revanchierte sich somit auch für die äußerst knappe Niederlage bei Glory 20 in Dubai. Bisher wurden allerdings noch keine Teilnehmer für dieses Tournament bestätigt. Würde man hier die derzeitige Rangliste zu Rate ziehen, kämen Namen wie Mourad Bouzidi, Zack Mwekassa oder Saulo Cavalari zum Vorschein. Dass man den ehemaligen Titelträger Gökhan Saki in dieses Turnier steckt, gilt wohl als ausgeschlossen. Vielmehr geht man davon aus, dass Saki bei einem der beiden Amsterdam-Events in diesem Jahr zu Glory zurückkehren wird.

Glory30
13. Mai 2016
Citizens Business Bank Arena, Ontario


Glory-Titelkampf / Mittelgewicht

Simon Marcus vs. Dustin Jacoby

Glory-Tournament / Weltergewicht
Casey Greene vs. Richard Abraham
Francois Ambang vs. Daniel Morales

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