Sportlernahrung

Fitnessfallen im Weihnachtsessen

Foto: TheWhizzer.Blogspot.com

Oh du fröhliche, oh du selige, oh du leckere Weihnachtszeit! Die Festtage steht wieder vor der Tür, liebe Freunde des Eisens. Und spätestens jetzt kommt bei vielen auch der Winterspeck. Kein Wunder, es gibt an mindestens drei Tagen sehr viel Leckeres zu futtern und zu trinken - und dann ist da auch noch Silvester. Nicht umsonst nennt man Weihnachten auch das „Minenfeld der Kalorien“. Aber keine Sorge! Damit ihr nicht für den Weihnachtsmann mit dickem Sack vor dem Bauch gehalten werdet, zeigen wir euch, wie ihr ganz leicht Kalorien im Weihnachtsessen spart. Ein kleines Geschenk im voraus, wenn ihr so wollt.

Was kommt auf den Tisch?

Üblicherweise werden an Weihnachten drei Gänge aufgetischt. Eine Suppe als Vorspeise, ein Hauptgang mit einer Komponente Fleisch, Beilagen und Gemüse und ein süßer Nachtisch. Im Anschluss lässt man den Abend meist mit leicht alkoholischen Getränken ausklingen. Dies alles hat gute, aber auch schlechte Seiten. Hier einmal ein üblicher Menüvorschlag:

Vorspeise:

Hochzeitssuppe, Pilzcremesuppe

Hauptgang:

Gans, Ente oder Karpfen, dazu Knödel und/oder Spätzle und Kohlgemüse oder Bohnen im Speckmantel. Die Soße wird aus dem Fleischsud zubereitet.

Nachspeise:

Pudding, Mousse au chocolat oder Eis mit heißen Früchten

Getränke:

Glühwein, Eierpunsch, Feuerzangenbowle

Freunde gesunder Ernährung können die Problemstellen schnell erkennen. So sind Nachtisch und Getränke das Hauptproblem des Ganzen. Aber auch bei der Vorspeise und sogar beim Gemüse kann man noch viele Kalorien einsparen. Und so geht´s! 

Was wird geändert?

Vorspeise:

Hochzeitssuppen sind oft fettig, da sie mit ausgekochtem Rindfleisch und auch dessen Knochen zubereitet werden. So gelangt das Fett schnell mit in die Suppe. Auch Eierstich und Klöße stehen nicht weit oben auf der Liste gesunder Lebensmittel. Ähnlich verhält es sich bei Cremesuppen. Diese werden selten einfach nur püriert. Um cremig zu werden, müssen sie mit Sahne oder ähnlichen fetthaltigen Streckmitteln verlängert werden.

Unser Tipp: Salat! Mit Muskat und Nelken gewürzt, bekommt der Salat eine winterliche Note. Öl und Balsamico dazu stellen und nicht vorweg benutzen. Ebenso das Dressing, das aus fettarmem Joghurt, Quark und Kräutern, sowie Gewürzen schnell zubereitet ist.  Diese Vorspeise macht auf gesunde Weise Lust auf den Hauptgang.

Hauptgang:

Die gute Nachricht zuerst: das Fleisch kann bleiben! Geflügel, Fisch oder Filet vom Schwein sind generell in Ordnung. Einzig die Haut bei Ente und Co. solltet ihr weglassen, hier verstecken sich wieder unnötige Mengen Fett. Die Beilagen kommen da nicht so einfach weg. Knödel werden entweder aus Kartoffeln oder alten Brötchen gemacht. Die Kartoffelvariante ist nicht wirklich anders zuzubereiten, aber die Semmelknödel enthalten viel Weißmehl. Daher sollte man sie entweder weglassen, oder auf eingeweichte Vollkornbrötchen zurückgreifen. Die sind das kleinere Übel.

Ebenso verhält es sich mit den Spätzle. Auch hier sollte bei der Zubereitung auf Vollkorn-, anstatt Weißmehl zurückgegriffen und auf anschließendes Buttern verzichtet werden. Und auch beim Gemüse geht noch was! Bei wem von euch Kohl auf den Tisch kommt, der sollte darauf achten, ihn stets frisch und nicht mit Schmalz zuzubereiten. Je frischer, desto besser und gehaltvoller ist er auch.

Bohnen mit Speck - der Klassiker. Ob gewürfelt oder um ein paar Stängel gewickelt, der Speck muss nach dem Braten erst mit Küchentuch abgetupft werden. So bleibt das überschüssige Fett daran hängen und kommt nicht auf den Teller.

Ein weiterer Gaumenschmaus aus der Gemüseecke ist gekochter Brokkoli mit Mandeln. Anstatt das grüne Röschen zu kochen, solltet ihr es aber lieber mit wenig Wasser dünsten. In das Wasser könnt ihr noch Nelken oder eine Vanilleschote geben, sodass der Brokkoli schön weihnachtlich schmeckt. Die Mandeln ohne Öl in einer Pfanne separat anrösten und beides später zusammenführen.

Nachspeise:

Sorry, Zuckerfreaks, aber streng genommen, geht das alles nicht. Das wisst ihr aber nicht erst seit gestern. Pudding und Mousse au Chocolat sind leider tabu, sofern sie nicht als Proteinvariante eines großen Herstellers daherkommen.

Über Eis und Früchte können wir noch mal reden. Denn wer Milchspeiseeis durch kalorienarmes Fruchtsorbet austauscht, kann sich auch heiße Früchte darüber erlauben. Am besten ist aber der gute alte Fruchtsalat. Einfach mehrere Furchtsorten kleinschneiden und in eine große Schüssel geben - eventuell mit etwas Zimt verfeinern. Ein Klassiker und ein vitaminreicher Abschluss für das Weihnachtsessen.

Getränke:

Und auch bei den Getränken sieht es schlecht aus. Alkohol war nie das beste Genussmittel der Athleten und schon gar nicht die zuckerüberschwemmten Süßweine. Die Alternative zum fertigen Glühwein, Punsch oder der Bowle sind die selbst gemachten Varianten. Hier habt ihr einen besseren Überblick und mehr Kontrolle über den Zuckergehalt und könnt nach eurem Geschmack nachsteuern. Für alle, denen das zu aufwendig ist, gibt es noch den guten alten Rotwein. Nicht ganz  so weihnachtlich, aber stimmungsvoller als Mineralwasser.

Fazit:

Es gibt also auch an Weihnachten Möglichkeiten, sich einigermaßen trainingsfördernd zu ernähren. Für alle, die auch an den Festtagen weitestgehend eisern bleiben wollen, sollte es hier einige Anregungen geben. Wer sich lieber der Völlerei hingibt, muss mit einem extra Cardiotag im Januar rechnen. Generell gilt aber: esst nicht mehr, als in den Weihnachtssack passt! Frohes Fest!