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Tim Müller: K-1 ist meine Welt!

Tim Müller

Tim Müller ist erst 21 Jahre alt, hat allerdings trotz seiner geringen Lebenszeit schon einiges im Kampfsport erreicht. Er war er mehrfacher Landesmeister im Karate, sicherte sich den Interkontinentaltitel des WFMC und erkämpfte zudem die WTKA-Weltmeisterschaft im Kickboxen. Jetzt blickt er dem Duell gegen Matthäus Buschkamp um den K1 Pro/Am DM-Titel des WFM entgegen, das im Rahmen des 1. German Cagefight Championship stattfinden wird (GnP berichtete). Am 2. Oktober wird es in der Diskothek Fame in Rottweil soweit sein, zuvor sprachen wir mit dem ambitionierten Nachwuchsstar.

Groundandpound.de: Anfangs warst du nur im Karate aktiv Wie kam der Schritt zum Kickboxen sowie MMA?
Tim Müller: Karate war für mich mittlerweile nicht mehr interessant, immerhin habe ich den Sport schon seit dem 6. Lebensjahr betrieben. Ich wollte etwas Neues, Abwechslungsreicheres und Härteres. Nebenher hab ich auch noch UFC auf der Playstation gespielt. Dazu kam noch eine Auseinandersetzung mit meinem Ex-Trainer und schon stand die Entscheidung fest, dass ich ins MMA und K-1 wechsle. Bei meinem Trainer Ralph Fischer wurde ich dann auch super aufgenommen und schnell gefördert.

Wann wurde dir klar, dass du diese Sportarten für die Zukunft betreiben willst?
Die deutsche Meisterschaft der WKF im Amateurbereich war für mich eher nebensächlich. Nach einem Jahr etwa hat sich rauskristallisiert, dass mein Herzblut im K-1 liegt. MMA wurde für mich eher eine weitere Nebensache, das merkt man auch daran, dass es bei der Deutschen Meisterschaft das letzte Mal war, dass ich MMA gekämpft habe. Das prägende Erlebnis war eher mein erster K-1 Gala-Kampf, in dem ich meinen Gegner in der ersten Runde K.o. geschlagen habe. Danach stand für mich fest: Das will ich machen!

Welche Rolle hat dabei dein Trainer (Ralph Fischer) gespielt?
Ralph wurde sehr schnell nicht nur mein Trainer, sondern auch ein Freund mit dem man sich über alles unterhalten kann. Er hat meinen Ehrgeiz gesehen und mich schnell gefördert. Er organisiert mir immer super Fights und ist ein top Manager. Mit meiner Entscheidung, dass ich vorerst nur noch K-1 kämpfen möchte, kam er auch gut klar. Ohne Ralph und seine Unterstützung wäre ich mit Sicherheit nicht so weit gekommen. Unsere nächsten Ziele sind ein erfolgreicher Einstieg in Die A-Klasse im K-1 und in den großen K-1-Verbänden mitmischen zu dürfen.

Du hast den Interkontinentaltitel des WFMC gewonnen, was für eine Erfahrung war das?
Ich würde sagen, das war eines der besten Gefühle meines Lebens. Immerhin bin ich kurzfristig als Ersatz eingesprungen. Ralph und ich dachten uns, wir haben nichts zu verlieren, denn zu dem Zeitpunkt hatte ich erst einen K-1 Gala-Kampf. Mein Gegner kam aus der Karibik und ich habe ihn nach nur 27 Sekunden mit einem linken High-Kick K.o. geschlagen. Die ganze Halle hat gejubelt und es war ein überwältigendes Gefühl! Nach dem Kampf haben mir Leute gratuliert, die ich noch nie vorher gesehen habe. Nach dem Event stand fest, K-1 ist meine Welt und ich will noch viele weitere solche Erfolgserlebnisse.

Warum wolltest du daraufhin nicht in die A-Klasse aufsteigen, um EM- und WM-Titel zu erkämpfen?
Ich war einfach noch zu unerfahren, es war schließlich erst mein zweiter Gala-Fight. Außerdem war ich zu dem Zeitpunkt erst 18 Jahre alt. Es war also auch nicht so, dass die Zeit gedrängt hätte.

Wann bist du soweit?
Ralph und ich entschlossen uns dazu, mich nach und nach erst mal über C-und B-Klasse Kämpfe aufzubauen. Wenn ich weiterhin so oft kämpfe wie ich es zur Zeit tue, dann denke ich, bin ich in ein bis zwei Jahren bereit für die A-Klasse.

Dein Gegner bei der GCC ist Matthäus Buschkamp, was hältst du von ihm?
Ich habe großen Respekt vor ihm und seinem Können, immerhin haben die Buschkamp Bros einen großen Namen in Deutschland. Ich bin aber auch nicht zu unterschätzen. Ich freue mich jedenfalls gewaltig auf den Kampf.

Worauf musst du aufpassen, was kann er gut? 
Er ist ein guter Boxer, und so wie ich mitbekommen habe, hat er eine super Kondition. Er kämpft mit Köpfchen und nicht mit brachialer Gewalt. Falls Ich Fehler mache, wird er sie ausnutzen, also werde ich keine Fehler machen.

Wie geht der Kampf aus?
Darauf will ich mich nicht festlegen. Es wird auf jeden Fall ein spannender und harter Kampf für beide Seiten. Ich bin aber guter Dinge und nicht nur körperlich, sondern auch mental super vorbereitet.

Was sind deine nächsten Ziele?
Auf jeden Fall die A-Klasse zu erreichen und ganz oben mitzumischen. Eventuell das jetzige Hobby zum Beruf machen. Vorrangig ist natürlich aber auch noch, meine Ausbildung als Industriekaufmann so gut wie möglich zu beenden und danach studieren zu gehen.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg.