Anzeige

GNP1 Testbericht

The Hurt Business: Wie gut ist die Dokumentation wirklich?

„The Hurt Business“ geizt nicht mit großen Namen. Die von Kevin Costner kommentierte Dokumentation erzählt Episoden aus den Leben und Karrieren berühmter MMA-Kämpfer wie Jon Jones, Georges St. Pierre oder Ronda Rousey. Doch was hat der Film neben diesen Stars noch zu bieten? Wir haben für euch reingeschaut.

Die Vorfreude der weltweiten MMA-Gemeinde auf die Dokumentation „The Hurt Business“ von Vlad Yudin war riesig. Neulinge sollten von der Faszination der gemischten Kampfkünste angesteckt werden, während Hardcore-Fans einen detaillierten Einblick in das Leben und Schaffen ihrer Stars erhalten. Kann der Film dieser Erwartungshaltung gerecht werden?

Bereits bei dem Blick auf das Film-Plakat von „The Hurt Business“ geht eingefleischten MMA-Fans das Herz auf. Jon Jones, Tito Ortiz, Ronda Rousey, Georges St. Pierre und Cuck Lidell sind nur einige der Athleten, die Auftritte in der Dokumentation haben. Jeder von ihnen gewährt einen Einblick in ihr sportliches Schaffen sowie ihr Verhältnis zum Sport. Der Star mit den meisten Minuten auf der Leinwand ist der ehemalige UFC-Champion im Halbschwergewicht, Jon Jones. „Bones“ wird als junger Weltmeister porträtiert, der in seinem Privatleben nicht immer die richtigen Entscheidungen trifft.

Vor allem die Handlungsstränge rund um Sarah McMann, Gary Goodridge und Michael Guymon betonen die emotionale Seite des Filmes. McMann fungiert als Paradebeispiel einer starken Frau in einem männerdominierten Sport. Ihr gegenüber steht Michael Guymon. Der UFC- und Bellator-Veteran spricht frei über seine mentalen Probleme, die im Jahr 2009 zu einem Selbstmordversuch führten.

Neben den eben genannten greift die Dokumentation noch einige weitere Problematiken auf, die eng mit dem Sport verknüpft sind. Themen wie die Doping-Problematik, das Gehalt von Kämpfern oder die Versorgung der Athleten nach der Karriere sind derzeit brandaktuell und würden auch deshalb genug Stoff für eigene Filme bieten.

Zu den interessantesten Minuten des Films gehören sicherlich die über Gary Goodridge. „Big Daddy“, der in seiner langen Karriere ganze 25 Mal K.o. geschlagen wurde, leidet inzwischen an einer chronischen Enzephalopathie, eine degenerative Veränderung seines Gehirns. Diese ist auf die unzähligen Schläge auf den Kopf zurückzuführen, die er in Jahrzehnten als professioneller Kampfsportler einstecken musste. Die Dokumentation zeigt hier eindrucksvoll, mit welchen Folgeschäden Kämpfer der alten Generation zu rechnen haben, nachdem sie ihr Leben der Unterhaltung Fremder gewidmet haben.

Alles in Allem beeindruckt „The Hurt Business“ mit starken Bildern, die vor allem die dunkle Seite der gemischten Kampfkünste beleuchten. Emotionale Geschichten wie die von Gary Goodridge prägen die Dokumentation und gewähren Einblicke in das Leben der Athleten außerhalb des Scheinwerferlichts der Arenen dieser Welt. Die Macher scheuen sich nicht, auch die Schattenseiten der MMA-Welt zu zeigen. Zudem überzeugt Oscar-Preisträger Kevin Costner als Sprecher.

Hardcore-Fans dürften mit vielen Handlungssträngen bereits vertraut sein, werden aber bestens unterhalten. Neulinge werden eine Menge lernen und in den Sport eingeführt.

Passend dazu haben wir eine Special für euch: Wir verlosen zwei Blu-Rays und zwei DVDs von „The Hurt Business“. Dafür wollen wir von euch wissen, wie ihr zum Sport gekommen seid bzw. wie ihr eure Liebe entdeckt habt.

Schickt eure Story mit der passenden Info (DVD oder Blu-ray) an: Groundandpound(at)gmx.de (Betreff: Hurt-Gewinnspiel). Einsendeschluss ist der 11.12.2016 um 23:59 Uhr.
Aus allen Einsendungen werden die vier Gewinner gezogen, die anschließend von uns benachrichtigt werden.

Kommentare