Vorberichte

Cage Fight Series 9: Moeil fordert Rodriguez um den Titel

Die neunte Auflage der erfolgreichen Cage Fight Series steht bevor. Am 2. Februar wird der Käfig wieder in Graz aufgebaut, dort soll allen voran der Gürtel im Schwergewicht verteidigt werden. Titelträger Ricco Rodriguez setzt das Gold gegen Hatef Moeil aufs Spiel. Zudem gehen auch Publikumslieblinge wie Dritan Barjamaj oder Dominic Schober an den Start.

Ricco Rodriguez hat alles gesehen, was der MMA-Sport zu bieten hat. In seiner nahezu 20 Jahre andauernden Karriere bestritt er unglaubliche 81 Kämpfe, stand auf der ganzen Welt im Käfig. Den größten Erfolg seiner Laufbahn fuhr er 2002 ein, als er bei UFC 39 Randy Couture vorzeitig bezwingen und sich damit den UFC-Titel im Schwergewicht sichern konnte. Nach seinem 80. Gefecht sollte zwar Schluss sein - seinen Abschied kündigte der US-Amerikaner gegen Nandor Guelmino an –es ging dann doch weiter. Nach seinem Erfolg gegen Guelmino und dem Titelgewinn bei der 8. Ettl Bros. Cage Fight Series (GNP1.de berichtete vor Ort), kämpfte der inzwischen 41-Jährige im April 2018 in Florida. Er verlor zwar vorzeitig durch T.K.o., bleibt aber nach wie vor hungrig und will den CFS-Gürtel mindestens noch einmal verteidigen. Der alte Hase ist bekannt für jede Menge Tricks und Erfahrung und darf von Hatef Moeil nicht unterschätzt werden.

Deutschlands Nummer vier ist mit 120 Kilogramm Kampfgewicht eine echte Naturgewalt. Nicht selten werden seine Kontrahenten allein von seiner physischen Überlegenheit übermannt. Doch auch technisch ist Moeil nicht zu unterschätzen. Der Athlet aus dem UFD-Gym ist ein starker Ringer, dessen Ground and Pound stets für Gefahr sorgt. Im Jahr 2018 konnte der 32-Jährige schon vier Siege einfahren und musste sich lediglich bei einem kurzfristigen Einsatz für KSW geschlagen geben. Mit einem Triumph über Rodriguez will Moeil nicht nur den größten Sieg seiner Karriere feiern, sondern sich auch das Gold um die Hüfte schnallen. 

Mit Wagner Silva Gomes steigt ein weiterer UFC-Veteran bei der Ettl Bros. Cage Fight Series in den Käfig. Der Brasilianer, der zwei Auftritte für den MMA-Marktführer bestritt, hatte in den letzten Auftritten mit einigen Niederlagen zu kämpfen, präsentiert sich allerdings stets kampfbereit und ist sowohl im Stand, als auch auf dem Boden gefährlich.

Der 31-Jährige steht dem neun Jahre älteren Lokalmatadoren Dritan Barjamaj gegenüber. „The Furious“ macht seinem Namen alle Ehre, wenn er in den Ring steigt und gibt alles. Ob Sieg oder Niederlage, die Zuschauer feiern seinen Kampfstil. Zuletzt war der Österreicher mit albanischen Wurzeln zwar weniger erfolgreich, will allerdings vor heimischer Kulisse beweisen, aus welchem Holz er geschnitzt ist und zu alten Erfolgen anknüpfen, schließlich war Barjamaj selbst Cage Fight Champion. 

Dominic Schober gehört mit seinen 27 Jahren zu den jungen Wilden der österreichischen MMA-Szene. Bereits früh in seiner Karriere konnte er mit zahlreichen Siegen auf sich aufmerksam machen und bewies damit, dass er zu den größten Talenten seines Landes gehörte. Zwar stellte er sich später auch kurzfristigen Duellen, ohne große Vorbereitung, was mit Niederlagen bestraft wurde, doch ist dies seinem Kämpferherz zuzuschreiben. Er geht keinem Gefecht aus dem Weg. Zuletzt bezwang er  Asmir Sadikovic im Oktober 2018 und will jetzt im Februar den Sieg gegen einen erfahrenen Kickboxer einfahren.

Frank Munoz aus Amsterdam ist ein echter Haudegen. Zwar war Schober selbst im Profiboxen unterwegs, doch ist Munoz ein hartes Kaliber im Standkampf. Der Spanier, der die Niederlande sein Zuhause nennt, setzt seine Beine geschickt ein, um Gegner zu zermürben und hat harte Fäuste. Er steht allerdings vor seinem MMA-Debüt. Man darf gespannt sein, ob Schober ihn ins tiefe Wasser des Haifischbeckens ziehen kann oder ob Munoz die Begegnung im Stand entscheiden kann. 

Mit Adin Buljubasic und Valid Abdurachmanov prallen zwei Athleten aufeinander, die immer alles geben. Gleichzeitig ist es ein Duell zwischen Puncher und Ringer. Buljubasic konnte so einige Erfolge feiern, hatte 2011-2012 zeitweilig fünf K.o.-Siege in Serie vorzuweisen und krönte sich zum Austrian Champion im Mittelgewicht. Nach einer Niederlage gegen Willi Ott 2013 und einem weiteren Kampf 2014, legte der „Iron Man“ eine Pause ein. Der 33 Jahre alte Wiener kehrt nun zurück, um sich wieder mit starken Gegnern zu messen – diesmal im Weltergewicht.

Dort erwartet ihn mit Abdurachmanov ebenfalls ein früherer Austrian Champion. Der 49-Jährige hat derzeit einen Lauf. Seit 2016 ist er unbesiegt und konnte zuletzt mit Submissions überzeugen. In diesem Duell stellt sich die Frage, ob Buljubasic entscheidende Treffer im Stand setzen kann, oder ob Abdurachmanov das Duell auf den Boden verlagert und dort seine Vorteile ausspielt.

Tickets sind auf der offiziellen Homepage erhältlich: http://www.ettl-bros.at/cage-fight/wordpress/tickets/