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Saba Bolaghi: Warum ein Risiko eingehen, die Takedowns waren so simpel

Saba Bolaghi (Foto: Alexander Petzel-Gligorea/GNP1.de)

Welche Bedeutung das Ringen als Grundlage für den heutigen MMA-Sport hat, wird einem beim Blick auf die Liste der Weltmeister in der UFC bewusst. In ganzen fünf der acht Gewichtsklassen kommt der Champion aus diesem uralten Kampfsport. Den Stellenwert seiner Sportart stellte am vergangenen Wochenende auch Saba Bolaghi wieder einmal unter Beweis. Der ehemalige Weltklasse-Ringer bezwang im Hauptkampf von GMC 22 den Champion im Federgewicht, Ömer Solmaz, dominant nach Punkten und sicherte sich so zum zweiten Mal das Gold der Organisation. Anschließend sprach der 30-Jährige mit GNP1 TV über das Gefecht.

„Es war ein Arbeitssieg“, so der Frankfurter. „Wie ich gesagt habe. Ich habe das Ding hier runtergearbeitet. Ich habe gemerkt, dass der Gameplan funktioniert. Ich war auf alles vorbereitet, egal ob Stand oder Boden. Aber ich habe gemerkt, er läuft immer wieder rein. Es ist extrem simpel, da die Takedowns zu holen. Warum ein Risiko eingehen? Einfach abgearbeitet, fertig, nach Hause.“

Laut Bolaghi war der Kampfverlauf, in dem er seinen Gegner immer wieder auf die Matte beförderte, nicht seiner eigenen Strategie geschuldet, sondern das Ergebnis der Fehler von Solmaz:

„Ich war auf alles vorbereitet“, sagte Bolaghi. „Ich habe geguckt, dass ich oben meinen Rhythmus finde. Dann habe ich recht schnell gemerkt, wie seine Hände kommen, habe dann ja auch alles gut gecheckt. Ich habe gemerkt, wie die Kicks kommen und auf was er sich so vorbereitet. Ich konnte schnell meinen Rhythmus und das Timing für die Takedowns finden. Das habe ich dann halt genommen.“

„Zum Beispiel gegen Lom (Ali Eskiev) war das Ringen nicht so einfach, weil er natürlich auch ein guter Ringer ist und eine super Verteidigung hat, kräftig ist. Da ist es nicht so einfach, zu shooten.“

Wie die sportliche und private Zukunft von Saba Bolaghi aussieht, seht ihr in unserem Video: