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Stephan Pütz: „Ich habe Joachim mit meinem Game gebrochen.“

Stephan Pütz mit dem GMC-Titel (Foto: Alexander Petzel-Gligorea/GNP1.de)

Stephan Pütz heißt der große Sieger von GMC 19. Der Champion im Halbschwergewicht verteidigte nicht nur seinen Titel, sondern konnte damit noch die erste Niederlage seiner Karriere ausgleichen, die ihm vor Jahren Joachim Christensen zufügen konnte, dazu noch in seiner Heimatstadt München.

„Es kommt alles zusammen“, sagte Pütz im Interview. „Es war eine geile Energie hier, toller Veranstaltungsort. Es waren viele Leute da, die ich kannte, die ich lange Zeit nicht gesehen habe, die den Weg hier nach München gemacht haben oder aus der Umgebung gekommen sind. Es hat mega Spaß gemacht, hier zu kämpfen.“

Gegen Joachim Christensen wollte der Champion dabei die Fehler von einst wiedergutmachen, durch die er damals in Dänemark eine knappe Punktentscheidung abgeben musste.

„Ich bin dieses Mal komplett gesund in den Kampf gestartet und war gut vorbereitet. Ich versuche immer, aus meinen Fehlern zu lernen, auch wenn ich gewinne. Damals wurde mir zum Verhängnis, dass ich einfach nicht genug gemacht habe, um die Punktrichter von mir zu überzeugen, es war damals auch ein Heimspiel für Joachim. Ich suche aber nie die Fehler bei den Anderen, sondern immer nur bei mir selbst. Und bei einer Split Decision ist es auch mein Mitverschulden, dass ich nicht so viel Druck aufgebaut habe oder ein Finish geholt habe. Und das habe ich dieses Mal geändert und es hat funktioniert.“

Für Pütz war es der erste vorzeitige Sieg seit 2016, nachdem er für seinen Titelgewinn im September noch fünf Runden gegen den Tschechen Jan Gottvald gehen musste. Für Pütz immer wieder etwas Besonderes, vor allem gegen den einstigen UFC-Kämpfer Christensen.

„Ein Finish ist natürlich immer etwas Schönes. Es ist einfach was Besonderes. Dazu muss ich aber sagen, dass Jan Gottvald ein sehr zäher Gegner war. Ich hatte nie das Gefühl, dass ich ihn damals gebrochen hätte. Zum Schluss bei Joachim, der ist ein echter Veteran und sehr erfahrener Kämpfer, hatte ich das Gefühl, dass ich ihn mit meiner physischen Pressure und meinem Game brechen konnte.“

Nach zwei Siegen in Deutschland dürften die Rufe nach einem weiteren Engagement im Ausland für den früheren M-1-Champion Pütz nicht geringer werden. Doch der „T-800“ hat noch keine Pläne, sondern lässt alles auf sich zukommen.

„So kurzfristig kann ich da nichts sagen, da muss ich auch erst mit meinem Management darüber reden. Grundsätzlich schätze ich es sehr, in Deutschland zu kämpfen, aber es gibt viele Optionen.“

Das komplette Interview mit Stephan Pütz findet ihr hier: