Sportlernahrung

Das Fast Food-Fiasko

Foto: Dennis Schmitt

„Fast Food macht krank und dick!“ – das ist vielfach bewiesen. Doch was genau führt zu dieser unausweichlichen Tatsache und warum essen wir dennoch diesen Mist? Groundandpound.de sagt es euch.

Folgendes Szenario: ihr kommt nach einem harten Workout aus dem Gym und habt riesigen Hunger. Von weitem seht ihr dieses ´goldene M´ leuchten und denkt euch: „Jetzt hab ich Bock auf ´nen Burger!“. Mal ganz ehrlich, wenn wir hungrig sind, ist es uns mit der Vernunft nicht immer so wichtig – Hauptsache essen. Die guten Ratschläge, die vielen Artikel und Studien, alles wird vergessen und  der Wunsch nach Fast Food unerträglich.

Tja so kann es einem schon mal ergehen. Die Frage ist nur, wie man in diesem Fall handelt. Gibt man nach und ärgert man sich letztendlich, weil man weiß, dass es nicht vernünftig war oder geduldet man sich noch etwas und isst zuhause? Hier mal ein kleiner Denkanstoß:

Pro Fast Food

Ja richtig gelesen es gibt Gründe, die FÜR Fast Food sprechen. Das schlagkräftigste Argument ist wohl, dass es einfach gut schmeckt. Es kann mir keiner erzählen, dass er jedes Mal in dasselbe Schnellrestaurant geht, obwohl es ihm dort nicht schmeckt. Des Weiteren kann man heute nicht mehr in die Innenstadt oder sonst wohin gehen ohne auf eine Fast Food Kette zu stoßen. Es ist einfach überall und damit gut und bequem zu erreichen und man muss weder groß planen, noch reservieren.

Wie der Name schon sagt, geht das ganze recht schnell. Mal fix in der Mittagspause einen Burger geholt und man hat noch genug Zeit für andere Dinge – eigentlich echt super. Auch die heutzutage riesige Auswahl an Restaurants ist ein Pluspunkt. Es ergibt sich sogar der Luxus, dass man sich aussuchen kann wo der Burger oder die Pommes denn nun besser schmecken. Neben Currywurst, Baguettes, Pizza oder belegten Brötchen gibt es noch viele weitere Arten sich den Bauch zu füllen. Toll für uns Konsumenten.

Contra Fast Food

Aber all diese vermeintlich guten Punkte definieren sich bloß über den Service und den Nutzen der Verfügbarkeit. Das eigentliche Gut, nämlich das Essen, ist meist Schrott.

Die frittierten, gebratenen, gebackenen oder sonst irgendwie behandelten Lebensmittel enthalten so gut wie immer zu viel Fett, Salz und Zucker. Drei Zutaten, die in rauen Mengen, wie in Fast Food Restaurants, dem Körper erheblich schaden. Die Fette sind natürlich mehrfach gesättigt und damit für den Cholesterinspiegel eine Katastrophe. Tja, und das waren auch schon die essentiellen Nährstoffe im Essen. Langkettige Kohlenhydrate oder hochwertige Proteine sucht man hier vergeblich. Was man bekommt sind Farb- und Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker und viel zu viel Salz.

Ballaststoffe, die langsam verdaut werden müssen und längerfristig Nährstoffe zu liefern, fehlen fast komplett. Deswegen hat man nach einem Besuch eines Fast Food Restaurants auch schnell wieder Hunger. Mit gehaltvoller Kost hat dieses Essen nichts zu tun. Man spricht hier von „leeren Kalorien“, weil man welche aufnimmt, aber keinen Mehrwert hat. Keine Vitamine, Spurenelemente oder sonstige positive Nährstoffe. Der Stoff Acrylamid, der beim Frittieren von Pommes verstärkt freigesetzt wird, kann Krebs erzeugen und ist seit 2008 per EU-Gesetz in der Gastronomie limitiert worden.

Das alles wäre aber nur halb so schlimm, wenn die Zutaten nicht so minderwertig wären. Kein globales Fast Food-Unternehmen kann es sich leisten Fleisch aus Freilandhaltung zu beziehen. Somit kommen schnell auch Antibiotika und tierische Stresshormone mit in unseren Körper. Und die Krone wird dem ganzen noch durch den Preis aufgesetzt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt einfach überhaupt nicht, wenn man bedenkt, dass der ganze Spaß nichts Positives bewirkt.

Soll ich oder soll ich nicht?

Zugegeben, die Contra-Liste ist lang und vor allem Sportler sollten sich gut überlegen, ob es das wert ist. Anderseits gibt es Momente im Leben da kann man nichts machen und muss einfach diesen Mist essen. Ich rate daher: tut es, aber tut es mit Genuss.

Wenn man mal einen Aussetzer hat oder sich belohnen will, dann sollte man dem Trieb nachgehen und es einmal richtig ausleben. Damit das aber nicht einreißt, darf aber nur einmal richtig reingehauen werden anstatt viele einzelne Male.

Am Ende entscheidet jeder selbst, aber mal unter uns; wer bezahlt schon für den Verlust seiner Gesundheit auch noch knapp 20€?