Vorberichte

Bloody Sunday: 20 Jahre Pascha

Hermann Pascha (mitte) neben Organisator Holger und den Kämpfern Konkaenlek und Thanit Im-On.

Am 17. Januar öffnen sich einmal mehr die Pforten im Kölner Pascha, für die nächste Ausgabe des Bloody Sunday. Dieser Muay Thai-Event hat sich in der Vergangenheit längst zum Geheimtipp entwickelt und konnte dabei sportliche Akzente setzen.

Dafür, dass dies auch am 17. Januar wieder der Fall sein wird, werden sowohl altbekannte als auch neue Gesichter sorgen. Während Thanit Im-On und Clayton Henriquez diesmal wegen einer Verletzung leider passen müssen, greifen Konkaenlek Sitpholek, Rafal Simonides und Naoufal el Hamchoui richtig an. Dabei hat man sich zum zwanzigjährigen Jubiläum des Paschas auch gleich mehrere Highlights einfallen lassen.

So wird der Thailänder Konkaenlek zum ersten Mal in der Rheinmetropole seinen WM-Titel der WKL verteidigen. Dabei trifft "The Bee", so dessen Kampfname, auf Alessio Pisano aus Italien. Die Italiener waren in der Vergangenheit schon öfter beim Bloody Sunday zu Gast und haben sich dabei als sehr unangenehme Gegner präsentiert. Dennoch zieht Konkaenlek hier als der klare Favorit in diesen Kampf und nichts anderes als die Titelverteidigung wird vom Publikumsliebling erwartet.

Einer alleine reicht nicht, und deshalb wird es auch im Duell zwischen Naoufal el Hamchoui aus den Niederlanden und Andrea Valeriano, um die Weltmeisterschaft der WKL im Limit bis 62,5kg gehen. Für beide Kämpfer ist es nicht der erste Auftritt bei der Bloody Sunday-Reihe. Valeriano stand im Mai des vergangenen jahres im Hauptkampf gegen Konkaenlek Sitpholek. Gegen den Thailänder hatte er letztendlich wenig auszurichten und musste sich deutlich nach Punkten geschlagen geben. Dass er es besser kann, möchte er am 17. Januar unter Beweis stellen, auch wenn es gegen Hamchoui alles andere als einfach werden wird. Dieser besticht durch einen variablen sowie technisch sauberen Kampfstil, scheut aber auch nicht die direkte Konfrontation. Spannung ist hier garantiert.

Wer auf spektakuläre Kämpfe steht, der wird sich bei Rafal Simonides gut aufgehoben fühlen. Dieser arbeitet meist im Vorwärtsgang und hat sich durch seinen offensiven Kampfstil eine nicht unerhebliche Fan-Gemeinde in Köln erarbeitet. Zum Jubiläum wird der Pole in einem auf drei Runden à drei Minuten angesetzten Kampf auf Antonio Vigletti aus Italien treffen. Dieser wird sein Debüt auf dem Bloody Sunday geben. Man darf gespannt sein, wie gut er sich in der Location der etwas anderen Art präsentieren wird.

Doch auch der Rest des Programms lässt auf packende Kämpfe schließen. So das Duell zwischen Shamil Magomedov und Andy Mühlbeyer. Magomedov sorgte für einen Paukenschlag bei der letzten Bloody Sunday in der er "Candyman" Clayton Henriquez bezwingen konnte. Der Gewinn der EML in Dresden war ein weiterer Beweis für dessen Leistungsstärke. Die Kehrseite der Medaille war, dass sein Gegner, Andy Mühlbeyer, Magomedov im vergangenen Jahr besiegen konnte. Allein diese Tatsache dürfte ausreichen, um zu wissen, dass hier genügend Spannung in der Luft liegen wird.

Die nächste Revanche lässt nicht lange auf sich warten und folgt mit der Paarung zwischen Kristian Malokaj und Manuel Markus. Beide standen sich im Finale der EML gegenüber und Markus musste dort wegen einer Verletzung aufgeben. Da muss man kein Prophet sein, um zu erkennen, dass hier eine offene Rechnung begleichen werden will und entsprechend motiviert werden beide Kämpfer in den Ring steigen.

Lokalliebling Marcel Wernicke gilt als Beispiel dafür, was es heißt nie aufzugeben und bis zum Umfallen zu kämpfen. Sein Gegner Johannes Ratsack nimmt den Weg aus Schwerin nicht auf sich um die Heimreise mit leeren Händen anzutreten, zumal dieser noch eine Rechnung mit Wernicke offen hat. Auf der DM im Muay Thai hat dieser Ratsack besiegen können und das kratzt auch schon mal am Ego eines Kämpfers.

Auch die Newcomer werden ihre Chance beim Bloody Sunday erhalten. So werden sich in der Gewichtsklasse bis 82,55kg Arton Schneider aus Rommerskirchen und Isa Celikan aus Germersheim gegenüberstehen. Für diese zwei Kämpfer, als auch für Frederik Fraikien, der auf Dima Saint treffen wird, geht es darum, sich die ersten Sporen zu verdienen um sich für weitere Aufgaben zu empfehlen.

Ein Sieg zum Geburtstag, das möchte sich Max Milobra zum Geschenk machen, wenn er gegen Jan Otterbein in den Ring steigt. Doch aufgepasst: Otterbein hat in seiner noch jungen Laufbahn keinen Kampf verloren und die weisse Weste soll auch nach dem 17. Januar Bestand haben. Es wird sportlich also eine ganze Menge geboten und die Zuschauer können sich auf ein richtiges Spektakel freuen.

Das sportliche wird an diesem Tag natürlich die eine Seite sein, für die Zuschauer wird es noch ein weiteres Bonbon geben: Vom 12. bis zum 31. Januar wird an 20 Tagen das 20-jährige Jubiläum des Pascha gefeiert. Unter den anwesenden Gästen gibt es jeden Abend ein Auto zu gewinnen und das wird auch am 17. Januar der Fall sein. Der Preis wird standesgemäß von Hermann Pascha überreicht werden, der an diesem Tag extra aus Österreich anreisen wird.

Für alle, die nach diesem Artikel den Jubiläums-Event besuchen möchten, gibt es leider schlechte Nachrichten, denn der Bloody Sunday ist schon jetzt restlos ausverkauft.

Das Programm am 17. Januar umfasst derzeit 10 Kämpfe und sieht wie folgt aus:

Bloody Sunday IX
17. Januar 2016
Pascha Nightclub, Köln


Einlass:  17.30 Uhr
Beginn : 18.00 Uhr


WKL-Weltmeisterschaft / Muay Thai
Konkeanlek Sitpholek vs. Alessia Pisano

WKL-Weltmeisterschaft / Muay Thai
Naoufal el Hamchoui vs. Andrea Valeriano

Muay Thai

Rafal Simonides vs. Antonio Vigletti
Kristian Malokaj vs. Manuel Markus

K-1
Shamil Magomedov vs. Andy Mühlbeyer
Marcel Wernicke vs. Johannes Ratsack
Jan Otterbein vs. Max Milobra
Isa Kabuli vs. Armine Boufarrane
Dima Saint vs. Frederik Fraikien
Arton Schneider vs. Isa Celikan