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Roberto Soldic: Ich fühle mich bei KSW wie zuhause!

Roberto Soldic (Foto: Elias Stefanescu/GNP1.de)

Am Samstag, den 18. Mai setzt Roberto Soldic zum ersten Mal seinen wiedergewonnenen KSW-Titel im Weltergewicht aufs Spiel. In Gdansk geht es bei KSW 49 gegen den ungeschlagenen Polen Krystian Kaszubowski. Im Rahmen der „Elite MMA“-Veranstaltung in Düsseldorf sprach der Champion im Interview bei GNP1TV über seine nahe und ferne Zukunft bei KSW.

„Krystian ist sehr stark im Stand und hat viel Kraft in den Schlägen“, fasste Soldic die Stärken seines Gegners im Interview zusammen. „Es ist ein guter Kampf für mich, es ist etwas Neues. Ich bin gut vorbereitet und habe mich gut im Tristar-Gym mit Firas Zahabi, Georges St. Pierre und Rory MacDonald vorbereitet. Ich bin bereit.“

Dabei soll es ein weiteres Mal hart im Stand zugehen, immerhin bringt das die beste Unterhaltung für die Fans. Doch Soldic will nicht nur als reiner Kickboxer im Gedächtnis bleiben, sondern erneut zeigen, dass er ein rundum kompletter Kämpfer ist.

„Ich mag es, im Stand zu kämpfen. Die Leute wollen K.o.s und eine gute Show sehen. Aber wenn es nicht passt, habe ich immer einen Plan B. Ich kann auch ringen, am Boden angreifen, ich bin einfach ein MMA-Kämpfer. Ich habe eine gute Kondition. Ich bin stark, ich bin fit, mein Kopf ist da, jetzt muss ich nur den Titel verteidigen.“

Dass KSW ihm mit Kaszubowski einen bisher fast unbekannten Gegner gegenüberstellt, lässt die Frage offen, ob ihm nicht schon die Herausforderer ausgehen, nachdem der eine ex-Champion Borys Mankowski zuletzt gegen den Nordiren Norman Parke verlor und der andere Dricus Du Plessis nicht mehr ins Weltergewicht zurückkehrt. So könnte auch für Soldic der Blick vielleicht bald in eine andere Gewichtsklasse gehen, doch noch will der 24-Jährige nichts davon wissen.

„Ich kann nur nach oben gehen, nach unten ist es zu schwer. Ich bleibe erst einmal im Weltergewicht. Ich bin jung, ich kann das Gewicht noch machen. Auch für das Leichtgewicht, aber es ist sehr schwer. […] Vielleicht gehe ich irgendwann nach oben, aber es ist noch zu früh. Das ist alles Zukunft, ich konzentriere mich erst mal auf meine Titelverteidigung.“

Mit der Titelverteidigung am 18. Mai könnte sich Soldic weiter in den Fokus anderer Organisationen vorkämpfen. Bereits jetzt belegt er in der European Top Ten den vierten Rang, vor ihm liegen nur Kämpfer von Bellator und der UFC. Doch daran denkt Soldic trotz Anfragen des amerikanischen Marktführers noch nicht.

„Mein Fokus liegt auf KSW. Ich habe viele Angebote von der UFC bekommen, aber es gefällt mir sehr bei KSW. Ich bin der Champion, ich werde von vielen Leuten respektiert, ich fühle mich hier wie zuhause. Was die UFC angeht, müssen wir einfach sehen, was bei KSW noch so passiert, aber vorerst bleibe ich auf jeden Fall bei KSW.“

Das komplette Interview mit Roberto Soldic, in dem er über sein Training beim Tristar Gym, einen eventuellen dritten Kampf gegen Dricus Du Plessis und mehr spricht, findet ihr hier: