Interviews

UFC-Kämpfer wirft Kommentatoren Befangenheit vor

Beneil Dariush (Foto: Elias Stefanescu)

Beneil Dariushs Punktsieg über Michael Johnson bei UFC Fight Night 73 im August wurde von Fans und Medien weltweit als eine der größten Fehlentscheidungen der Welt kritisiert. Nun kommt er bei GNP1-TV endlich selbst zu Wort – und gibt den Kommentatoren die Schuld.

“Ich habe mir den Kampf noch ein paarmal angesehen. Beim ersten Mal mit Ton, da kam es mir vor, als hätten die Kommentatoren Johnson begünstigt und ich hielt das für einen deutlichen Sieg von ihm“, so Dariush im Interview mit GNP-TV. „Als ich den Kampf dann noch einmal ohne Ton geschaut habe, kam er mir Kampf plötzlich viel knapper vor. Er hatte die erste Runde, ich klar die dritte, die zweite Runde war knapp. Ich war am Ende des Kampfes der Stärkere. Auch die Schlagstatistik zeigt, dass der Kampf eng war: Er hatte ein paar Treffer mehr, dafür habe ich öfter zum Kopf getroffen, er öfter zum Körper. Weder er noch ich haben eindeutig gewonnen.”

Warum waren sich dann Fans und Medien gleichermaßen einig, dass der rechtmäßige Sieger Johnson hätte heißen müssen? Weil sich alle Zuschauer vom Urteil der Kommentatoren beeinflussen lassen, meint Dariush.

“Das hatte viel mit dem zu tun, was die Kommentatoren gesagt haben. Und so wie die den Kampf gesehen haben, haben ihn dann eben auch alle anderen gesehen“, erklärt der gebürtige Iraner. „Ich gebe den Kommentatoren nicht die Schuld, aber ich glaube, sie haben eine enge Bindung zu Michael Johnson und haben ihn deshalb von Beginn an etwas besser aussehen lassen.”

Eine enge Bindung? Sollten die guten Beziehungen, die das Kommentatoren-Duo Jon Anik und Kenny Florian zweifellos über die Jahre zu vielen Kämpfern aufgebaut hat, wirklich ihren neutralen Blick trüben?

“Kenny Florian und Rashad Evans sind sehr gute Freunde, und Evans und Johnson sind Trainingspartner“, erklärt Dariush. „Evans hat sich ja auch mehrfach dazu geäußert, wie dominant Johnson doch gewonnen hätte. Bei ihm klang das so, als hätte Johnson jede Runde klar für sich entschieden. Schaut es euch ruhig noch mal an, aber ohne Ton. Dann könnt ihr selbst entscheiden.”

Das gesamte Interview mit Johnson gibt es hier zu sehen: