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Ungerecht? UFC zahlt Kämpfers Ernährungsberater

Kelvin Gastelum (Foto: Dorian Szücs)

Ein Ernährungscoach soll Kelvin Gastelum beim Gewichtmachen helfen, bezahlt von der UFC. Gegner Matt Brown findet das gar nicht witzig.

Nachdem TUF-Sieger Kelvin Gastelum zweimal das 77-Kilo-Limit verpasst hatte, zuletzt um fast fünf Kilo, hatte UFC-Präsident Dana White genug. Auf Anordnung von oben musste Gastelum ins Mittelgewicht. Nach einem erfolgreichen Einstand gegen Nate Marquardt darf er nun wieder im Weltergewicht starten. Dafür musste er versprechen, dass er das Gewicht dieses Mal bringen wird.

„Ich sehe mich als künftigen Weltergewichtschampion“, erklärt er GNP1-TV und versichert: „Mein Platz, mein Herz, ist hier in der 77-Kilo-Klasse. Ich habe einen Ernährungsberater eingestellt und tue nun viele Dinge richtig. Dieses Mal sollte alles glatt gehen.“

Im November trifft Gastelum im Finale von The Ultimate Fighter Latin America 2 auf Matt Brown. Dafür arbeitet er nun mit Ex-Kämpfer und Ernährungsberater George Lockhart zusammen. Organisiert und bezahlt hat das die UFC. „Ich bin einfach froh, dass sie mir noch eine Chance im Weltergewicht geben“, freut sich Gastelum.

Sein Gegner Matt Brown freut sich ganz und gar nicht. Er beschwerte sich auf Twitter, sprach von einem Interessenkonflikt. Unrecht hat er damit nicht. Ein Promoter muss stets neutral bleiben. Erhält ein Kämpfer einen Wettbewerbsvorteil, ist die Neutralität nicht mehr gegeben. Gastelum selbst ist das Thema sichtlich unangenehm, ein Problem sieht er dennoch nicht.

„Ich habe noch nie gehört, dass sich Matt Brown über irgendetwas oder irgendjemanden beschwert hat. Keine Ahnung was sein Problem ist“, erklärt er. „Vielleicht sucht er schon vorher eine Entschuldigung für das Ergebnis des Kampfes, wer weiß?“

Gastelum und Brown werden am 21. November gegeneinander antreten. Das gesamte Video-Interview mit Gastelum gibt es hier zu sehen: