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Stephan Pütz nach Titelgewinn bei GMC 16: Ich habe mir vorgestellt, dass ich Jan Gottvald vorzeitig schlagen kann

Stephan Pütz (Foto: Fabian Habel/GNP1.de)

Fünf Jahre musste sich die deutsche MMA-Gemeinde gedulden, um Stephan Pütz wieder auf heimischem Boden kämpfen zu sehen. In dieser Zeit verschlug es den „T-800“ nach Russland, wo er sich bis an die Spitze von M-1 kämpfte und zum absoluten Publikumsliebling der Organisation wurde. Nach zuletzt zwei Niederlagen kehrte Pütz am vergangenen Wochenende in seine Heimat  und mit einem Sieg über Jan Gottvald in die Erfolgsspur zurück. Fünf Runden lang zermürbte Pütz seinen tschechischen Kontrahenten und riss mit dieser Leistung den GMC-Titel im Halbschwergewicht an sich. Im Interview nach seinem Kampf sprach der 31-Jährige mit GNP1 TV über die Gründe seiner Niederlagen und die Bedeutung von Titeln.

Nach fünf harten Runden, in denen der Titelverteidiger Jan Gottvald seine Nehmerfähigkeiten unter Beweis stellte, zeigte sich der neue GMC-Champion Stephan Pütz zufrieden mit seiner Leistung: „Ich habe hart trainiert für diesen Kampf, an meiner Beinarbeit, Striking und Defensive gearbeitet“, so der „T-800“. „Mein Team hat sich wieder sehr bemüht, um das Beste aus mir herauszuholen und einfach wieder eine bessere Version von mir zu präsentieren. Ich denke das ist gelungen. Vielen Dank an meinen Gegner Jan Gottvald, das ist ein richtig zäher Bursche. Es war nicht einfach, er ist zu keinem Zeitpunkt gebrochen gewesen. Er war immer bereit, noch zu antworten und Widerstand zu leisten. Ich habe mir eigentlich vorgestellt, dass ich ihn finishen kann, habe es heute aber leider nicht geschafft.“

Mit dem GMC-Gürtel im Gepäck geht es für Pütz zurück nach Frankfurt. Wichtiger als Titel sind für den 31-Jährigen jedoch seine Leistungen: „Ein Gürtel ist natürlich immer was Schönes, ein schönes Symbol. Am wichtigsten ist aber, dass die Performance stimmt, dass man das umsetzt, was man im Training trainiert hat und dass man auf seine Ecke hört.“

Vor seinem Triumph in der Kölner Lanxess Arena musste Pütz in Russland zuletzt zwei Niederlagen hinnehmen. Diese haben ihm gezeigt, dass er noch härter an sich arbeiten muss als zuvor: „Natürlich ist man noch hungriger, wenn man aus einer Niederlage kommt. Man sollte aber nicht nur aus Niederlagen lernen, sondern auch aus Siegen. Aus diesem Kampf werde ich auch viel lernen. Die letzten zwei Kämpfe haben mir gezeigt, dass ich davor schon härter hätte arbeiten müssen, damit diese zwei Niederlagen gar nicht erst zustande kommen.“

Was Stephan Pütz über die Zukunft von MMA in Deutschland denkt, seht ihr in unserem Interview: