Vorberichte

Bellator 191: Michael McDonald kehrt in den Käfig zurück

Zum zweiten Mal in diesem Jahr macht Bellator MMA Halt in England. Nach einer erfolgreichen Veranstaltung in London steht nun ein Event in Newcastle an. Mit im Gepäck haben die Veranstalter drei ehemalige UFC-Kämpfer, die allesamt ihr Bellator-Debüt geben werden. Der erfolgreichste unter ihnen ist Michael McDonald, der im Hauptkampf des Abends auf die Siegerstraße zurückkehren will.

Einst galt Michael McDonald (17-4) als eines der größten Talente im Bantamgewicht der UFC. Siege über Chris Cariaso und Miguel Torres katapultierten ihn nicht nur auf den Radar der MMA-Fans, sondern bescherten ihm auch eine Chance auf den Interimstitel der Gewichtsklasse. Gegen Renan Barao schlug sich der damals 22-Jährige zwar wacker, musste in der vierten Runde dennoch in einem Arm-Triangle-Choke abklopfen. Noch im selben Jahr verbuchte er einen Sieg gegen Brad Pickett sowie eine Niederlage gegen Urijah Faber. In den folgenden Jahren lernte Michael McDonald dann die Schattenseiten des Sport kennen: Verletzungen warfen ihn weit zurück und verhinderten eine Rückkehr in den Käfig.

Erst im Januar 2016 stand „Mayday“ wieder im Octagon. Mit einem Triumph über Masanori Kanehara verdiente er sich sogleich einen Kampf mit John Lineker, den er durch Knockout verlor. Zur Überraschung vieler bat McDonald Anfang des Jahres aufgrund von „unehrlichen Geschäftspraktiken der UFC“ um die Entlassung aus seinem Vertrag. Laut eigener Aussage wolle er sich nach einer anderen Organisation umsehen.

Diese neue Heimat hat er bei Bellator gefunden. In seinem ersten Auftritt bekommt es der Amerikaner mit Peter Ligier (8-1-1) zu tun. Der Franzose feierte sein Debüt als Profi 2013 und war bisher vor allem in der regionalen Szene aktiv. Zwei Siege durch Submission sowie drei durch K.o. bescheinigen ihm Allrounder-Fähigkeiten. Die einzige Niederlage seiner Karriere musste er bei Bamma 17 gegen den TUF-Veteranen Mike Wootten hinnehmen. Nun erhält er die Chance, sich in seinem Bellator-Debüt gegen eines der ehemals besten Bantamgewichte der Welt zu beweisen. Ein Sieg über Michael McDonald würde seiner Laufbahn einen kräftigen Schub verpassen.

Die weiteren Kämpfe

Eine interessante UFC-Karriere hat auch Valérie Létourneau (8-6) hinter sich. Die 34-Jährige verlor zwar bei „The Ultimate Fighter“ ihren ersten Kampf gegen Roxanne Modafferi, durfte aber dennoch bei UFC 174 ihr offizielles Debüt für die Organisation feiern. Drei Siege später fand sich die Kanadierin in einem Titelkampf mit Joanna Jedrzejczyk wieder, den sie nach Punkten verlor. Nur ein Jahr später hatte sie zwei weitere Niederlagen angehäuft und wurde aus der UFC entlassen. Bei Bellator will sie in die Erfolgsspur zurück und sich für höhere Aufgaben empfehlen. Dafür muss sie zuerst an Kate Jackson (9-2-1) vorbei. Die Britin gehört ebenfalls zu den Opfern von „Joanna Champion“: Bei einer lokalen Veranstaltung im Mai 2013 trafen die Beiden aufeinander, ein technischer K.o. beendete den Kampf. Seitdem fuhr die 31-Jährige fünf Siege in Folge ein, davon vier vorzeitig. Nach ihrem erfolgreichen Bellator-Debüt will sie gegen Létourneau den nächsten Schritt in ihrer Karriere machen.

Das restliche Programm besteht aus einer Mischung aus gestandenen Veteranen und aufstrebenden Talenten. Im Schwergewicht prallt der versierte Bodenkämpfer und ehemalige UFC-Kämpfer Phil De Fries (13-6) auf den Kraftprotz James Thompson (20-16).

Bellator 191 findet in Kooperation mit Bamma 33 statt. Die britische Organisation hat für die Veranstaltung ein eigenes Programm zusammengestellt, das als Vorprogramm für Bellator dient.

Anbei findet ihr beide Programme in der Übersicht:

Bellator 191
15. Dezember 2017
Metro Radio Arena, Newcastle, England

Michael McDonald vs. Peter Ligier
Valérie Létourneau vs. Kate Jackson
James Thompson vs. Phil De Fries
Jeremy Petley vs. Lewis Monarch
Mohammad Yahya vs. Ash Griffiths

BAMMA 33
15. Dezember 2017
Metro Radio Arena, Newcastle, England

Ryan Scope vs. Mickael Lebout
Aaron Chalmers vs. Karl Donaldson
Fabian Edwards vs. Louis King
Colin Fletcher vs. Anthony Dizy
Darren Towler vs. Tony Mustard
Nathan Jones vs. Adam Proctor
Josh Plant vs. Justin Burlinson
Curt Warburton vs. Warren Kee
Rhys McKee vs. Kams Ekpo
Josh Abraham vs. Lerone Murphy