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Ryan Jensen Exklusiv-Interview

Ryan Jensen (Foto via Zuffa LLC)

GroundandPound: Hallo Ryan! Wie geht es Dir?
Ryan Jensen: Mir geht es sehr gut, danke der Nachfrage!

Deinen letzten Kampf hattest Du gegen Court McGee bei UFC 121. Was hast Du seitdem gemacht?
Nichts besonderes. Ich bin wieder zurück nach Hause und bin direkt wieder mit meinen Jungs ins Training eingestiegen. Ich leite ein Gym mit dem Namen Premier Combat Center  in Omaha, Nebraska. Zudem habe ich natürlich auch sehr viel Zeit mit meiner Familie und Freunden verbracht.

Wann sehen wir Dich wieder kämpfen?

Ich werde bei UFC 129 auf Jason MacDonald treffen. Der Kampf wird am 30. April in Toronto, Kanada stattfinden.

Bislang verläuft deine Karriere in der UFC sehr durchwachsen. Sobald Du einen Kampf zu Deinen Gunsten entscheiden konntest, folgte prompt eine Niederlage.
Es gibt nun mal keine leichten Gegner in der UFC. Manchmal gewinnt und manchmal verliert man... aber gerade dies macht den MMA-Sport so interessant.

Eine weitere Niederlage gegen Jason könnte deine UFC-Karriere in ernsthafte Gefahr bringen. Verspürst Du aufgrund dieser Tatsache einen zusätzlichen Druck? Es ist keine Seltenheit, dass die UFC Kämpfer mit zwei Niederlagen in Folge aus ihrer Organisation nimmt.
Darüber mache ich mir eigentlich wenig Sorgen. Ich trainiere sehr hart für diesen Kampf und mehr kann ich nicht tun. Alles andere habe ich nicht in der Hand. Jedoch wird nach dem Kampf die Sonne auf mich herab scheinen, da bin ich mir sicher.

Hast Du denn etwas an Deinem Training verändert?
Nein, sich über einen möglichen Sieg oder Niederlage den Kopf zu zerbrechen, ist aus meiner Sicht Energieverschwendung.

Du gehörst dem berühmten Team von Greg Jackson an. Wie ist es, mit so hervorragenden Athleten wie Rashad Evans und Georges St. Pierre gemeinsam trainieren zu dürfen?
Es ist einfach großartig, mit allen Kämpfern des Jackson-Teams trainieren zu dürfen. Alle sind sehr fokussiert und pushen und helfen sich gegenseitig. Einfach das beste Team auf diesem Planeten!

Deinen ersten professionellen Kampf hast Du bereits im Jahr 1997 bestritten. Du holtest Dir den Sieg im Debüt gegen Travis Fulton, jedoch vergingen ganze fünf Jahre bis zu deinem nächsten Kampf.
Da ich noch zur Schule ging und in dieser Zeit nicht wirklich viel Geld im MMA-Sport zu verdienen war, sah ich es lediglich als ein Hobby. Ich sehe es nicht als verlorene Zeit, da sich in den letzten zehn Jahren der Sport zu dem entwickelt hat, was er jetzt ist. Als ich mit dem Kämpfen anfing, war es noch lediglich Karate vs. Jiu-Jitsu. Heutzutage ist wirklich jeder Kämpfer in allen Bereichen geübt und ein MMA-Kämpfer.

Wann hast Du mit dem MMA-Training begonnen?

Ich habe im Jahr 1992 mit dem MMA-Training begonnen. Mein damaliger Trainer war der „UFC 3“-Gewinner Steve Jennum.

Dein Nachname lässt vermuten, dass Du deutsche Vorfahren haben könntest.

Ja, das stimmt. Die meisten aus meiner Familie stammen aus Deutschland und Schweden. Leider spreche ich kein Wort deutsch.

Du bist Vater von zwei Kindern. Wie schwer ist es, als Kämpfer rund um die Welt zu fliegen, während die Familie zu Hause sitzt?
Es ist sehr schwer, aber Kämpfer zu sein ist nun einmal das,  was ich mir schon immer gewünscht habe. Zu Hause bin ich sozusagen Unternehmer, Trainer, Familienvater, Ehemann und UFC-Kämpfer. Wenn  ich dann nach New Mexiko reise, um mich für einen bevorstehenden Kampf vorzubereiten, ist dies eine Art Urlaub für mich. Dort brauche ich mich nur auf eine Sache zu fokussieren.

Kannst Du Dir vorstellen, dass Deine Kinder eines Tages einmal selbst eine Laufbahn als Kämpfer einschlagen werden?
Sollte dies ihr Wunsch sein, werde ich sie so gut ich kann unterstützen.

Wie würdest Du Dich selbst in kurzen Worten beschreiben?
Ein entspannter, hart arbeitender, guter Kumpel.

Gibt es einen Unterschied zwischen Ryan Jensen als Privatperson und als Kämpfer?
Nicht wirklich. Durch meine Familie und Freunde bin ich sehr gefestigt und auf dem Boden geblieben. Ich werde nicht schnell wütend oder lasse mich schnell aus der Fassung bringen.

Hast Du ein Vorbild bezüglich des Sports?
Ich denke, Frankie (Edgar) und Chael (Sonnen) verfügen über sehr gute MMA-Fähigkeiten.

Was sind Deine nächsten Ziele?

Ich möchte natürlich meinen Kampf bei UFC 129 gewinnen. Für dieses Jahr ist es mein Ziel, in die Top 10 der Kämpfer meiner Gewichtsklasse zu kommen.